Logo Deutsche Stiftung OrgantransplantationNeben der HELIOS Klinik Sangerhausen in Sachsen-Anhalt wurden das HELIOS Klinikum Erfurt in Thüringen sowie das Klinikum Chemnitz gGmbH in Sachsen am 26. Mai 2016 ausgezeichnet.
Die Transplantationsbeauftragten sowie Ärzte und Pflegende in diesen Krankenhäusern haben sich mit Unterstützung der Krankenhausleitungen mit besonderem Engagement für die Organspende eingesetzt.

Die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner, die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Barbara Klepsch, sowie die Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, Petra Grimm-Benne, ehrten die Krankenhäuser gemeinsam mit der Geschäftsführenden Ärztin der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), Region Ost, Dr. med. Christa Wachsmuth, in einer Feierstunde. „Ohne Organspenden sind lebensrettende Transplantationen undenkbar“, erklärte Heike Werner. „Daher danken wir heute drei Krankenhäusern, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich in beeindruckender Weise für die Organspende und damit für die Patienten auf den Wartelisten zur Transplantation einsetzen. Gerade angesichts des Vertrauensverlustes, der durch Manipulationen bei den Wartelisten in der Vergangenheit ausgelöst wurde, ist es dringend notwendig, auch in den Krankenhäusern immer wieder für das Thema Organspende zu sensibilisieren und die Verfahren transparent zu machen, so wie es die drei ausgezeichneten Krankenhäuser praktizieren.“ „Die heutige Ehrung soll Ansporn und Motivation für alle Kliniken in der Region sein“, sagte Barbara Klepsch. „Trotz der großen Arbeitsbelastung im Alltag der Intensivstationen darf die Organspende nicht vergessen werden.“

„Das Thema Organspende geht nicht nur die Krankenhäuser an“, führte Petra Grimm-Benne aus. „Jeder Bürger sollte sich über Organspende informieren und eine eigene, selbstbestimmte Entscheidung dazu treffen.“ Dr. med. Christa Wachsmuth erinnerte an die Menschen, die nach ihrem Tod Organe für die Transplantation spendeten und an deren Angehörige. „Ihnen gebührt unser Dank und unsere Anerkennung“, betonte die Medizinerin. Der Kaufmännische Vorstand der DSO, Thomas Biet, betonte: „Gesetze und Richtlinien schaffen die Rahmenbedingungen für die Organspende – erfolgreich wird sie aber erst durch das persönliche Engagement und den Einsatz jedes Einzelnen. Wichtig ist es, dieses Engagement zu fördern und wertzuschätzen.“ Seit dem vergangenen Jahr sei die Entwicklung der Zahl der Organspender in Deutschland wieder relativ stabil. Dieser Trend setze sich auch in den ersten vier Monaten im diesem Jahr weiter fort, erläuterte Biet.

Im bundesweiten Vergleich wurde im Jahr 2015 in der DSO-Region Ost die höchste Zahl an Organspenden bezogen auf die Einwohnerzahl erreicht. 137 Menschen spendeten hier nach dem Tod Organe, das waren 16,2 pro eine Million Einwohner. Bundesweit lag diese Zahl bei 10,8. Von Januar bis April 2016 gab es in der Region Ost insgesamt 45 Spender, genauso viele wie im Vorjahreszeitraum.

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