Symbolische Geste einer für alleUniversitätsmedizin und Krankenhaus Martha-Maria arbeiten zusammen

Die Universitätsmedizin Halle (Saale) und das Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau haben eine Kooperation im Bereich der Thoraxchirurgie vereinbart. Für beide Seiten ist die Zusammenarbeit ein Projekt der Vernunft, von dem ein Signal ausgeht: Auf dem Krankenhaussektor ist eine konstruktive Zusammenarbeit möglich – im Interesse aller Seiten. Beide Verhandlungspartner werden die Thoraxchirurgie in Halle künftig gemeinsam weiterentwickeln. Dabei soll u. a. ein Professor/eine Professorin für Thoraxchirurgie an der Medizinischen Fakultät angesiedelt sein, der/die gleichzeitig Chefarzt/Chefärztin am Krankenhaus Martha-Maria ist. „Der Senat hat der Einrichtung dieser Professur zugestimmt“, berichtet Prof. Dr. Michael Gekle, Dekan der Medizinischen Fakultät. Walther Seiler, der Geschäftsführer des Krankenhauses Martha-Maria Halle-Dölau, berichtet: „Auch der Aufsichtsrat des Krankenhauses Martha-Maria hat entsprechende Grundsatzbeschlüsse gefasst.“ Seiler rechnet damit, dass zeitnah ein Kandidat für Professur und Chefarzt-Position gewonnen werden kann.

„Mit dieser Brückenprofessur stärken beide Häuser nicht nur die fachliche Versorgung der Patientinnen und Patienten in Halle und Umgebung, sondern leisten ihren Beitrag, die Strukturen der Krankenversorgung zukunftsfähig zu machen“, erklärt der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Halle (Saale), PD Dr. Thomas Klöss. „Die Kooperation ist auch ein Teil des Entwicklungskonzeptes der halleschen Universitätsmedizin“, betont Professor Gekle. Die Universitätsmedizin verschaffe sich mit dem Konzept Gestaltungsspielraum für die akademische Profilierung und die Stärkung des Standortprofils. Die Verhandlungen seien sehr zielstrebig und vertrauensvoll verlaufen. Der Ärztliche Direktor von Martha-Maria, PD Dr. Wolfgang Schütte, unterstreicht: „Grundsätzlich sieht Martha-Maria in den Kooperationsgesprächen mit dem Uniklinikum einen guten Weg, die strukturellen Fragen der Krankenversorgung und die Fragen von Lehre und Forschung miteinander zu verbinden.“ Weiter betont er, dass in dieser konkreten Kooperation sehr viel Forschungspotential stecke: „Das wirkt sich positiv auf den Forschungsstandort Halle aus.“ Neben der Einrichtung einer W2-Professor Thoraxchirurgie wird das regionale Lungenkrebszentrum Martha-Maria/Ballenstedt mit dem Krukenberg Krebszentrum der Halleschen Universitätsmedizin kooperieren, z. B. mit Biobanken und Krebsregister. Auch der Forschungsschwerpunkt der Medizinischen Fakultät „Epidemiologie und Pflegewissenschaft“ wird davon profitieren. Das operative Versorgungsspektrum wird zwischen beiden Häusern aufgeteilt: Sämtliche Thoraxeingriffe und Lungenresektionen aus allen onkologischen und pneumologischen Indikationen und alle damit zusammenhängende Operationen finden in Martha-Maria statt. Das Universitätsklinikum konzentriert sich auf Operationen unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine oder eines postoperativen Lungenersatzes, Operationen an Kindern unter 18 Jahren sowie Operationen an Patienten, die aus anderen Gründen bereits im Universitätsklinikum stationär aufgenommen und nur schwer verlegbar sind. Eine Zusammenarbeit in der ambulanten Versorgung wird angestrebt.

Jens Müller
Stabsstelle Presse- und
Unternehmenskommunikation
Leiter und Pressesprecher
Universitätsklinikum Halle (Saale)
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