Logo Universitätsklinikum Halle (Saale)Am Freitag, 17. April 2015, fand der 5. Geriatrietag am Universitätsklinikum Halle (Saale) statt. Die Geriatrietage beschäftigen sich immer mit einem anderen Schwerpunkt. Als Hauptthema haben die Organisatoren – die interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Geriatrischer Patient“ am UKH –,  diesmal „Frailty“ gewählt. Der Begriff „ Frailty“ wird allgemein als Gebrechlichkeit ins Deutsche übersetzt. Hierunter ist jedoch nicht  nur die chronische altersabhängige Herabsetzung der individuellen Leistungsfähigkeit, gepaart mit einem Kraftverlust, zu verstehen.  Genau genommen handelt es sich bei Frailty um ein Syndrom, was sich aus unfreiwilligem Gewichtsverlust, objektivierter Muskelschwäche, subjektiver Erschöpfung, Immobilität, Instabilität, Gang- und Standunsicherheit mit Sturzneigung und herabgesetzter körperlicher Aktivität zusammensetzt. Dies führt in Kombination mit Organ- und Funktionsstörungen zu einem erhöhten Aufwand an diagnostischen, pflegerischen und therapeutischen Maßnahmen.

„Dieses komplexe Geschehen möchten wir unter Mitwirkung namhafter Referenten aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten, bewährte Therapiekonzepte erläutern sowie neue Behandlungsansätze vorstellen“, erklärte OA Dr. Rüdiger Neef, der Organisator der Veranstaltung. Zugleich entstehen hieraus aufgrund des stark zunehmenden Anteils der hochbetagten Bevölkerung neue soziale Herausforderungen. Über diese gesamtgesellschaftlichen Aufgaben soll im Rahmen des Geriatrietages diskutiert werden.

Die Veranstaltung, zu der Experten und Referenten aus unterschiedlichen Berufsgruppen und Arbeitsgebieten aus Sachsen-Anhalt und darüber hinaus, erwartet werden, fand im Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Str. 40, Lehrgebäude, zwischen 8.30 und 16.30 Uhr statt. Zu den einzelnen Themenblöcken beleuchteten Experten aus unterschiedlichen Blickrichtungen das jeweilige Thema. Der Geriatrietag fand in diesem Jahr im Rahmen der Demografie-Woche des Landes Sachsen-Anhalt statt.

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