Informationsveranstaltung im Städtischen Klinikum Dessau

Welt-Hirntumor-Tag
Aktuelle Aspekte der Neuroonkologie stehen im Zentrum der diesjährigen Veranstaltung zum Welt-Hirntumor-Tag im Städtischen Klinikum Dessau
Foto: SKD

Laut Weltgesundheitsorganisation – WHO – gibt es mehr als 130 verschiedene Tumoren des zentralen Nervensystems. Sie unterscheiden sich hinsichtlich der zellulären Herkunft, der Zellzusammensetzung und des Wachstumsverhaltens.

Patienten, die an einem bösartigen primären Hirntumor erkranken, müssen sich meist komplexen Behandlungen unterziehen. Sie und ihre Angehörigen durchleben schwierige Situationen, die Ängste wecken aber auch immer wieder Anlass zur Hoffnung geben. Um die Interessen der Betroffenen in den Mittelpunkt zu stellen, findet alljährlich am 8. Juni der Welt-Hirntumor-Tag statt. Rund um dieses Datum veranstalten zahlreiche Krankenhäuser Tagungen und Informationsforen. Die Klinik für Neurochirurgie des Städtischen Klinikums Dessau beteiligte sich bereits zum dritten Mal an dieser Initiative und lud am 9. Juni 2018 zum Symposium für Ärzte, Patienten und Interessierte ein.

Welt-Hirntumor-Tag
Die Deutsche Hirntumorhilfe steht Patienten und Angehörigen beratend zur Seite
Foto: SKD

Die Veranstaltung trug den Titel „Aktuelles in der Neuroonkologie“. Wie der Chefarzt der Dessauer Klinik für Neurochirurgie, Priv.-Doz. Dr. med. habil. Christof Renner, bestätigte, sollen mögliche neue Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt werden: „Neben einem immer ausgefeilteren apparativen Aufwand ist davon auszugehen, dass auch molekulare und alternative Therapiestrategien weiter an Bedeutung gewinnen werden.“


Aktuelles in der Neuroonkologie


Drei Vorträge und zwei Führungen durch spezielle Behandlungsbereiche standen auf dem Programm des Symposiums. Mit Christian Hohaus, dem leitenden Oberarzt der Dessauer Klinik für Neurochirurgie, berichtete ein erfahrener Facharzt über „Apparative Voraussetzungen für eine moderne Neuroonkologie“. Er operiert genau wie der Chefarzt zahlreiche Patienten mit Hirntumoren und kennt die Möglichkeiten und Grenzen der innovativen Medizintechnik im Detail. Welche Chancen neue molekulare Strategien in der Neuroonkologie eröffnen, wusste Priv.-Doz. Dr. rer. nat. Karsten Neumann. Der Biologe ist am Institut für Pathologie des Städtischen Klinikums Dessau tätig und beschäftigt sich intensiv mit der sogenannten personalisierten Krebsmedizin, die auf Biomarkern basiert.

Dem in letzter Zeit viel diskutierten Thema „Methadon“ widmete sich Prof. Dr. rer. nat. Frank Gaunitz. Er leitet die Neuroonkologische Forschung am Universitätsklinikum Leipzig und beantwortete in seinem Vortrag sachlich und kompetent die Frage, was dran ist an der Methadon-Euphorie im Zusammenhang mit dem schwer therapierbaren Hirntumor Glioblastom.


Führungen durch Klinikbereiche


Im zweiten Teil des Symposiums bestand die Chance, eine Führung zum Linearbeschleuniger in der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie zu absolvieren. Der Chefarzt der Klinik, Titularprof. (Univ. Zürich) Dr. med. habil. Ilja Ciernik zeigte hier die moderne, meist ambulant durchgeführte Radiotherapie mit einer Präzision im Zehntelmillimeterbereich auf.
 
Anschließend konnten Interessierte den Neurochirurgen in ihren Klinikbereich folgen. Der Chefarzt und der Leitende Oberarzt stellten dort die Navigation, das Monitoring und den Ultraschall vor, die während der Operation bei Hirntumorpatienten zum Einsatz kommen. Begleitet wurde die Veranstaltung im Städtischen Klinikum Dessau von einer Industrieausstellung und einem Informationsstand der Deutschen Hirntumorhilfe.

| Pi SKD

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