Undichte Herzklappen

Cardioband erstmals in Mitteldeutschland eingesetzt – Schonendere Alternative zum herkömmlichen Verfahren

Die Kardiologen und Herzchirurgen des Mitteldeutschen Herzzentrums am Universitätsklinikum Halle (Saale) haben erstmals in Mitteldeutschland ein neuartiges Verfahren eingesetzt, um undichte Mitralklappen wieder schlussfähig zu machen. Dr. Sebastian Nuding, Dr. Jochen Schröder (Oberärzte der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin III/Kardiologie) und Professor Dr. Hendrik Treede (Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Herzchirurgie) haben bereits zwei Patienten das so genannte Cardioband implantiert. „Für bestimmte Patienten mit einer undichten Mitralklappe ist selbst eine minimal-invasive Operation unter Einsatz der Herzlungenmaschine sehr risikoreich“, sagt der erfahrene Operateur. Jetzt gibt es aber für Patienten mit eingeschränkter Herzfunktion und Begleiterkrankungen eine schonendere Alternative zu der bisher üblichen Operation.

Weiterlesen ...

Allergien und Erkrankungen der Atemwege im Kindesalter

Die 26. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Pneumologie und Allergologie e. V. (APPA) fand vom 27. - 29. Mai 2016 erstmals in Magdeburg statt. Tagungsort war das „KONGRESS & Kulturwerk – fichte“ mit ausreichend Raum für Vorträge, Workshops, Industrie- und Posterausstellung. Im Vorprogramm wurden neben einem Lungenfunktionskurs auch ein Kurs zur allergologischen und pneumologischen Diagnostik einschließlich Inhalationstraining für medizinische Fachangestellte angeboten. Das wissenschaftliche Programm bot ein breites Themenspektrum aus den Bereichen der Kinderpneumologie und Kinderallergologie. Dieses zog sich von der Prävention über die Diagnostik und Therapie kinderpneumologischer und allergologischer Erkrankungen wie Neurodermitis, Nahrungsmittelallergien, Medikamentenallergien, Asthma, Infektionen bis hin zu Fehlbildungen, Mukoviszidose und anderen seltenen Erkrankungen. Atemwegserkrankungen und Allergien sind in der Kinderheilkunde sehr häufige Erkrankungen, welche zur Chronifizierung neigen und mit zum Teil erheblicher Beeinträchtigung der Lebensqualität einhergehen. Hier ist es insbesondere wichtig, durch Präventionsmaßnahmen und frühzeitige adäquate Therapie dem entgegen zu wirken. So wurde beispielsweise die Einführung des Neugeborenenscreenings auf Mukoviszidose, welches ab Juli diesen Jahres geplant ist, ebenso besprochen wie die aktuellen Empfehlungen zu Impfungen bei allergischen Kindern. Das wichtige Positionspapier „Allergie und Impfen“ der GPA (Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin) bietet impfenden Ärzten Informationen über die realistisch zu erwartenden Risiken allergischer Impfreaktionen und den Einfluss von Schutzimpfungen auf die Allergieentwicklung. Auch Kortisonangst oder Therapietreue wurden angesprochen, im Arbeitsalltag häufige Themen in der Arzt-Patienten-Interaktion. Die Tagung ist aufgrund ihres praktisch relevanten Programms auf reges Interesse gestoßen und erhielt positive Resonanz von den Teilnehmern, die ihre neuen Erkenntnisse mit in die Praxis nehmen konnten.

