Logo Medizinisches VersorgungszentrumAm 07. Juli besuchte Norbert Bischoff, Minister für Arbeit und Soziales, das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) „Herderstraße“ in Magdeburg, um sich vor Ort über besondere Behandlungsmodelle zu informieren.

Mit dem „Magdeburger Modell“ beschritten bereits im Jahre 2009 die AOK Sachsen-Anhalt, das MVZ Herderstraße und die Managementgesellschaft der Kassenärztlichen Vereinigung (KVMG) neue Wege in der Behandlung von nicht heilenden Wunden, sogenannten chronischen Wunden. Hierbei handelt es sich um eine auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende Behandlung, bei der alle Beteiligten – Vertragsärzte, Wundschwestern, Sanitätsfachhandel, ambulanter Pflegedienst – wie ein Zahnrad ineinandergreifen.

Seit 2009 wurden bereits mehr als 590 Versicherte im Rahmen dieses Modells erfolgreich behandelt. Nach durchschnittlich 2,5 Monaten waren die Wunden geschlossen, gegenüber mehr als 1,5 Jahren in der sonst üblichen Versorgung. „Mich interessierte besonders, wie das Spezialistenteam im MVZ zusammenarbeitet, um den Patienten schnell zu helfen“, so Norbert Bischoff, Minister für Arbeit und Soziales. „In den vergangenen vier Jahren haben bereits 590 bei der AOK versicherte Patienten mehr Lebensqualität durch solch eine leitliniengerechte Behandlung gewonnen. Das ist gut für die Patienten und auch wesentlich günstiger für die Kasse“, so Ralf Dralle, Vorstand der AOK Sachsen-Anhalt. „Die Haus- und Facharztkollegen nutzen das Angebot einer Zuweisung für maximal drei Quartale zu Gunsten ihrer oft seit längerem betroffenen chronischen Wundpatienten in ein spezialisiertes, integratives Kompetenzzentrum. Durch weitere engagierte, spezialisierte niedergelassene Partner ist die integrative Versorgung auch in der Fläche über Magdeburg hinaus in Sachsen-Anhalt präsent und somit wohnortnah realisierbar.

Die Entwicklung einer netzadaptierten Organisationsstruktur von Spezialisten auf dem Gebiet der chronischen Wunden, eine besondere personelle und apparative technische, wie räumliche Ausstattung, die nach ISO9001 zertifiziert ist, war entscheidend. Die regelmäßige Kommunikation und Transparenz der Protagonisten findet dabei vertieft in einem vierteljährlich stattfindenden Qualitätszirkel statt. Alle zentralen fachlichen Themenbereiche, um die qualitätsorientierte, leitliniengerechte besondere Versorgungsstruktur weiter aufund ausbauen zu können, werden hier diskutiert und umgesetzt. Weiterhin unterstützt ein interprofessionelles und intersektorales Netzwerk aus festgelegten Kooperationspartnern diese umfassende Behandlungs- und Therapiestruktur. Das Netzwerk ist das erste zertifizierte Wundnetz Sachsen- Anhalts*. Der informierte Patient wird zum verantwortlichen Partner des besonderen Behandlungsangebotes über seine Teilnahmeerklärung und seine Behandlungstreue“, sagt Dr. Hans- Hermann Ladetzki, Ärztlicher Direktor des MVZ Herderstraße.

* Zertifizierung gemäß ICW-Wundsiegel

Kontakt:
Christin Fels
Medizinisches Versorgungszentrum
„Herderstraße“
Herderstr. 21, 39108 Magdeburg
Telefon: 0391 73 58 30
Mobil: 0174 17 97 35 6
Telefax: 0391 73 17 075
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!