Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (links) und Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner kleben vor dem Roten Turm in Halle das erste von zahlreichen Plakaten, die für den Organspendeausweis werben
Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (links) und Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner kleben vor dem Roten Turm in Halle das erste von zahlreichen Plakaten, die für den Organspendeausweis werben

10. Jahrestag des „Parks des Dankens, des Erinnerns und des Hoffens“

Am 1.9.2018 spielte die Organspende eine wichtige Rolle in der Stadt Halle (Saale). Seit zehn Jahren gibt es hier den „Park des Dankens, des Erinnerns und des Hoffens“. Dieses Jubiläum begangen der Verein zur Förderung der Organspende e. V. und die Stadt Halle (Saale) mit einer Festveranstaltung.

Im Fokus standen an diesem Tag auch die Krankenhäuser und deren Mitarbeiter, die sich für die Organspende engagieren und Transplantationen ermöglichen. Die Gesundheitsministerien aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zeichneten gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) drei Krankenhäuser aus, die sich besonders für die Organspende eingesetzt haben: das Universitätsklinikum Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt), das Sana Klinikum Borna (Sachsen) und die Zentralklinik Bad Berka (Thüringen).

Am Roten Turm auf dem Hallenser Martkplatz; hinten v. l.: Prof. Hans Lilie, Prof. Paolo Fornara (Uniklinik Halle), Prof. Frank-Ulrich Montgomery (Präsident Bundesärztekammer), Dr. Axel Rahmel (Deutsche Stiftung Organtransplantation); vorn v. l.: Sachsens Sozial-Staatssekretärin Regina Kraushaar, Sachsen-Anhalts Sozialministerin Petra Grimm-Benne, Thüringens Sozialministerin Heike Werner, Dr. Christa Wachsmuth (Deutsche Stiftung Organtransplantation)
Am Roten Turm auf dem Hallenser Martkplatz; hinten v. l.: Prof. Hans Lilie, Prof. Paolo Fornara (Uniklinik Halle), Prof. Frank-Ulrich Montgomery (Präsident Bundesärztekammer), Dr. Axel Rahmel (Deutsche Stiftung Organtransplantation); vorn v. l.: Sachsens Sozial-Staatssekretärin Regina Kraushaar, Sachsen-Anhalts Sozialministerin Petra Grimm-Benne, Thüringens Sozialministerin Heike Werner, Dr. Christa Wachsmuth (Deutsche Stiftung Organtransplantation)




Bürgermeister Egbert Geier: „Die Stadt wertet den ‚Park des Dankens, des Erinnerns und des Hoffens‘ als Ort der Begegnung und Kultur weiter auf: Neben dem Ausbau des Wegenetzes wird der Park künftig durch einen Grünzug mit dem Holzplatz verbunden, den die Stadt mit dem Bau des neuen Planetariums, einer Schule und eines Theaterquartiers in den kommenden Jahren zu einem attraktiven Bildungsstandort in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt entwickelt. Der Park – als Teil dieses Projektes – rundet das Ensemble harmonisch ab.

Der Park entsteht seit 2008 auf Initiative des Vereins zur Förderung der Organspende e. V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Halle (Saale). Der Park ist ein Symbol für die Erinnerung und den Dank an die verstorbenen Organspender sowie ein Zeichen der Hoffnung für diejenigen Menschen, die derzeit auf eine Transplantation warten. In diesem Jahr pflanzten die Gesundheitsministerien aus drei Bundesländern im Anschluss an die Festveranstaltung neue Bäume im Park.

„Die Bereitschaft zur Organspende ist ein besonderes Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe über den eigenen Tod hinaus. Daher gebührt den Organspendern und ihren Familien Dank und Anerkennung“, sagte Dr. med. Christa Wachsmuth, Geschäftsführende Ärztin der DSO in der Region Ost (Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen). Sie führte weiter aus: „Damit Organspenden gelingen können, brauchen wir die Unterstützung von Ärzten und Pflegenden in den Krankenhäusern. Daher ehren wir heute beispielhaft drei Kliniken, die sich auf vorbildliche Weise für die Organspende eingesetzt haben.“

„Organspenden erfordern hohe medizinische und menschliche Kompetenz. Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Kliniken, die sich trotz großer Arbeitsbelastung dafür einsetzen und die Angehörigen der Organspender mit großer Anteilnahme begleiten“, so Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt.

„Der heutige Tag bietet die Gelegenheit, die Organspende aus allen Blickwinkeln zu beleuchten: das Gedenken an die verstorbenen Spenderinnen und Spender, die neue Lebensfreude nach einer Transplantation, die Hoffnung auf der Warteliste und die Verantwortung der Medizinerinnen und Mediziner in den Krankenhäusern“, führte Heike Werner, Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie aus. „Das ist eine wichtige Grundlage, um das Thema in die Mitte der Gesellschaft zu rücken.“

Das Universitätsklinikum Halle wird von Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne mit dem Organspende-Zertifikat ausgezeichnet
Das Universitätsklinikum Halle wird von Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne mit dem Organspende-Zertifikat ausgezeichnet



„Organspende ist ein Thema, das jeden angeht. Jeder sollte sich informieren und zu Lebzeiten eine eigene selbstbestimmte Entscheidung treffen“, appellierte Regina Kraushaar, Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz. Das sei auch wichtig aus Fürsorge gegenüber den eigenen Angehörigen, die sonst im Moment der Trauer entscheiden müssten.

Die DSO zeichnet seit vielen Jahren gemeinsam mit den jeweiligen Landesministerien Krankenhäuser aus, die sich besonders vorbildlich für die Organspende engagieren. Ziel ist es, die Anstrengungen einzelner Krankenhäuser zu würdigen und sie weiter zu motivieren. Außerdem soll die Auszeichnung andere Kliniken anspornen, ebenfalls optimale Voraussetzungen für mögliche Organspenden zu etablieren. Die Zahl durchgeführter Organspenden ist hingegen kein vorrangiges Kriterium. Die Auswahl der zu ehrenden Kliniken erfolgt jeweils in Abstimmung mit dem regionalen Fachbeirat einer DSO-Region.

In der DSO-Region Ost gab es in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 94 Organspender. Im selben Vorjahreszeitraum waren es 49. Auch in den einzelnen Bundesländern ist die Zahl der Organspender in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

| Pi DSO

Fotos: Jens Schlüter
im Auftrag des Ministeriums für Arbeit,
Soziales und Integration Sachsen-Anhalt