Ministerinnen aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen zeichnen Klinikmitarbeiter aus

Ärzte und Pflegende im AGAPLESION Diakoniekrankenhaus Seehausen in Sachsen-Anhalt, im Städtischen Klinikum Görlitz gGmbH in Sachsen und im Universitätsklinikum Jena in Thüringen haben sich in besonderer Weise für die Organspende eingesetzt. Dafür wurden sie am 01. Juni 2017 von den Gesundheitsministerinnen ihrer Bundesländer gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) ausgezeichnet.

„Im arbeitsreichen Klinikalltag ist es eine zusätzliche Herausforderung, bei einem Patienten, den man trotz aller Maßnahmen nicht heilen kann, an die Möglichkeit einer Organspende zu denken“, sagte Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, in Magdeburg. „Dies wäre der erste Schritt auf dem Weg zur Transplantation, die einem anderen, unbekannten Patienten das Leben retten kann.“

Barbara Klepsch, die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz erläuterte: „Wir wollen die heutige Ehrung auch zum Anlass nehmen, um die Bevölkerung auf das Thema Organspende aufmerksam zu machen. Jeder sollte sich dazu informieren und dann selbstbestimmt eine Entscheidung treffen.“ Sie appellierte an alle Bürgerinnen und Bürger: „Wichtig ist, in der Familie auch über diese Entscheidung zu sprechen. Denken Sie an Ihre Angehörigen: Wie viel leichter ist es für die Angehörigen, wenn sie im Fall der Fälle wissen, wie der Verstorbene zur Organspende stand!“

„Jede einzelne Organspende bedeutet für schwerkranke Patientinnen und Patienten eine Chance auf Leben und die Verbesserung der Lebensqualität“, führte Heike Werner, Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, aus. „Es bedarf einer frühzeitigen und beständigen, aber vor allem auch einfühlsamen Aufklärung, um Menschen zu motivieren, sich mit dem Thema Organspende genauer zu beschäftigen und dabei Hemmschwellen zum Wohle eines anderen Menschen zu überwinden“, sagte sie.

„Wir danken allen Ärzten und Pflegenden, die sich für die Organspende engagieren“, betonte Dr. med. Christa Wachsmuth, Geschäftsführende Ärztin der DSO in der Region Ost. „Die Koordinatoren der DSO stehen rund um die Uhr bereit, um die Kollegen in den Kliniken bei allen Schritten im Organspendeprozess zu unterstützen“, führte sie aus.

„Eine Organspende ist das größte Geschenk, das ein Mensch einem anderen über den Tod hinaus machen kann“, sagte Dr. med. Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der DSO. „Als Koordinierungsstelle setzen wir uns dafür ein, den Willen des Verstorbenen zur Organspende umzusetzen und die gespendeten Organe in bestmöglicher Qualität an die Transplantationszentren zu übergeben“, fasste er zusammen.

| Pi DSO