Dr. Ines Adams
Tagungspräsidentin

20 Jahre Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Das Universitätsklinikum Magdeburg berichtet

Am 1. Juni 2016 feierte die Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Magdeburg ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Festsymposium, zu dem Fachkollegen, Mitarbeiter und die interessierte Öffentlichkeit eingeladen waren.
Das Symposium im Theoretischen Hörsaal (Haus 28) begann mit Gruß-adressen des Sozialministeriums, des Rektors, des Dekans und des Ärztlichen Direktors. Daran schlossen sich zwei Fachvorträge an: Prof. Dr. Wolfgang Herzog von der Universität Heidelberg berichtete über den aktuellen Stand der psychosomatischen Disziplin und Prof. Dr. Bernhard Strauß aus Jena gab einen Überblick über Psychotherapie und Psychotherapieforschung heute. Im Anschluss zog der Direktor der Magdeburger Klinik Prof. Dr. Jörg Frommer mit seinem Vortrag „Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Magdeburg 1996-2016“ eine Zwischenbilanz. Mit seiner Berufung auf die damals neu geschaffene Professur für Psychosomatische Medizin zum 1. Juni 1996 begann die Geschichte des Faches an der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und am Universitätsklinikum. Inzwischen sind 20 Jahre vergangen und die Klinik stellt sich heute als leistungsfähige Struktureinheit in Lehre, Forschung und Krankenversorgung dar. Neben stationären und tagesklinischen Behandlungen gehören der Konsiliardienst, die Krebsberatungsstelle und die psychosoziale Beratungsstelle für Studierende ebenso zum Spektrum wie der Unterricht für Medizinstudenten und Forschungsaufgaben, u. a. in dem von der Deutschen For-schungsgemeinschaft (DFG) geförderten Transregio-Sonderforschungsbereich 62. Rechtzeitig zum Symposium ist eine Festschrift erschienen, in der Geschichte und Leistungsspektrum der Klinik eingehend dargestellt sind: J. Frommer & M. Vogel (Hrsg.): 20 Jahre Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. PABST-Verlag, Lengerich 2016.

Wissenstransfer zu Osteoporose und Hirntumoren

Experten rechnen bei Osteoporose mit einem Patientenanstieg von 25 Prozent* bis zum Jahr 2050. Die Ursache liegt in der immer höheren Lebenserwartung der Bevölkerung. Dementsprechend prognostiziert die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e. V. (DGOU) einen Anstieg von Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und befürwortet die ärztliche Weiterbildung auf diesem Gebiet.

„Bei Osteoporose setzen wir sowohl auf konservative als auch auf operative Versorgungskonzepte. In jedem Fall müssen individuelle Faktoren berücksichtigt werden und Absprachen zwischen Klinikärzten und den weiterbehandelnden Ärzten in der Niederlassung selbstverständlich sein“, sagt Dr. Joachim Zagrodnick. Der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Städtischen Klinikums Dessau leitete zusammen mit Oberärztin Jördis Heidmann einen Kongress zum Thema „Osteoporose-Standards, konservative und operative Therapie – was ist neu?“

Weiterlesen ...

Call for Abstracts – 7. Sachsen-Anhaltischer Krebskongress 2017

Logo Sachsen-Anhaltinische Krebsgesellschaft e.V.Zum 7. Landeskrebskongress am 10. und 11.03.2017 in der Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften in Halle (Saale) können Beiträge zum wissenschaftlichen Programm in Form von Vorträgen und Postern eingereicht werden.
Wir laden recht herzlich ein, Ideen und Arbeitsergebnisse in Form eines Abstracts bis zum 31.07.2016 per E-Mail einzureichen und sich auf diese Weise aktiv an der Gestaltung des Kongresses zu beteiligen.
Für die Präsidentensitzung zum Thema „Wissenschaftliche Highlights aus Sachsen-Anhalt – Review Top-Paper 2015/2016“ bitten wir um Einreichung hochrangig publizierter wissenschaftlicher Beiträge (hier genügt ein entsprechender Link). Wir möchten die Gelegenheit nutzen, onkologische Spitzenforschung aus Sachsen-Anhalt einem landesweiten Fachpublikum vorzustellen.

Ausführliches Call for Abstract und weitere Informationen unter:
www.t1p.de/krebskongress2017 und über die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e. V., Bianca Hoffmann, Tel.: 0345/ 4788110, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

(function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||function(){ (i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o), m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m) })(window,document,'script','//www.google-analytics.com/analytics.js','ga'); ga('create', 'UA-46536808-1', 'aerzteblatt-sachsen-anhalt.de'); ga('set', 'anonymizeIp', true); ga('send', 'pageview');