Logo Universitätsklinikum Halle (Saale)Das 22. Bad Lauchstädter Venen-Symposium am Samstag, 30. Mai 2015, fand in diesem Jahr unter einem besonderen Vorzeichen statt: Die hallesche Universitätsklinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie ist durch die Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und dem Berufsverband der Phlebologen als Venen-Kompetenz-Zentrum anerkannt worden. „Über diese Anerkennung der Qualität unserer Arbeit freuen wir uns sehr“, sagte Oberarzt Dr. Volker Stadie, welcher zudem die Weiterbildung für Ärztinnen und Ärzte seit vielen Jahren organisiert.

Mit diesem Zertifikat Venen-Kompetenz-Zentrum wird die Klinik hinsichtlich qualitätsorientierter Diagnostik und Therapie geprüft und darüber hinaus die Qualitätsmanagement-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses für Vertragsärzte nachgewiesen. „Mit dem QM-Standard Venen-Kompetenz-Zentrum ist erstmals ein einheitlicher Standard für die phlebologische Versorgung geschaffen worden, der objektiv eine hohe Struktur- und Versorgungsqualität sowie Prozesssicherheit nachweist“, erklärten die Deutsche Gesellschaft für Phlebologie und der Berufsverband der Phlebologen. Um das Zertifikat zu erhalten, müssen die Einrichtungen zahlreiche fachliche Kompetenzen wie fachärztliche Mitarbeiter/innen mit entsprechenden Zusatzqualifikationen sowie diagnostische und therapeutische Möglichkeiten nachweisen

Die Phlebologen beschäftigen sich mit dem Erkennen und Behandeln von Gefäßerkrankungen, insbesondere Venenerkrankungen wie den Krampfadern.

„In diesem Jahr haben wir uns im Rahmen des Symposiums mit chronischen Wunden beschäftigt, wobei der Bogen von der Diagnostik über die Vermeidung von Komplikationen bis hin zu chirurgischen Therapieverfahren gespannt wurde“, erklärte Dr. Stadie über das diesjährige Programm des Venensymposiums. „Zum einen haben wir ein neues Hauttransplantationsverfahren vorgestellt, bei welchem wir selbst schon einige Erfahrungen sammeln konnten. Zum anderen habe ich mich darüber gefreut, dass wir uns bei diesem Symposium auch dem Thema Hygiene gewidmet haben.“ Der Beginn der Veranstaltung stand jedoch im Gedenken an den Begründer des Symposiums, Dr. med. Klaus-Peter Preusser, der im Dezember des vergangenen Jahres verstorben ist. In einem Nachruf wurden die Verdienste von Dr. Preusser in Bezug auf das Venensymposium aber auch sein Berufsleben an der halleschen Medizinischen Fakultät gewürdigt.

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