Auf Einladung des Landesvorsitzenden Sachsen-Anhalt des Verbands der leitenden Krankenhausärzte (VLK), Dr. B. Klinge, und mit freundlicher Unterstützung der Universitätsmedizin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, fand am Mittwoch, dem 20.01.2016 die erste Landeskrankenhauskonferenz statt.

Teilnehmer waren der Dekan der Medizinischen Fakultät der MLU: Prof. Dr. M. Gekle, der Vorsitzende der Landeskrankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt: Prof. Dr. W. Schütte, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Pflegemanagement, Landesgruppe Sachsen-Anhalt: H. Rafler, der Leiter der Stabstelle Unternehmensentwicklung der Universitätskliniken Halle: C. Weijnar, Hauptgeschäftsführer des VLK: G. Norden und der Landesvorsitzende.

Ziel und Idee der Veranstaltung war es, die Protagonisten der Berufspolitik aller Professionen „an einen Tisch“ zu bekommen, um einen Meinungsaustausch herbeizuführen, der vielleicht in Zukunft Impulse für die einzelnen Verbände und ihre Mitglieder erzeugt. Nach einem Impulsreferat von Dr. Klinge zum Thema der Auswirkungen des Krankenhausstrukturgesetzes (KHSG) auf die Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung erläuterte Prof. Schütte die Position der Landeskrankenhausgesellschaft. G. Norden stellte dann in seinem Referat noch einmal den ordnungspolitischen Rahmen des KHSG in all seinen Facetten dar und positionierte den VLK. H. Rafler konnte dann eindrucksvoll die Situation der Pflege illustrieren und zeigte hier zwar die Intention des KHSG, Abhilfe zu schaffen, welche aber in der Dimension zu kurz greift. Prof. Gekle beleuchtete dann die spezielle Situation der Universitätsklinika im Land, die aufgrund ihrer medizinischen Ausrichtung, mit aller Vorsicht prognostiziert, wahrscheinlich sogar Gewinner des KHSG sein könnten. Bei allen Referenten war aber die Zeitschiene erkennbar, welche die wohl weitreichendste Veränderung, die Implementierung von justitiablen Qualitätsindikatoren betrifft: Generell wird hier keine Veränderung vor 2019/2020 erwartet. Der Vorsitzende der Landeskrankenhausgesellschaft wies dann nochmal darauf hin, dass die Krankenhausstruktur in den neuen Bundesländern eben schon deutlich „KHSG-Konform“ ist, so dass hier Schließungen oder Umwidmungen von Krankenhäusern nicht in größerem Ausmaß anstehen. Nichtsdestotrotz bleiben die Leistungsmengenbegrenzung und die Strukturbereinigung der Krankenhauslandschaft politisches Ziel des KHSG.
In einer sehr angenehmen Gesprächsatmosphäre einigten sich die Beteiligten am Ende der Diskussion auf die Fortführung dieses Formats. Bewusst soll die Gruppe „überschaubar“ gehalten werden, um konstruktiv zu arbeiten. Eine 2. Landeskrankenhauskonferenz Sachsen-Anhalt wird für den Januar 2017 geplant, die Organisation übernimmt der Landesvorsitzende Sachsen-Anhalt des VLK.

Korrespondenzanschrift:
Dr. med. Bernd Klinge
Landesvorsitzender Sachsen-Anhalt des VLK
Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie
HELIOS Klinik Sangerhausen
Am Beinschuh 2a, 06526 Sangerhausen
Tel.: 03464 66 3501