Das Trainingssystem „neotiv“ zur Vorbeugung von Demenz für das menschliche Gehirn oder auch der Nachweis, dass das sogenannte Signalprotein CtBP1 die Eiweißproduktion in gewissen Zelltypen verhindert – das sind zwei beispielhafte Beiträge, die im letzten Jahr zu den Finalisten des Hugo-Junkers-Preises zählten.

Die Arbeit und die Ergebnisse der beiden dazugehörigen Forscher- und Entwicklerteams vom Institut für Kognitive Neurologie und Demenzforschung (IKND), dem ego.-Gründungstransfer im Projekt neotiv sowie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sind mehr als repräsentativ für die Forschungslandschaft in Sachsen-Anhalt. Das Team des Leibniz-Instituts für Neurobiologie (LIN) Magdeburg nahm seine Auszeichnung zum 3. Platz mit Stolz entgegen. Das Land Sachsen-Anhalt kann sich angesichts solcher Innovationen glücklich schätzen: Ein Fortschritt zum Entgegenwirken der Volkskrankheit Demenz durch das Ingenieurs-, Softwareentwickler-, Industriedesigner- und Technologenteam und der Beleg für einen neuen Signalweg in unseren Nervenzellen durch die lange Forschungsarbeit von Neurowissenschaftlern wurden in der Region entwickelt.

Auch in den davorliegenden Jahren sind im Rahmen der Verleihung zahlreiche Preisträger aus dem medizinischen Bereich hervorgegangen. Dazu zählen unter anderem Dr. Anke Stoll und Dr. med. Cora Wex von der medizinischen Fakultät des Universitätsklinikums für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie Magdeburg für ihre Entwicklung eines Leuchtchips zur gastroenterologischen Markierung von Gewebeveränderungen (2. Platz, Sonderpreis Gesundheit und Medizin aus Sachsen-Anhalt, 2013) oder auch das Forscher- und Entwicklerteam der Universitäts-HNO-Klinik, der Dornheim Medical Images GmbH und des Lehrstuhls für Konstruktionstechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Als die „innovativste Allianz 2014“ wurde das Kollektiv für ein entwickeltes Verfahren zur Herstellung künstlicher patientenindividueller Operationsmodelle des Felsenbeins zum Erlernen, Trainieren und Planen komplexer Ohroperationen ausgezeichnet.

Der Hugo-Junkers-Preis für Forschung und Innovation aus Sachsen-Anhalt wird 2016 zum insgesamt 26. Mal verliehen. Bewerbungen können bis zum 1. September 2016 in den folgenden Kategorien eingereicht werden:

  • Innovativste Vorhaben der Grundlagenforschung,
  • Innovativste Projekte der angewandten Forschung,
  • Innovativste Produktentwicklung und
  • Innovativste Allianz


Der diesjährige Sonderpreis wird an die besten Projekte und Entwicklungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche (IKT) verliehen. Mit Spannung wartet die Jury darauf, welche wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zum Vorschein gebracht werden. Neben den insgesamt 90.000 Euro Preisgeld werden den Finalisten eine Menge öffentliche Aufmerksamkeit und vielversprechende Kontakte garantiert. Ausführliche Informationen zu den Teilnahmebedingungen und Jurymitgliedern finden Sie online unter www.hugo-junkers-preis.de.