Prof. Dr. Thomas Frodl
Prof. Dr. Thomas Frodl

Berufung von Prof. Dr. Thomas Frodl

Prof. Dr. Thomas Frodl ist Direktor der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Magdeburg. Der neuberufene Ordinarius für Psychiatrie und Psychotherapie hat seit dem 1. Oktober 2015 das Amt von Prof. Dr. Bernhard Bogerts übernommen, der nach 21 Dienstjahren in der Universitätsmedizin Magdeburg in den Ruhestand verabschiedet worden ist.

Zur Person: Prof. Dr. med. Thomas Frodl, Jahrgang 1969, begann nach seinem Medizinstudium in Berlin und München 1998 als Assistenzarzt an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der LMU München zu arbeiten, promovierte im Jahr 2000, habilitierte sich 2005 und wurde im selben Jahr zum Oberarzt der Klinik ernannt. Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie übernahm 2008 in Irland einen Lehrstuhl an der Klinik für Psychiatrie der Medizinischen Fakultät des Trinity College Dublin sowie die Funktion des ärztlichen Leiters einer psychiatrischen Versorgungsregion. Nebenberuflich absolvierte er in dieser Zeit eine Ausbildung mit dem Abschluss Master in Arts (M.A.). 2010 wurde Prof. Frodl zum Ärztlichen Direktor der psychiatrischen Kliniken Dublin Süd-West in Verbindung mit dem Trinity College Dublin berufen. Im Frühjahr 2012 übernahm er die Funktion als Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Regensburg am Bezirksklinikum und übte diese Tätigkeit bis zu seinem Wechsel nach Magdeburg aus. 2013 wurde ihm der Titel Außerplanmäßiger Professor verliehen.

Der neue Lehrstuhlinhaber für Psychiatrie und Psychotherapie kann auf der Basis der Vielseitigkeit seiner bisherigen Tätigkeiten auf ein breites Spektrum von klinischen Erfahrungen verweisen sowohl in der Akutpsychiatrie und Krisenintervention als auch in der Diagnostik und Behandlung schizophrener und affektiver Erkrankungen, Psychosen, Demenzen, Suchterkrankungen sowie von Trauma-Folgestörungen.

Bei seinen wissenschaftlichen Untersuchungen widmet er sich neben weiteren Themengebieten schwerpunktmäßig der translationalen neurowissenschaftlichen Forschung bei psychiatrischen Erkrankungen mit Integration bildgebender, neurophysiologischer und genetischer Methoden sowie experimenteller und post-mortem Verfahren.

In der Forschungsarbeit verbinden ihn auf internationaler Ebene Kooperationen mit Universitäten in Kanada, USA, Niederlande, Österreich, GB, Irland, Norwegen und Finnland. Professor Frodl hat mehrere hohe Forschungsförderungen eingeworben. Zudem ist er als Gutachter für zahlreiche Fachzeitschriften tätig.

Vor seinem hiesigen Amtsantritt hatte der neue Chefarzt mehrere Rufe an ausländische Universitätskliniken erhalten, entschied sich aber für die Otto-von-Guericke-Universität.

Prof. Frodl: „Bei der neuen Tätigkeit reizt mich vor allem der weitere Aufbau von therapeutischen Schwerpunkten und modernen Versorgungsangeboten für die Region Magdeburg, die Ausbildung von Medizinern und Psychologen sowie die integrative und klinische Forschung. Besonders wichtig ist mir neben der interdisziplinären Arbeit mit anderen Fachkliniken die Einbindung niedergelassener Kollegen, damit die sektorenübergreifende Versorgung betroffener Patienten weiter verbessert werden kann.“

| Pi und Foto: UKM