Logo Alexianer„Wallraf-Quartett“ begleitete Veranstaltung musikalisch

Die Alexianer Klinik Bosse Wittenberg feierte am 14. November 2015 zehntes Jubiläum ihres Wittenberger neurologischen Kolloquiums. Das Kolloquium in der Wittenberger Leucorea widmete sich der Liaison von Kunst und Neurologie. Namhafte Referenten aus Medizin und Wissenschaft hielten zwölf Vorträge.

Oberbürgermeister Torsten Zugehör sprach das Grußwort. Die Klinik für Neurologie an der Klinik Bosse organisierte die Veranstaltung.

Feste Größe in der Weiterbildungslandschaft
"Das neurologische Kolloquium hat sich zu einer festen Größe in der ärztlichen und therapeutischen Weiterbildung über Sachsen-Anhalt hinaus etabliert", sagte Chefarzt Dr. Philipp Feige von der Klinik für Neurologie. Er ist wissenschaftlicher Leiter des Kolloquiums. „Wir haben etwa 200 Gäste zur Jubiläumsveranstaltung erwartet.“
Seit 2006 lädt die Klinik für Neurologie jährlich im November niedergelassene Ärzte, medizinisches Personal und interessierte Bürger zum Kolloquium ein. Jedes Jahr steht ein anderes neurologisches Thema im Fokus der Vorträge.

Auffallend viele Künstler von neurologischen Erkrankungen betroffen
Dieses Jahr stellten die Referenten die Symptomatik ausgewählter neurologischer und neuropsychiatrischer Leiden am Beispiel bekannter Künstler und Wissenschaftler vor. Dabei spannten sie den Bogen zur aktuellen leitliniengerechten Therapie. Denn die therapeutischen Konzepte bei neurologischen Erkrankungen haben sich in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt.
Zwischen den Vorträgen machte das „Wallraf-Quartett“ das Wirken der vorgestellten Komponisten mit kurzen musikalischen Beiträgen erlebbar. Das Streichquartett um Musikerin Katja Wallraf und Flötistin Frauke Groß ist Teil der Anhaltischen Philharmonie Dessau.

Die Häufung neurologischer Erkrankungen unter Künstlern ist bemerkenswert. Wolfgang Amadeus Mozart litt am Tourettesyndrom, die Musikerdystonie bereitete Robert Schumanns Karriere als Pianist ein jähes Ende und Fjodor Michailowitsch Dostojewski ist der wohl prominenteste Epilepsiekranke. Ein Vierteljahrhundert lang bis zu seinem Tod quälten Heinrich Heine die Folgen einer Syphilisinfektion. Und Richard Wagner setzte seine Migräne in der Oper „Siegfried“ in Musik um.

| Pi Alexianer