Der wunde Punkt 2014 – 5. Interdisziplinäre Fachtagung für Wundbehandler in Sachsen-Anhalt

200 Ärzte und Pflegende kamen zur diesjährigen interdisziplinären Fachtagung für Wundbehandler.

Im Blickpunkt des bereits fünften Expertenforums, das bundesweit auf Interesse stieß, stand: Der Dekubitus – ein drückendes Problem. Praktische Erfahrungen (u. a. Bild unten: Workshop zum Umgang mit Wechsel-Druck-Systemen) wurden dabei ebenso vermittelt wie neue wissenschaftliche Erkenntnisse bei der Dekubitusprophylaxe und der Behandlung, einschließlich der komplementären Themen wie u. a. Schmerz- und Ernährungsmanagement. Auf dem zweiten Programmteil standen renommierte Vorträge von Fachexperten z. B. aus der Klinischen Versorgungsforschung der Charité.

Schätzungen zufolge leiden bis zu 30 Prozent der Bewohner in Pflegeheimen an einem Dekubitus, der fast immer ein Begleitsymptom anderer Erkrankungen ist. Angesichts der demografischen Entwicklung, konkret der Tatsache, dass immer mehr Menschen immer älter werden, muss niemand im Kaffeesatz lesen, dass die Zahl der chronischen Wunden weiter ansteigen wird.

Alle stationären und ambulanten Leistungserbringer müssen sich darauf einstellen, so PD Dr. Jörg Tautenhahn (Bild unten: Einführungsvortrag), Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am Klinikum Magdeburg. Zwar nehme die Dekubitus-Häufigkeit in Krankenhäusern stetig ab, doch täusche dies nicht über das Gesamtbild: Mit zunehmender Pflegebedürftigkeit kranker, älterer Menschen, die vielfach an das Bett gefesselt sind, steige das Risiko für chronische Wunden. „Die Pflegenden stehen vor einer großen Herausforderung.“ Dr. Hans-Hermann Ladetzki, Ärztlicher Leiter des MVZ: „Es mangelt nicht an Versuchen, Methoden und Verfahren, um den Dekubitus und andere chronische Wunden zu verschließen. Unweigerlich drängen sich Fragen nach Ziel und Kosten auf.“

Um die leitliniengerechte Versorgung für chronische Wunden in Einklang mit Qualitätssicherung und Wirtschaftlichkeit zu bringen, wurde in Sachsen-Anhalt auf Initiative des MVZ „Herderstraße“ im vergangenen Jahr das Wundnetz Sachsen-Anhalt gegründet. Die stetige Förderung der Kommunikation aller an der Wundbehandlung Beteiligten ist dabei das zentrale Ziel.

Es umfasst die Regionen Magdeburg, Stendal, den Börde- und Salzlandkreis sowie Mansfeld-Südharz. Alle beteiligten Ärzte und Pflegeeinrichtungen stimmen die Versorgung auf hohem Qualitätsniveau ab und sichern den Patienten so eine hohe Lebensqualität trotz chronischer Wunden. Die Veranstaltung fand unter Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie statt. Die Beteiligung weiterer Verbände und Fachgesellschaften ist von den Organisatoren geplant. Ein klares Zeichen für die weitere Entwicklung des Netzwerkgedankens. Auf ein interessantes Wiedersehen 2015.

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