Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff hat am 17. Oktober 2016 in der Magdeburger Staatskanzlei Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland an eine Bürgerin und drei Bürger überreicht. Verliehen wurden die Orden von Bundespräsident Joachim Gauck. Haseloff hob bei dieser Gelegenheit die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements für das Funktionieren der demokratischen Gesellschaft hervor: „Die hohe gesellschaftliche Bedeutung des Ehrenamtes zeigt sich im jahrelangen Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger, die selbstlos und mit großem Einsatz ganz wesentlichen Anteil am Funktionieren unseres Gemeinwesens haben. Um auch für künftige Herausforderungen in der Gesellschaft gewappnet zu sein, ist es notwendig, generationenübergreifend für das Ehrenamt zu werben.“

Die 85-jährige pensionierte Ärztin wurde für ihr langjähriges herausragendes ehrenamtliches Engagement für soziale und gemeinnützige Zwecke geehrt. Nach der Wiedervereinigung setzte sie sich an ihrem Wohnort Dessau tatkräftig für soziale Anliegen ein. Sie machte sich 1994 für die Gründung des Multikulturellen Zentrums Dessau stark und gehörte zu dessen Gründungsmitgliedern. Sie ist Mitbegründerin des Runden Tisches gegen Fremdenfeindlichkeit in der Stadt Dessau-Roßlau. Auf ihre Initiative wurde 1995 die Telefonseelsorge Dessau-Roßlau gegründet. Dr. Otto ist Gründungsmitglied des Hospizkreises Dessau. 13 Jahre hat sie Schwerstkranke und Sterbende auf der letzten Wegstrecke ihres Lebens begleitet und deren Angehörigen Trost gespendet. Bis heute ist sie mit Vorträgen und Weiterbildungen im Hospizkreis aktiv. Darüber hinaus wirkt sie in der evangelischen Erwachsenenbildung mit und ist Kirchenführerin in St. Johannis Dessau. 2001 erhielt sie die Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt. „Mit Ihrem unermüdlichen Einsatz haben Sie sich hohe Anerkennung nicht nur in Dessau-Roßlau, sondern weit über die Stadtgrenzen hinaus erworben. Ihre menschliche Wärme sowie ein feiner Sinn für soziale Probleme zeichnen Sie in hohem Maße aus“, wandte sich Haseloff an Otto.

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Foto: Staatskanzlei/V. Kühne