Die 26. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Pneumologie und Allergologie e. V. (APPA) fand vom 27. - 29. Mai 2016 erstmals in Magdeburg statt. Tagungsort war das „KONGRESS & Kulturwerk – fichte“ mit ausreichend Raum für Vorträge, Workshops, Industrie- und Posterausstellung. Im Vorprogramm wurden neben einem Lungenfunktionskurs auch ein Kurs zur allergologischen und pneumologischen Diagnostik einschließlich Inhalationstraining für medizinische Fachangestellte angeboten. Das wissenschaftliche Programm bot ein breites Themenspektrum aus den Bereichen der Kinderpneumologie und Kinderallergologie. Dieses zog sich von der Prävention über die Diagnostik und Therapie kinderpneumologischer und allergologischer Erkrankungen wie Neurodermitis, Nahrungsmittelallergien, Medikamentenallergien, Asthma, Infektionen bis hin zu Fehlbildungen, Mukoviszidose und anderen seltenen Erkrankungen. Atemwegserkrankungen und Allergien sind in der Kinderheilkunde sehr häufige Erkrankungen, welche zur Chronifizierung neigen und mit zum Teil erheblicher Beeinträchtigung der Lebensqualität einhergehen. Hier ist es insbesondere wichtig, durch Präventionsmaßnahmen und frühzeitige adäquate Therapie dem entgegen zu wirken. So wurde beispielsweise die Einführung des Neugeborenenscreenings auf Mukoviszidose, welches ab Juli diesen Jahres geplant ist, ebenso besprochen wie die aktuellen Empfehlungen zu Impfungen bei allergischen Kindern. Das wichtige Positionspapier „Allergie und Impfen“ der GPA (Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin) bietet impfenden Ärzten Informationen über die realistisch zu erwartenden Risiken allergischer Impfreaktionen und den Einfluss von Schutzimpfungen auf die Allergieentwicklung. Auch Kortisonangst oder Therapietreue wurden angesprochen, im Arbeitsalltag häufige Themen in der Arzt-Patienten-Interaktion. Die Tagung ist aufgrund ihres praktisch relevanten Programms auf reges Interesse gestoßen und erhielt positive Resonanz von den Teilnehmern, die ihre neuen Erkenntnisse mit in die Praxis nehmen konnten.

Dr. Ines Adams
Tagungspräsidentin