Die HELIOS Klinik Köthen verfügt seit Neuestem über eines der weltweit modernsten Herzultraschallgeräte. Mit diesem können die Köthener Ärzte das Herz dreidimensional sowie in Echtzeit auf dem Bildschirm schlagen sehen und kardiale Erkrankungen so noch präziser und schneller feststellen.

Die Ultraschalluntersuchung des Herzens ist eine Routineuntersuchung. Sie arbeitet mit schonenden Schallwellen und kann, je nach Anforderung, in Ruhe oder unter Belastung erfolgen. Dafür wird ein Schallkopf auf die Brusthaut über dem Herzen gesetzt. Dieser sendet Ultraschallwellen aus, welche von den Herzstrukturen reflektiert und zum Schallkopf zurückgesendet werden. Dies ermöglicht die bildliche Darstellung und die Beurteilung verschiedener Herzstrukturen und ihrer Funktionen.
In der HELIOS Klinik Köthen lassen sich seit Neuestem dank modernster 4D-Ultraschalltechnologie auch alle Bewegungen des Herzens dreidimensional darstellen. „Während das Herz schlägt, kann man den Herzmuskel, alle Herzklappen und die angrenzenden Gefäße mit dem neuen Gerät dreidimensional und in Echtzeit, somit vierdimensional, beurteilen. Dadurch wird die Diagnostik von strukturellen Herzkrankheiten und Erkrankungen der großen Gefäße deutlich genauer. Sogar die regionale Durchblutung des Herzmuskelgewebes lässt sich so untersuchen“, erklärt Dr. med. Robert R. Flieger, Chefarzt der Klinik für Kardiologie.

„Das neue Herzultraschallgerät bietet gegenüber der bisher genutzten Technik eine noch höhere Auflösung und hat den Vorteil, dass wir mithilfe von 4D-Bildern krankhafte Veränderungen besser verstehen und die Therapie sämtlicher Herzerkrankungen besser vorbereiten können“, informiert Dr. med. Robert R. Flieger. Auch der interventionelle Verschluss des linken Vorhofohres bei Vorhofflimmern, einem vor einem Jahr in der HELIOS Klinik Köthen eingeführten Therapiekonzept, ist so noch sicherer durchführbar.

Bei Patienten mit akuter Herzschwäche und drohendem Kreislaufversagen besteht seit Neuestem zudem die Möglichkeit, Herzunterstützungssysteme über eine Gefäßpunktion zu implantieren. Die sogenannte Mikroaxial-Pumpe fördert dabei kontinuierlich bis zu vier Liter Blut in der Minute aus der linken Herzkammer in die Hauptschlagader und so in den Blutkreislauf. Das Herz wird auf diese Weise aktiv entlastet. Ein herzschwächebedingtes multiples Organversagen kann so in vielen Fällen verhindert werden. Neben dem Universitätsklinikum Magdeburg verfügt die HELIOS Klinik Köthen als einziges Krankenhaus in Sachsen-Anhalt über ein solches System. „Die Behandlung akut gefährdeter Herzpatienten in der 24h-Notfallversorgung ist damit optimal aufgestellt“, sagt Dr. med. Robert R. Flieger. Die HELIOS Klinik Köthen investierte insgesamt 325.000 Euro aus Eigenmitteln in die neue Medizintechnik. „Wir wollen unseren Patienten die bestmögliche medizinische Versorgung zur Verfügung stellen. Dazu gehören auch die modernsten technischen Geräte. Wir freuen uns, dass wir nach der Investition in die beiden Herzkatheterlabore in den vergangenen Jahren nun weitere 325.000 Euro nutzen konnten, um das Leistungsspektrum unserer Kardiologie noch weiter auszubauen“, sagt Klinikgeschäftsführer Florian Kell.

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Foto: HELIOS Kliniken GmbH