Logo Harzklinikum Dorothea Christiane ErxlebenAm 19. März 2014 fand im Kurhotel Fürstenhof in Blankenburg die 10. Forensik-Tagung des Institutes für psychiatrische Begutachtung (IPB) der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Harzklinikums Dorothea Christiane Erxleben, Standort Blankenburg, statt. Die wissenschaftliche Leitung dieser Jubiläumsveranstaltung lag wiederum in den Händen von Herrn Chefarzt Dr. Wolf-Rainer Krause. Die organisatorische Leitung hatte in bewährter Weise erneut Oberarzt Dr. Stephan Pecher inne. Es wurden die Referenten eingeladen, die uns bei den vorangegangenen Tagungen mit ihren fundierten Beiträgen am meisten vorangebracht haben.

In seinem Grußwort wies der Minister für Inneres und Sport Sachsen-Anhalt, Herr Holger Stahlknecht, als ehemaliger Staatsanwalt auf die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen begutachtenden, forensischen Psychiatern und der ermittelnden Organe einerseits hin, andererseits auf die Notwendigkeit einer prophylaktischen Außenwirkung am Beispiel des Umganges mit ehemaligen Straftätern wie in Insel. Herr Pecher vom Harzklinikum referierte zur Prognosebegutachtung. Hier gilt es für alle mit diesem Metier Beschäftigten, nachvollziehbare Grundanforderungen zu erfüllen, andererseits ist dies selbstredend eines der schwierigsten Kapitel innerhalb der Forensik.

Herr Prof. Dr. med. Dr. phil. Paul Hoff, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, hob die Wichtigkeit des psychopathologischen Befundes und des daraus resultierenden diagnostischen Prozesses in der Begutachtung hervor. Auch die jeweiligen Neufassungen der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-11) und auch der jetzigen US-amerikanischen Neufassung (DSM – Diagnostic and statistical Manual) der amerikanischen psychiatrischen Gesellschaft setzen tiefschürfende Kenntnisse der Psychopathie voraus. Herr PD Dr. med. Elmar Habermeyer, ehemals Uni Rostock, jetzt Universitätsklinik Zürich, widmete sich dem schwierigen Kapitel Schizophrenie und Delinquenz. Herr Univ.-Prof. Dr. med. Reinhard Haller, Österreich, inzwischen Bestseller-Autor, berichtete über seine Erfahrungen bei der Begutachtung von Querulanten mit paranoider Persönlichkeitsstörung.
Aus seinem jahrzehntelangen Erfahrungsschatz berichtete Rüdiger Maatz, Richter i. R. am Bundesgerichtshof Karlsruhe, unter der Berücksichtigung „Psychische Störung im ThUG“ (Therapieunterbringungsgesetz) in dem Spannungsfeld Therapie und Sicherheit.

Alle Beiträge wurden intensiv diskutiert und bereits zur 11. Jahrestagung am 18.03.2015, u. a. zum Thema Amok, eingeladen.

l Pi und Fotos: Pressestelle Harzklinikum Kerstin Eilers

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