Herr Dr. med. Patrick Krummenerl Seit dem 1. Juli 2015 gibt es im Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau eine eigene Klinik für Gastroenterologie geben. Diese Fachrichtung befasst sich mit Diagnostik, Therapie und Prävention von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts sowie der mit diesem Trakt verbundenen Organe Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse.

Dr. Patrick Krummenerl, der bisher Oberarzt in der Klinik für Innere Medizin I unter der chefärztlichen Leitung von Dr. Markus Seige war, wurde vom Aufsichtsrat zum Chefarzt der neuen „Klinik für Innere Medizin III – Gastroenterologie“ am Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau berufen. Die offizielle Einführungsveranstaltung fand am 8. Juli um 11:30 Uhr im Krankenhaus statt.

Dr. Krummenerl kam 2010 als Oberarzt in die Klinik für Innere Medizin I unter der Leitung von Chefarzt Dr. Markus Seige. Damals entschied man gemeinsam, die Gastroenterologie, zunächst als angegliederte Abteilung in der Klinik für Innere Medizin I zu belassen. Damit hatte Dr. Krummenerl die Möglichkeit, sich voll auf die medizinisch-fachlichen Aufgaben in seiner Abteilung zu konzentrieren.

Die steigenden Patientenzahlen, eine hervorragende technische Ausstattung und die enge Zusammenarbeit auch mit dem Darmkrebszentrum ließen es jedoch nun geraten scheinen, die Gastroenterologie zur eigenständigen Klinik umzustrukturieren. Die Angliederung der Gastroenterologie an die Kardiologie war zwar in Dölau so gewachsen, aber in den meisten Krankenhäusern sind Gastroenterologie und Kardiologie zwei eigenständige Bereiche, was medizinisch gesehen auch sinnvoll ist. Dr. Markus Seige ist mit Blick auf die Weiterentwicklung der beiden Kliniken überzeugt: „Wir haben einen Zustrom an kardiologischen und gastroenterologischen Patienten, dem wir bisher noch nicht in vollem Umfang gerecht werden konnten. Zwei eigenständige Kliniken bieten ein erweitertes Entwicklungspotenzial, das nun durch die Schaffung adäquater Rahmenbedingungen auch genutzt werden muss.“ In der neuen Struktur kann man von der gewachsenen Gemeinsamkeit profitieren.

Andererseits bietet sie beiden Kliniken neue Chancen für eine Weiterentwicklung und Spezialisierung - zum Beispiel in der kardiologischen Abteilung die Einführung der Elektrophysiologie und in der Gastroenterologie den Ausbau der Diabetologie. Damit erreicht man die bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten.

Die Gastroenterologie hat auch jetzt schon eine hervorragende Ausstattung und bietet ein umfangreiches Portfolio an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in der Endoskopie und Ultraschalldiagnostik. „Wir bekommen daher auch viele Patienten mit gastroenterologischen Fragestellungen aus anderen Krankenhäusern.“, so Krummenerl. Der gute Ruf der Abteilung ist nach seiner Überzeugung vor allem auch ein Resultat der optimalen interdisziplinären Zusammenarbeit.

Mit einer leistungsfähige Visceralchirurgie und einer hochmodernen Radiologie zusammenarbeiten zu können, ist ein Pfund, das Krummenerl nicht mehr missen möchte: „Diese drei Räder müssen ineinandergreifen. Wenn eines davon nicht funktionstüchtig ist, bricht das ganze System zusammen. Wenn sie aber intensiv miteinander kooperieren, dann ist dieses System unüberbietbar.“

Krummenerl wird auch als neu gekürter Chefarzt weiterhin in der Prüfungskommission sitzen. Somit ist die neue Klinik für Gastroenterologie auch für Studenten der Medizin in Weiterbildung zum Facharzt eine attraktive Anlaufstelle.

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