Dritte Erxleben-Lecture als Festvortrag befasste sich mit dem Thema  „Gesund Altern: Aktuelle Beiträge aus der experimentellen Grundlagenforschung“

Über aktuelle Beiträge aus der experimentellen Grundlagenforschung für ein „Gesundes Altern“ sprach am 11. November 2017 Professorin Dr. Brigitte Vollmar. Die Professorin für experimentelle Chirurgie am Rudolf-Zenker-Institut der Universitätsmedizin Rostock hielt die dritte Erxleben-Lecture als Festvortrag im Rahmen des akademischen Festaktes anlässlich der Urkundenübergabe an einen Habilitanden und eine Habilitandin sowie 106 Doktoranden und Doktorandinnen der halleschen Medizinischen Fakultät. Die Veranstaltung fand in der Aula des Löwengebäudes der Martin-Luther-Universität am Universitätsplatz statt.



Professorin Dr. Brigitte Vollmar, 1961 in Memmingen geboren, hat in Mün-chen Medizin studiert und dieses Studium 1990 erfolgreich beendet. Sowohl bei ihrer Promotion (München, 1991) als auch der Habilitation (Hom-burg/Saar, 1996) beschäftigte sie sich mit chirurgischer Forschung. 1996 erhielt die Medizinerin die Lehrbefugnis für das Fachgebiet Experimentelle Chirurgie. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft zeichnete Brigitte Vollmar mit einem Heisenberg-Stipendium aus. 2002 berief die Universitätsmedizin Rostock sie zur Professorin für Experimentelle Chirur-gie und zur Direktorin des Rudolf-Zenker-Instituts. Die Wissenschaftlerin ist Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und in vielfältigen wissenschaftlichen und medizinischen Organisationen und Gremien engagiert. Für ihre wissenschaftliche Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Die Veranstaltung begann mit der Begrüßung der Gäste seitens des Dekans der Medizinischen Fakultät, Professor Michael Gekle, und einem Grußwort des Prorektors für Struktur und strategische Entwicklung der Martin-Luther-Universität, Prof. Dr. Wolfgang Auhagen. Danach folgte der Vortrag von Professorin Vollmar, die zuvor von apl. Prof. Dr. Uwe Ebmeyer, Vizepräsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, kurz vorgestellt wurde. Nach einem musikalischen Intermezzo folgten die Verleihung der Urkunden und ein musikalischer Abschluss.

Die Erxleben-Lecture ist eingebettet in den akademischen Festakt der Urkundenverleihung an Doktoranden und Habilitanden. Von den Doktoranden und Doktorandinnen, die aus der Humanmedizin, aus der Zahnmedizin sowie aus den medizinischen Wissenschaften kommen, haben einer mit „summa cum laude“, 49 mit „magna cum laude“ sowie 53 mit „cum laude“ abgeschlossen. Außerdem wurden die Preisträger des diesjährigen Doktorandenkongresses der Medizinischen Fakultät ausgezeichnet. Die besondere Vorlesung wird zu Ehren Dorothea Christiane Erxlebens veranstaltet, die 1755 an der Universität Halle zur ersten Ärztin Deutschlands promoviert wurde. Die erste Erxleben-Lecture war 2015 anlässlich des 300. Geburtstages am 13. November von Dorothea Erxleben ins Leben gerufen worden. Den Vortrag hielt Professorin Dr. med. Elke Lütjen-Drecoll von der Universität Nürnberg-Erlangen zum Thema „Zum Sehen geboren, zum Schauen bestellt. Aspekte zur funktionellen Morphologie des Sehorgans“. Im vergangenen Jahr sprach Professorin Dr. rer. nat. Elisabeth Knust (Düsseldorf) über die Taufliege Drosophila in der Wissenschaft. Die Erxleben-Lecture soll zur Tradition werden und jedes Jahr in den Wochen um den Geburtstag von Dorothea Erxleben stattfinden.


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Fotos: UKH/Zentrale Fotostelle