Prof. Dr. rer. nat. Jessica Bertrand
Prof. Dr. Jessica Bertrand

Prof. Dr. rer. nat. Jessica Bertrand, Jahrgang 1978, wurde zum 12. Oktober 2015 auf die Professur für Experimentelle Orthopädie an der Otto-von-Guericke-Universität berufen. An der Orthopädischen Universitätsklinik wird sie künftig den Forschungsbereich Experimentelle Orthopädie leiten.

Die Diplom-Biologin arbeitete nach ihrem Studium an der Universität Osnabrück als Wissenschaftliche Mitarbeiterin bis 2003 an der dortigen Abteilung Mikrobiologie, bevor sie als Doktorandin an das Leibniz-Institut für Artherioskleroseforschung (LIFA) der Universität Münster wechselte. Nach ihrer Promotion war sie Postdoc am Institut für Experimentelle Muskuloskelettale Medizin (IEMM) der Medizinischen Fakultät der Universität Münster und anschließend für ein Jahr im Rahmen eines Stipendiums der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Centre for Experimental Medicine and Rheumatology, Queen Mary in London. Im Jahr 2011 kehrte sie – gefördert durch ein DFG-Stipendium – an das IEMM zurück. 2013 wurde sie in das Emmy-Noether-Programm der DFG aufgenommen. In dieser Funktion leitete die Arthrose-Forscherin die Nachwuchsgruppe Knorpelbiologie am IEMM in Münster.

Der Schwerpunkt der Forschungsarbeit von Prof. Bertrand richtet sich auf die Untersuchung der molekularen Mechanismen der Knorpel-Remodellierung unter physiologischen und pathologischen Bedingungen. Dies umfasst die Mechanismen der enchondralen Ossifikation und pathologischen Prozesse, wie Osteoarthrose, Frakturheilung und rheumatoide Arthritis. Die Kernhypothese ihrer Arbeit ist, dass es zu einer erneuten Aktivierung embryonaler Signalkaskaden kommt, die sowohl während der Frakturheilung, als auch der Osteoarthrose aktiv sind und denen der enchondralen Ossifikation in der Embryonalentwicklung in großen Teilen gleichen.

| Pi und Foto: UKM