Das AMEOS Klinikum Aschersleben wurde von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) im Verbund des Traumanetzwerkes Sachsen-Anhalt Süd als regionales Traumazentrum eingestuft.

Das Ascherslebener Krankenhaus wurde kürzlich von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) als regionales Traumazentrum anerkannt. Die Gesellschaft bestätigte die Einhaltung der Kriterien zur Behandlung von Schwerverletzten sowie den Nachweis der Erfüllung der Anforderungen des Traumanetzwerkes DGU. Außerdem wurde gleichzeitig die gute Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten und anderen Krankenhäusern gewürdigt. Ziel des Netzwerkes ist, dass Schwer- und Schwerstverletzte optimal und innerhalb kürzester Zeit versorgt werden.

Im Traumazentrum des AMEOS Klinikums Aschersleben können sämtliche Krankheiten und Verletzungen des Stütz- und Bewegungsapparates, Erkrankungen des Gehirns und des zentralen Nervensystems therapiert werden. "Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei die Behandlung mehrfachverletzter, das heißt polytraumatisierter Patienten, ein", erklärt Dr. Hans-Joachim Harnisch, Leiter des Traumazentrums. Die Verletzung mehrerer Organe, die einzeln oder in Kombination eine lebensbedrohliche Verletzung darstellen, erfordert die enge Zusammenarbeit mit anderen Kliniken und Abteilungen am Krankenhaus. "Die Voraussetzungen hierfür werden an unserem Traumazentrum optimal erfüllt: Der Erstkontakt mit dem Patienten erfolgt in der zentralen Notfallaufnahme - je nach Art und Schwere der Verletzung werden im Bedarfsfall Kollegen weiterer Fachgebiete zur Therapie des Patienten herangezogen", so der Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie.

„Als Regionales Traumazentrum sind wir die erste Anlaufstelle in der Region", freut sich auch Krankenhausdirektor Dr. Lars Timm. Eine schnellstmögliche Versorgung von Schwerverletzten kann lebensrettend sein. Ohne Zeitverlust das geeignete Krankenhaus anzufahren, ist ein wesentlicher Vorteil dieser Klassifizierung. Durch die Zertifizierung von Traumazentren ist eindeutig gekennzeichnet, welche Klinik über die geeignete personelle und apparative Ausstattung verfügt.

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie startete 2008 eine Initiative zur Verbesserung von Schwerst- und Mehrfachverletzten. Bei diesen sogenannten Polytraumen liegen gleichzeitig mehrere lebensbedrohliche Verletzungen vor. Optimal versorgt werden kann ein Polytrauma nur in einer Klinik, die über die fachärztliche und apparative Ausstattung verfügt. Diese Richtlinien hat die DGU in einem Weißbuch zusammengefasst.

Team Traumazentrum Ameos Klinikum Aschersleben

Durch die enge Vernetzung unter den praktizierenden Ärzten kann bei Bedarf jederzeit ein entsprechender Facharzt hinzugezogen werden. Das Traumazentrum unter der Leitung von Chefarzt Dr. Hans-Joachim Harnisch (links) arbeitet interdisziplinär mit allen Fachabteilungen des Ascherslebener Krankenhauses zusammen, so zum Beispiel mit der Anästhesie und Intensivmedizin, mit der Radiologie und den Allgemein-, Gefäß-, Viszeral- und Thoraxchirurgen.

Pi und Foto: AMEOS