Eine Einrichtung stellt sich vor: Dann bekomme ich noch Ihre Krankenversichertenkarte! Vielen Dank, nehmen Sie Platz!

Logo MediNetz Magdeburg e.V.Diese Worte dürften wohl fast jeder/m deutschen StaatsbürgerIn vom regelmäßigen Arztbesuch bekannt sein. Eventuell muss eine Wartezeit toleriert werden. Doch eine Behandlung erfolgt in jedem Fall!

Wie verhält es sich jedoch mit Menschen, die in Deutschland nur geduldet bzw. gar nicht (mehr) registriert sind, also „illegalisiert“ in Deutschland leben? Ob akute Verletzung oder chronische Erkrankung – für diese Menschen ist der Weg zu einer adäquaten medizinischen Behandlung erschwerlich bis nahezu unmöglich.

Die mangelhafte Angleichung der europäischen Sozial- und Gesundheitssysteme sowie finanzielle Notlagen, die eine Aufnahme in eine Krankenversicherung nahezu unmöglich machen, führen dazu, dass auch deutsche StaatsbürgerInnen und EU-BürgerInnen aus dem Gesundheitssystem ausgeschlossen werden.

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Neuer Herzchirurg-Professor der halleschen Unimedizin setzt auf minimal-invasive Eingriffe

Logo Universitätsklinikum Halle (Saale)Etwa 100.000 Eingriffe nehmen Herzchirurgen in Deutschland jedes Jahr vor. Dabei hat sich das Fachgebiet in den vergangenen Jahren rasant verändert. Immer mehr Operationen werden zum Wohle der Erkrankten minimal-invasiv durchgeführt. Einer der Ärzte, die diese Entwicklung bundesweit mitgeprägt hat, wird nun in Halle die Herzchirurgie am Universitätsklinikum Halle (Saale) leiten: Professor Dr. Hendrik Treede trat zum 1. September 2015 seinen Dienst als Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Herzchirurgie und damit die Nachfolge von Professor Dr. Rolf-Edgar Silber an. Professor Silber ist in den Ruhestand getreten. „Ich möchte die Herzchirurgie in Halle weiterentwickeln und finde dafür optimale Voraussetzungen, beispielsweise in der technischen Ausstattung, vor.“ Für ihn sei die Herzchirurgie eine wunderbare Möglichkeit, medizinische und technische Innovationen mit chirurgischem Können zu verbinden.

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Dorothea Christiane Erxleben, ihre Förderer und Zeitgenossen

eine Würdigung zu ihrem 300. Geburtstag

Am 13. November 2015 begehen wir den 300. Geburtstag der ersten deutschen Ärztin Dorothea Christiane Erxleben (1715-1762). Zu ihrem Umfeld gehörte eine Reihe bedeutsamer Vertreter der Medizin- und Geistesgeschichte. Es lohnt sich, deren Leben und Wirken auf das der Jubilarin zu beziehen, weil sich dadurch neue überraschende Sichtweisen auf die Ärztin ergeben. Zusätzliche Bedeutung  gewinnt dieser Ansatz, wenn man dabei die von K. Markau im Jahre 2006 publizierte grundlegende Analyse der Dissertation der Dorothea Ch. Erxleben einbezieht.

Georg Christoph Lichtenberg – ein Verwandter des Doktorvaters der D. Ch. Erxleben
Zu den in diesem Zusammenhang wichtigen Persönlichkeiten gehört neben den Angehörigen der Ärztefamilie Juncker auch der große Physiker G. Ch. Lichtenberg (1742-1799). Ihm verdanken wir wesentliche Beiträge zur Elektrizitätslehre, vor allem jedoch geistvolle Aphorismen, die im deutschen Sprachraum nicht ihresgleichen haben. So heißt es in einem seiner Spruchweisheiten: „Wenn ein Buch und ein Kopf zusammenstoßen und es klingt hohl, ist das allemal im Buch?“

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Die erste promovierte Ärztin in Deutschland

Dorothea Christiana Erxleben (1715–1762) zum 300. Geburtstag

Iatrike techne, medicina, Medizin – alles weiblich. Reiner Zufall? Wenn man sich die heutigen Verhältnisse vergegenwärtigt, ist die Situation zweigeteilt: Während der überwiegende Anteil der Studierenden der Humanmedizin weiblich ist, gehen viele Frauen auf dem Weg in die Leitungsebene verloren. Das beginnt bei der Facharztweiterbildung und endet bei der ordentlichen Professur. Vorbilder können Frauen Mut machen, ihren Karriereweg zielstrebig zu verfolgen. Und wieder einmal lohnt sich ein medizinhistorischer Blick, denn in der Geschichte gab es von Anfang an bedeutende und durchaus einflussreiche Frauen. So auch Dorothea Christiana Erxleben (1715–1762), deren 300. Geburtstag wir 2015 feiern.

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Hallenser Neuropädiaterin erhält 1. Preis auf Internationaler Tagung

OÄ Dr. Steffi PatzerFrau OÄ Dr. Steffi Patzer, Neuropädiaterin der Kinderklinik des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara in Halle/Saale, hat bei der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen und Österreichischen Gesellschaften für Epileptologie und der Schweizerischen Liga gegen Epilepsie in Dresden den 1. Preis des Videoforums erhalten.

Die Neuropädiatrie ist eines der komplexesten Teilgebiete der Kinderheilkunde; sie lebt von klinischer Erfahrung, interkollegialem Austausch und Kontakt zu den Grundlagenwissenschaften. Aus diesem Grund haben sich videobasierte Fallkonferenzen zu einem zentralen Teil internationaler Tagungen entwickelt. Das Auditorium aus ca. 300 Epileptologen hat in diesem Jahr den Beitrag „Retardiert, fiebernd, 3 Tage bewußtlos“ zum 1. Preisträger gewählt. In diesem Beitrag wird das Krankheitsbild der alternierenden Hemiplegie mit einer nachgewiesenen Mutation in einem Kalziumkanal (CACNA-1) ätiopathogenetisch verknüpft und der erfolgreiche Therapieverlauf über 10 Jahre beschrieben.
Frau Oberärztin Dr. Patzer führt die Neuropädiatrie am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara seit vielen Jahren; neben der stationären Diagnostik und Therapie gibt es am Hause eine zertifizierte Epilepsieambulanz für Kinder und ein EEG-Ausbildungszentrum der Pädiatrie in Sachsen-Anhalt.