Sie markiert das Ende eines wichtigen Lebensabschnittes, nämlich des Studiums: die traditionelle feierliche Verabschiedung der Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Medizin. Für den Jahrgang 2010/11 war dieser Tag an dem 21. Januar 2017 gekommen.

199 Medizin-Absolventen des Jahrgangs 2016 kann die Medizinische Fakultät vorweisen, die erfolgreich ihren Abschluss gemacht haben, wovon 127 weiblich sind. Insgesamt haben fünf Absolventen ein sehr gutes Examen abgelegt, 91 eines mit der Note ,,gut‘‘, 97 mit ,,befriedigend‘‘ und sechs mit ,,ausreichend‘‘.

Unter den Absolventen befanden sich auch zehn ausländische, die aus dem Jemen, Iran, der Türkei, Polen, der Slowakei, Russland und Turkmenistan stammen. Der Jahrgang 2010/11 gehört zudem zu den ersten, die nach dem neuen Curriculum im klinischen Abschnitt des Studiums ausgebildet worden sind. Der Festakt wurde in der Aula im Löwengebäude der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg am Universitätsplatz zunächst musikalisch eröffnet. Mitglieder des Orchesters der Medizinischen Fakultät interpretierten unter der Leitung von Dr. Volker Thäle drei Chöre aus dem Messiah von Georg Friedrich Händel.

Der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Michael Gekle, verwies in seinem Grußwort darauf, wie sich die Approbationsordnungen für Ärzte nach und nach verändern. Heißt es darin seit 2003, dass das Ziel der Ausbildung der „wissenschaftlich und praktisch in der Medizin ausgebildete Arzt mit grundlegenden Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten in allen Fächern“ sein soll, so könnte es künftig, mit der Umsetzung des „Masterplans Medizinstudium 2020“ (MM2020) lauten, dass sich die Ausbildung daran orientieren soll, die Kompetenzen zu vermitteln, die für die zukünftigen ärztlichen Aufgaben notwendig sind. Zudem ermunterte er die Absolventinnen und Absolventen, mutig zu sein und sozusagen freudig an einem Paradigmensturz mitzuwirken. Die Maxime „Hauptsache fertig, Hauptsache erledigt, keine Veränderungen“ sei ein Weg in mittelalterliche Verhältnisse, als die Erde noch eine Scheibe gewesen sei.
Daran fügte sich die Festrede des Lehrpreisträgers (2016) und Fachstudienberaters für den Studiengang Medizin, Prof. Dr. Oliver Thews an, die den Titel ,,Lernen, lernen, lernen... Hört das denn nie auf?‘‘ trug. Sie hielt interessante Einblicke in das Studentendasein von Prof. Thews bereit.

Nach einem Grußwort des Studiendekans der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Matthias Girndt, folgten die Glückwünsche an die Absolventen sowie ein Grußwort von Dr. Simone Heinemann-Meerz, Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt.
Sie trug dafür Sorge, dass die jungen Ärztinnen und Ärzte zumindest regelmäßig an ihre Pflicht erinnert werden, sich weiterzubilden. Die Präsidentin der Ärztekammer wies die Absolventinnen und Absolventen in ihrem Grußwort ein wenig augenzwinkernd in die „Geheimnisse“ der Berufskammersystematik ein, die fast schon eine Wissenschaft für sich sind, und erinnerte an ein weiteres Ereignis, das nun auf sie zukomme: die Mitgliedschaft in der Ärztekammer.

| Pi UKH