HYSA Netzwerk Hygiene in Sachsen-AnhaltDas Netzwerk HYSA ist ein interdisziplinäres Netzwerk zur Prävention und Reduktion multiresistenter Erreger (MRE). Die Netzwerkpartner bearbeiten spezifische Fragestellungen zum Umgang mit MRE im Bereich der medizinischen Versorgung. Es werden unter anderem Basisinformationen zum Hygienemanagement in Kliniken, Heimen, Pflegediensten, im Krankentransportwesen und im ambulantärztlichen Bereich, basierend auf den Empfehlungen des Robert Koch-Institutes (RKI), zusammengestellt und zielgruppenspezifische Leitlinien, Merk- und Informationsblätter und einheitliche ambulante und stationäre Screening- und Sanierungskonzepte angeboten sowie Schulungen und Fortbildungsmaßnahmen erarbeitet. Ziel ist auch die Entwicklung eines Konzeptes zum Aufbau einer Surveillance der Antibiotikaresistenz in Sachsen-Anhalt sowie die Etablierung regionaler Netzwerke in den Landkreisen und kreisfreien Städten. Das Netzwerk wurde am 25. Oktober 2010 auf Initiative des Landes gegründet und besteht aus 4 Arbeitsgruppen. Die AG-Mitglieder kommen aus den verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitswesens. Das Netzwerk richtet sich sowohl an medizinisches Personal, an Mitarbeiter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, an betroffene Patienten und Angehörige als auch an eine interessierte Öffentlichkeit.

Eines der Ziele der u.a. vom Bundesgesundheitsministerium initiierten Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) ist die Stärkung und der Ausbau von Surveillance-Systemen zur Erfassung und Bewertung von Daten zur Antibiotika-Resistenz und zum Antibiotika-Verbrauch. Bisher gibt es in Sachsen-Anhalt keine repräsentativen Daten zum Vorkommen von MRE bei Patienten, die in den Krankenhäusern und Arztpraxen behandelt werden. Durch den Aufbau eines Netzwerkes von mikrobiologischen Laboratorien und die Nutzung der Labordaten aus dem Routinebetrieb dieser Laboratorien in Kooperation mit der Antibiotika-Resistenz-Surveillance (ARS) des RKI sollen Resistenzentwicklung, Prävalenz und Häufungen von MRE im stationären und ambulanten Bereich in Sachsen-Anhalt systematisch erfasst und bewertet werden können.

Insbesondere der Umgang mit multiresistenten gramnegativen Erregern (MRGN) stellte in der Vergangenheit zunehmend eine Herausforderung für medizinische Einrichtungen dar. Die KRINKO (Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am RKI) hat im Oktober 2012 eine evidenzbasierte Empfehlung zum Umgang mit MRGN im Bundesgesundheitsblatt veröffentlicht. Basierend auf dieser Empfehlung hat das Netzwerk HYSA u.a. je ein Merkblatt zum Umgang mit MRGN-Patienten im Krankenhaus, in Rehabilitationseinrichtungen und in Alten- und Pflegeheimen sowie ein Informationsblatt für Betroffene und Angehörige erarbeitet. Um alle Patienten, insbesondere auch ausländische Mitbürger zu erreichen, wurden die Informationsblätter zu MRSA bzw. zu gramnegativen Erregern in verschiedene Sprachen übersetzt (vorerst Englisch, Französisch, Russisch, Arabisch und Vietnamesisch). Darüber hinaus bietet das Netzwerk HYSA einen Schulungs- bzw. Mustervortrag zu multiresistenten Erregern an. Der Vortrag, alle Dokumente sowie viele weitere Informationen sind auf der HYSA-Internetseite des Landesamtes für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt veröffentlicht und können dort als pdf-Dokumente heruntergeladen werden. Ersichtlich sind auch alle bisher am Netzwerk teilnehmenden Einrichtungen.

Eine Beteiligung weiterer Akteure des Gesundheitswesens ist ausdrücklich erwünscht! Das Netzwerk setzt sich für die Gewinnung weiterer medizinischer Einrichtungen ein: u.a. sollen weitere Krankenhäuser, stationäre Einrichtungen der Altenhilfe, Rehabilitationseinrichtungen, Rettungs- und Krankentransportdienste sowie niedergelassene Ärzte und Einrichtungen der ambulanten Pflege als Netzwerkmitglieder gewonnen werden. Die entsprechenden Teilnahmevoraussetzungen, wie z.B. die Einhaltung festgeschriebener Hygieneanforderungen entsprechend der KRINKO-Empfehlungen in der Modifikation des HYSA-Netzwerks, finden Sie auf den HYSA-Internetseiten. Ansprechpartner im Rahmen der regionalen Netzwerkbildung sind die zuständigen Gesundheitsämter der jeweiligen Landkreise und kreisfreien Städte. Eine Kontaktaufnahme mit den Mode-ratoren des Netzwerks HYSA ist
über die Internetseite (www.hysa.sachsen-anhalt.de) und E-Mail-Adresse (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) möglich.
Allen Netzwerkpartnern und Teilnehmern soll auch an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich für Ihre geleistete Arbeit sowie für die gute und konstruktive Zusammenarbeit in den vergangenen drei Jahren gedankt werden.

Dr. A. Kaline
Dr. H. Willer
Ministerium für Arbeit und Soziales Sachsen-Anhalt

Dr. C. Kohlstock
Dr. C. Helmeke (EPIET)
Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt

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