Ankündigung Symposium

Vom 21. - 23.05.2015 treffen sich auch dieses Jahr wieder im Klinikum Kröllwitz der Martin-Luther-Universität in Halle international und national bekannte Tumorimmunologen, Grundlagenforscher sowie Hämatologen und Onkologen zu dem Symposium „Tumor immunology meets oncology“, welches mit einem Workshop am Vortag gekoppelt ist.

Dabei ermöglicht der Workshop zum einen jungen Wissenschaftlern/ Ärzten, ihre eigenen Forschungsarbeiten aus den Bereichen Tumorimmunologie/Onkologie/Hämatologie vorzustellen, zum anderen wird über neue methodische Ansätze in der Tumorimmunologie, zum Monitoren des Therapieansprechens von Patienten und zur Selektion von Patienten für eine individualisierte (Immun) Therapie berichtet.
Dabei sind zum TIMO-Symposium insgesamt 20 Sprecher eingeladen, deren Arbeiten sich insbesondere auf den translationalen Aspekt der tumor-immunologischen/tumorbiologischen Forschung fokussieren. Die Sprecher werden u.a. innovative Strategien zur Identifizierung von neuen therapeutischen Zielstrukturen und zur prognostischen Relevanz von immunmodulatorischen Molekülen bzw. von Immun-infiltrationen aufzeigen. Des Weiteren gibt es Informationen über (i) die Bedeutung der angeborenen und adaptiven Immunantwort und ihrer Modulation in Tumorpatienten, (ii) die Rolle der Immunüberwachung und (iii) des „Immune escapes“ von Tumoren sowie über (iv) die Zusammensetzung des Tumormikromilieus.

Ebenfalls werden innovative, immuntherapeutische Strategien, die derzeit entwickelt bzw. in klinischen Studien eingesetzt werden, diskutiert. Dazu zählen unter anderem der Einsatz von chimären Antigenrezeptoren, sogenannte „CAR's“, und von adoptiver T-Zelltherapie. Dabei werden T-Zellen eines Tumorpatienten so verändert, dass sie Tumorzellen spezifisch erkennen, angreifen und eliminieren können. Die verschiedenen therapeutischen Ansätze sind klinisch von großer Bedeutung, da eine Vielzahl von zielgerichteten Therapien, wie Tyrosinkinaseinhibitoren und Antikörper, die entweder gegen Wachstumsfaktoren oder immunmodulatorische Moleküle, sogenannte check point Inhibitoren, gerichtet sind, derzeit mit großem Erfolg für die Behandlung von Tumorpatienten eingesetzt werden. Jedoch gibt es bisher kaum Möglichkeiten, das generelle Ansprechen auf diese neuen Therapien oder die Prognose der Patienten über sogenannte Biomarker zu beurteilen.

Somit liegt ein weiterer Fokus dieses Symposiums auf der Entwicklung und Charakterisierung von Biomarkern.

Nährere Informationen zum Programm sind auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, der Society for Immunotherapie of Cancer (SITC) sowie auf der Website des Instituts für Medizinische Immunologie, Halle (Saale) zu finden.