Jahresrückblick Innere Medizin: Was hat sich 2015 getan?

Das Jahr 2015 hat wieder viele neue Entwicklungen, Konzepte und Studien in der Inneren Medizin gebracht. Die internistischen Departments der beiden Uniklinika in Sachsen-Anhalt haben hierzu in Rahmen ihrer Jahresrückblicke Bilanz gezogen. Dies ist der Bericht über die Veranstaltung des Department für Innere Medizin der Universitätsklinik Halle am 16.01.2016 im Schloss Teutschenthal, ein Bericht der Universitätsklinik Magdeburg folgt in Kürze.

Die Kardiologie entwickelt, wie Oberarzt Dr. Sebastian Nuding berichtete, den Gedanken der Teambildung zur Bewältigung komplexer klinischer Pro-bleme weiter. Nachdem die gemeinsame, interdisziplinäre Behandlung für minimalinvasive Herzklappeninterventionen verpflichtend ist, empfehlen Guidelines dies nun auch erstmals für die Behandlung der infektiösen Endokarditis. Neu bei der Diagnostik dieses Krankheitsbildes ist die Stärkung alternativer bildgebender Verfahren (z. B. Kardio-CT und PET/CT). Die neue Leitlinie zum akuten Koronarsyndrom ohne ST-Strecken-Hebungen (NSTE-ACS) ermöglicht die schnellere Diagnostik eines Myokardschadens (NSTEMI) mit einem 1h-Protokoll der Bestimmung hochsensitiver kardialer Troponine und empfiehlt den radialen Zugangsweg zur Verminderung von Blutungskomplikationen.

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Gesundheitsverhalten von Schülern in allen 16 Bundesländern

Logo UKH HalleFaktenblätter geben erstmals Aufschluss 

Wie sieht es eigentlich mit dem Gesundheitsverhalten von Schülern aus? Das wird in der international durchgeführten HBSC-Studie (Health Behaviour in School-aged Children) der Weltgesundheitsorganisation WHO erfasst, für die Professor Dr. Matthias Richter, Direktor des Institutes für Medizinische Soziologe der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, den deutschen Teil leitet. Nun liegen die ersten Ergebnisse der Studie in Form von Faktenblättern für den Befragungszeitraum 2013/14 vor.

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Neue urologische Fachabteilung in der HELIOS Bördeklinik

Logo Helios BördeklinikAm 1. April 2016 eröffnete die HELIOS Bördeklinik eine neue Abteilung für Urologie und Kinderurologie. Zukünftig können sämtliche urologischen Erkrankungen diagnostiziert und behandelt werden. Die Klinik investiert über 1,5 Millionen Euro in Medizintechnik und moderne Räumlichkeiten.

„Ich freue mich außerordentlich, dass wir unser Leistungsspektrum im April um die Urologie und Kinderurologie erweitert haben, um unseren Patienten zukünftig ein noch breiteres Angebot an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten bieten zu können“, sagt Klinikgeschäftsführer Michael Lange.

In der neuen Abteilung können zukünftig Kinder und Erwachsene mit gut- und bösartigen Erkrankungen der Harnwege, der Nieren und Nebennieren, der Prostata, des Hodens und des Penis versorgt werden. Sämtliche Eingriffe werden sowohl minimal-invasiv, also per ‚Schlüssellochchirurgie‘, als auch endoskopisch oder wenn nötig offen durchgeführt. Konservativ können unter anderem Harnsteinleiden therapiert werden, bei denen die Steine beispielsweise durch fokussierte Stoßwellen außerhalb des Körpers entfernt werden können.

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Ambulanz für autoimmun-vermittelte Enzephalopathien und paraneoplastische Syndrome an der Universitätsklinik für Neurologie in Magdeburg etabliert

Logo Neurologische UniEine Einrichtung stellt sich vor

Antikörper-vermittelte Syndrome führten in der Neurologie lange ein Nischendasein. Dies änderte sich, nachdem 2007 die Gruppe um Prof. Josep Dalmau (damals Penn State, heute am Universitätsklinikum Barcelona) die N-methyl-D-Aspartat-Rezeptor (NMDAR)-Antiköper im Liquor von jungen Frauen fand. Diese wiesen alle ähnliche Symptome auf, hatten aus dem Nichts heraus eine Psychose entwickelt und viele zeigten danach epileptische Anfälle bis hin zur gefährlichsten Version, dem Status epilepticus. Viele entwickelten eine bizarre, kataton anmutende Bewegungsstörung. Prof. Dalmau und seine Mitarbeiter konnten zeigen, dass die NMDAR-Antikörper eine Enzephalitis auslösten und somit ursächlich für diese Erkrankung waren. Noch bedeutender war, dass er mittels Immunsuppression (Glukokortikoide, IVIG, Plasmapherese) diese meist jungen Patientinnen heilen konnte und sie meist schon ein Jahr nach dieser schweren Erkrankung ein normales Leben führten. Eindrucksvoll wurde dies von der New Yorker Journalistin Susannah Cahalan in ihrem Buch „Brain on fire: my month of madness“ (auf deutsch: Feuer im Kopf: Meine Zeit des Wahnsinns) beschrieben. Wer einmal eine solche „Wunderheilung“ miterlebt, wird sofort von diesem schnell wachsenden Gebiet der Neurologie fasziniert.

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Neuer Chefarzt der Tageskliniken in Dessau und Zerbst

Logo AlexianerFrank Bauer ist neuer Chefarzt der Tageskliniken des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses Dessau. Neben den zwei psychiatrischen Tageskliniken in Dessau-Roßlau und in Zerbst verantwortet er die dort angesiedelten Institutsambulanzen. Chefarzt Bauer tritt an die Seite von Dr. Dr. Moritz Heepe, ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Psychiatrie im St. Joseph-Krankenhaus Dessau.

Fokus auf Gruppentherapie
Frank Bauer, Jahrgang 1959, ist Facharzt für Psychiatrie. Seit 2001 arbeitete er als Oberarzt der Klinik für psychische Erkrankungen an der Klinik Bosse Wittenberg. Als medizinischer Controller begleitete er die Vorbereitung auf das Entgeltsystem PEPP (Pauschaliertes Entgelt für Psychiatrie und Psychosomatik).

Frank Bauer setzt einen fachlichen Schwerpunkt auf die Gruppentherapie. „Sie ist eine effiziente Art der Behandlung, deren Möglichkeiten über die Arbeit in der Dyade zwischen Patient und Therapeut hinausgehen“, so Hr. Bauer. In der Gruppe erhielten die Patienten unter anderem Rückmeldungen von ihren Mitpatienten. Da sich diese in ähnlichen Lebensumständen befänden, wirke deren Feedback oft besser auf sie als das des Therapeuten.

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