„Fremde Freunde – Refugees Welcome“. Diesen Gruß richten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des St. Elisabeth und St. Barbara Krankenhauses in Halle an Flüchtlinge in ihrer Stadt und in ganz Deutschland. Auf einem Großplakat über dem Eingang des Krankenhauses heißen eine Ordensschwester, ein Arzt und ein Pfleger die Flüchtlinge willkommen, stellvertretend für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses. Angehörige aller Berufsgruppen bekennen sich – mehrsprachig - in einem Videofilm und in einer Plakatserie zu Toleranz, Nächstenliebe und Menschlichkeit. Die Aktion greift den Gedanken "Fremde sind Freunde, die wir noch nicht kennen“ auf.

„In unserem Krankenhaus wird das Thema Toleranz jeden Tag in der gemeinsamen Arbeit gelebt“, erklärt Geschäftsführer Thomas Wüstner. Die 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stammen aus vielen verschiedenen Nationen. „Im Krankenhaus erleben wir, wie bereichernd ein tolerantes, freundliches und aufgeschlossenes Miteinander ist.“

Die Aktion „Fremde Freunde“ ist aber nicht nur an ein Willkommensgruß für Menschen, die auf der Flucht vor Krieg in Gewalt sind, sondern ein Angebot Krankenhauses, ganz konkret medizinische Hilfe zu leisten, wo es nötig ist.

In der Tradition der Heiligen Elisabeth und der Ordensschwestern

Mit ihrem Hilfsangebot knüpfen die Mitarbeiter an das Wirken der Heiligen Elisabeth von Thüringen, einer der Namenspatroninnen des Krankenhauses an. Selbst aus Ungarn kommend, lebte sie als Migrantin in Deutschland und nahm sich der Kranken und Armen an. „Wir stehen in ihrer und in der christlichen Tradition des Ordens, der vor 125 Jahren mit der Gründung des Krankenhaus in Halle die Not der Bevölkerung gelindert hat“, erinnert Reinhard Feuersträter, Seelsorger am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle.

| Pi und Foto: Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle/Saale GmbH