Magdeburger Rettungshubschrauber„Christoph 36“ mit neuer Technik ausgestattet

Ab sofort steht dem Magdeburger Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung die Funktechnik der Zukunft zur Verfügung: „Christoph 36“ ist jetzt in den Digitalfunk für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) eingebunden. Damit wurde der bisherige Analogfunk abgelöst.

"Der neue Digitalfunk bietet uns in der Luftrettung zahlreiche Vorteile: Er ist verschlüsselt und damit auch abhörsicher. Zudem ist die Sprachqualität verbessert, da Umgebungsgeräusche unterdrückt werden. Damit sind die Besatzungen in der Lage mit allen Rettungskräften wichtige Informationen störungsfrei auszutauschen“, erläutert Christian Schulze, Projektleiter Digitalfunk bei der DRF Luftrettung.

Bislang basierte der Funk zwischen der Besatzung von „Christoph 36“ und den Rettungsleitstellen, Rettungsorganisationen, der Polizei und Feuerwehr auf dem Analogfunk, der zwar noch immer zweckmäßig funktioniert, aber Nachteile hat. Er ist nicht abhörsicher und die Übertragungsqualität ist mitunter schlecht. Seit der Bundestag im Jahr 2006 das „Gesetz über die Errichtung einer Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“ verabschiedet hat, wird am Aufbau eines bundesweiten digitalen Funknetzes gearbeitet. Zukünftig soll damit bundesweit ein einheitliches Funknetz für Rettungs- und Sicherheitskräfte flächendeckend zur Verfügung stehen.

Die Hubschrauber, die jetzt in den Digitalfunk eingebunden sind, sind über ihre Heimatleitstellen hinaus deutschlandweit erreichbar.

Hintergrundinformationen zur Station Magdeburg

Der Magdeburger Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung wird bei Notfällen als schneller Notarztzubringer alarmiert. Dazu ist der Hubschrauber täglich von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern kann er in maximal 15 Minuten erreichen. Neben den kreisfreien Städten Magdeburg und Dessau-Roßlau wird der rot-weiße Rettungshubschrauber auch in die Landkreise Altmarkkreis Salzwedel, Börde, Harz, Jerichower Land, Salzland und Stendal alarmiert. Darüber hinaus wird er auch für den dringenden Transport von Patienten zwischen Kliniken eingesetzt.

I Pi DRF