Ernährungsmedizin als zentrale Aufgabe im klinischen Alltag

Bereits zum dritten Mal fand am 06. Juni das Symposium zum Thema „Ernährungsmedizin als zentrale Aufgabe im klinischen Alltag“ statt und das, obwohl die Ernährungsmedizin noch immer ein Stiefkind ist. Doch es hat sich einiges getan in den letzten Jahren und mit dem großen Engagement der Akteure dieses Symposiums – einer Zusammenarbeit der Klinik für Chirurgie des Carl-von-Basedow-Klinikums Bereich Querfurt, der Hochschule Anhalt und der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Klinikums Magdeburg. Auch in diesem Jahr konnte die Fachveranstaltung über 100 Teilnehmer, bestehend aus Ärzten, Ernährungsfachleuten, Pflegekräften und Studenten generieren.

In einer Führungskräfteklausur des Klinikums Magdeburg wurde die Ernährungsmedizin als strategisches Ausrichtungsthema platziert und damit als Veranstaltungsort für die diesjährige Weiterbildung gesetzt.

Das Symposium bot eine breite Themenpalette, welche die Grundlage für einen angeregten Erfahrungsaustausch darstellte. Zunächst wurde von Prof. Dr. Dr. Markus J. Seewald, Hochschule Anhalt, detailliert auf die Bedeutung und Bewertung von pflanzlichen Proteinen eingegangen.

Dr. Carl Meißner, Ernährungsmediziner der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Klinikum Magdeburg gGmbH, widmete sich in seinem Vortrag der Analyse und Budgetrelevanz der Mangelernährung an einem Klinikum der Schwerpunktversorgung und Prof. Dr. Frank Meyer, Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie der Universität Magdeburg, referierte sehr anschaulich zum Thema „Routinemäßige Ernährungsevaluation & -therapie im klinischen Alltag – „STANDARD OPERATING PROCEDURE“ (SOP)“. Den Tagungsvorsitz im ersten Teil hatten Prof. Dr. Gerd Meißner – Chefarzt der Klinik für Chirurgie des Carl-von-Basedow-Klinikums, Prof. Dr. Hendrik Schmidt – Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Endokrinologie und Prof. Dr. Karsten Ridwelski – Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie – letztere am Klinikum in Magdeburg.

Den zweiten Teil der Veranstaltung eröffnete Prof. Dr. Hendrik Schmidt mit dem Thema „Bewegung bei kardiovaskulären Erkrankungen“. Er unterstrich, wie wichtig die frühzeitige und begleitende Bewegungstherapie bei herzkranken Patienten ist. Frau Stefanie Wehner, Ökotrophologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Anhalt in Bernburg, verdeutlichte den „Einfluss der Ernährung auf den rheumatischen Prozess.“ Sie zeigte auf, dass mit einer krankheitsadaptierten Ernährung auch der Schmerzmittelkonsum gesenkt werden kann. Anschließend sprach Frau Helgrid Jaschinski, Diätassistentin am Klinikum Magdeburg, über das Thema „Ernährungsberatung im klinischen Alltag“.
Abgerundet wurde das Symposium durch den Workshop: „Ernährungszustand und Wasserhaushalt mit Bioimpedanzanalyse schnell und einfach bestimmen“.
Die positive Resonanz zu dieser Veranstaltung und vor allem die Potentiale der Ernährungsmedizin geben den Ausschlag für eine Fortsetzung zum „4. Symposium – Ernährungsmedizin im klinischen Alltag“ 2016.
Dank an Frau Heike Gabriel, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit/ Pressesprecherin des Klinikum Magdeburg gGmbH, welche für ein gelungenes Symposium in Vorbereitung und Organisation gesorgt hatte.

Dr. med. Carl Meißner

Korrespondenzanschrift:
Dr. med. Carl Meißner
Ernährungsmediziner
Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Klinikum Magdeburg gGmbH
Birkenallee 34, 39130 Magdeburg
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