Ständige Impfkommission veröffentlicht neue Impfempfehlungen

Logo RKIDie Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) hat ihre neuen Empfehlungen im Epidemiologischen Bulletin 34/2016 veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht die Überarbeitung der Empfehlungen zur Pneumokokken-Schutzimpfung für Senioren und andere gefährdete Risikogruppen. Außerdem gibt die STIKO erstmals Hinweise zur Verringerung von Schmerz- und Stressreaktionen beim Impfen.

Pneumokokken stellen in Europa die Hauptursache von bakteriellen Lungenentzündungen dar. Die STIKO schätzt, dass jedes Jahr mehr als 5.000 Menschen in Deutschland an den Folgen einer Pneumokokken-Erkrankung sterben. Besonders gefährdet sind Kinder unter 2 Jahren, Menschen ab 60 Jahren sowie Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit bestimmten Grundkrankheiten, z. B. Personen mit einer Immunschwäche oder mit chronischen Krankheiten des Herzens oder der Lunge.

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Tätigkeitsberichte der Transplantationszentren für 2015 veröffentlicht

Logo DSOPatienten finden relevante Informationen schneller

Die Tätigkeitsberichte der deutschen Transplantationszentren bieten den Patienten ab diesem Jahr einen schnelleren Zugang zu den für sie relevanten Informationen. Jedes Organ hat in den Berichten ein eigenes Kapitel erhalten. In ergänzenden Grafiken werden die Daten jedes Zentrums über den Verlauf der letzten acht Jahre dargestellt. Interessierte finden die Tätigkeitsberichte auf der Homepage der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO).

Die DSO hat nach dem Transplantationsgesetz (§11, Abs. 5) die Aufgabe, jährlich die Tätigkeitsberichte der Transplantationszentren zu veröffentlichen. Zusätzlich zu den Berichten zu einzelnen Zentren bietet die DSO auch illustrierte Berichte zu jedem Organ an. Die grafische Darstellung der Daten gibt einen Überblick über die Entwicklung der Wartelisten und der Transplantationen in Deutschland. Die Nutzer haben so die Möglichkeit, sich schnell einen ersten Überblick zu verschaffen und dann die Daten einzelner Transplantationszentren im Detail anzuschauen.

Die Tätigkeitsberichte sind unter dem folgenden Link einsehbar:

http://www.dso.de/servicecenter/krankenhaeuser/transplantationszentren.html

| Pi DSO

Videodolmetschen erleichtert Behandlung von Flüchtlingen und Migranten – UKH setzt System aus Österreich ein

Logo UKHDas Universitätsklinikum Halle (Saale) hat im vergangenen Herbst mehrere Migrationsambulanzen eingerichtet, um Flüchtlinge und Migranten adäquat behandeln zu können. Dabei muss allerdings oftmals eine Sprachbarriere überwunden werden, können diese Patienten doch meist kein Deutsch oder Englisch. Und da können bereits einfache Fragen wie „Was fehlt Ihnen?“ oder „Wo sitzt der Schmerz?“ zu einer hohen Hürde werden. Zwar arbeiten in der halleschen Universitätsmedizin Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus mehr als 30 Nationen und kommen Studierende mit Sprachkenntnissen hinzu, doch können diese nicht rund um die Uhr als „Übersetzer“ zur Verfügung stehen beziehungsweise können nicht alle Sprachen abgedeckt werden. Darum setzt das Universitätsklinikum nun das Videodolmetschen ein.

Dabei handelt es sich um ein Angebot einer Firma aus Österreich. „Am UKH läuft das System  seit vier Monaten in einem Probebetrieb, um Erfahrungen zu sammeln“, sagt Frank Dietz, Leiter des Zentralen Dienstes Information und Kommunikation, der die Projektleitung „Videodolmetschen“ im UKH innehat. Dazu wurden Visiten-Wagen auf den Stationen mit einer Kamera und einer Lautsprecher-Mikrofon-Anlage ausgestattet. Außerdem verfügen die modernen Visitenwagen über einen Bildschirm, auf dem auch die elektronische Patientenakte aufgerufen werden kann. Zum Einsatz kommt das Videodolmetschen bisher in den Migrationssprechstunden in der Inneren Medizin, in der Kinder- und Jugendmedizin, in der Zahnklinik sowie in der Zentralen Notaufnahme und in der Psychiatrie.

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Europäischer Dachverband zertifiziert Hand-Trauma-Zentrum am Bergmannstrost

Logo Bergmannstrost Klinikum HalleDer Dachverband der europäischen handchirurgischen Gesellschaften hat jüngst die Klinik für Plastische und Handchirurgie am BG Klinikum Bergmannstrost Halle als Hand-Trauma-Zentrum zertifiziert. Damit gehört das Bergmannstrost bundesweit zu den 35 anerkannten Zentren dieser Art. In Halle ist es das erste mit diesem Schwerpunkt. „Das Bergmannstrost hat in den letzten 20 Jahren die Handmedizin zu einem zentralen Behandlungsschwerpunkt aufgebaut“, erklärt Prof. Frank Siemers, Direktor der Klinik für Plastische und Handchirurgie. Für eine erfolgreiche Zertifizierung muss die Klinik unter anderem eine qualifizierte Rund-um-die-Uhr-Versorgung für Akutverletzungen nachweisen, sichergestellt durch eine Mindestzahl spezialisierter Fachärzte auf diesem Gebiet.

„Als Unfallkrankenhaus behandeln wir stationär jährlich etwa 1000 Patienten mit zum Teil schwersten Handverletzungen. Da die Hand anatomisch sehr komplex ist, müssen die Handchirurgen neben höchster Präzision eine große fachliche Kompetenz und Spezialisierung mitbringen. Die Zertifizierung ist ein Nachweis unserer hohen Qualitätsstandards und der medizinischen Expertise unserer Arbeit“, so Siemers, der selber Handchirurg ist.

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Professor Oliver Thews von der halleschen Universitätsmedizin zum neuen Präsidenten der ISOTT-Gesellschaft gewählt

Prof. Oliver Thews
Prof. Oliver Thews

Professor Dr. Oliver Thews vom Julius-Bernstein-Institut für Physiologie der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist zum neuen Präsidenten der „International Society on Oxygen Transport to Tissue (ISOTT)“ gewählt worden. Die Wahl fand auf der diesjährigen 44. Jahrestagung (10. bis 14. Juli 2016) der Gesellschaft in Chicago (USA) statt. In seiner Funktion als Präsident wird Prof. Thews nun die nächste ISOTT-Jahrestagung in der Zeit vom 19. bis 23. August 2017 an der Medizinischen Fakultät in Halle ausrichten (www.isott2017.org).

ISOTT ist eine multidisziplinäre Fachgesellschaft, die sich mit den verschiedensten Aspekten des Sauerstofftransports im Organismus und seiner klinischen Relevanz beschäftigt. Im Fokus stehen hierbei Fragen des Sauerstofftransports im Blut, Analysen der Mikrozirkulation in Geweben sowie die Bedeutung von Sauerstoff beziehungsweise dessen Mangel für zellbiologische Eigenschaften und die Zellatmung. Zudem werden technische Aspekte behandelt, um die Sauerstoffversorgung von Organen im medizinischen Alltag zu messen, wie beispielsweise das Monitoring der Oxygenierung des Gehirns von Frühgeborenen mittels Infrarotlicht sowie die Analyse klinisch relevanter Fragestellungen, zum Beispiel der Bedeutung von Sauerstoff für die Hirnentwicklung.

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