Die Teilnehmer und Referenten des 2. Magdeburger Pathologie-Symposiums am 22. September 2018 vor dem Gebäude des Instituts für Pathologie auf dem Campus der Universitätsmedizin
Die Teilnehmer und Referenten des 2. Magdeburger Pathologie-Symposiums am 22. September 2018 vor dem Gebäude des Instituts für Pathologie auf dem Campus der Universitätsmedizin

Nach der Premiere im vergangenen Jahr fand zum zweiten Mal das Magdeburger Pathologie-Symposium statt. Die Veranstaltung ist als internationale Plattform für einen regen Austausch der unterschiedlichen diagnostischen Ansätze im Bereich der molekularen Tumorpathologie konzipiert. Diese gewinnt zunehmend an Bedeutung auf dem Weg zu einer maßgeschneiderten, personalisierten Krebstherapie.

Professor Johannes Haybäck, Direktor des gastgebenden Institutes für Pathologie der Universitätsmedizin Magdeburg, bestätigt: „Pathologen aus der ganzen Welt und Top-Experten in ihrer jeweiligen Subspezialität gaben sich hier ein Stelldichein.“ Dies widerspiegelte sich auch in dem Titel des Symposiums: „From East to West in Molecular Tumor Pathology“.

Der Diagnostik- und Wissenschaftsstandort Magdeburg entwickelt sich zielgerichtet zum Zentrum einer interdisziplinären, exzellent positionierten Molekularpathologie, welche die Herausforderungen beispielsweise der Immuntherapien sehr ernst nimmt. Durch die zahlreichen nationalen und internationalen Forschungskooperationen wird die diagnostische Qualität des Instituts anerkannt und weiter gestärkt. Prof. Haybäck: „Dies wurde uns auch durch das Kommen von hochkarätigen Pathologinnen und Pathologen aus Südkorea, Japan, Frankreich, der Schweiz, Österreich und natürlich Deutschland bestätigt.“

Die Schwerpunkte des Symposiums waren auf aktuelle Themen in der Tumorpathologie ausgerichtet. So wurden die Liquid Biopsy und neue Anwendungsbereiche der computerisierten Pathologie neben unterschiedlichen Klassifikationen von Lungen-, Schilddrüsen- und Hodentumoren diskutiert. Der Plenarvortrag wurde von Prof. Nyun Young Park aus Seoul zur Heterogenität von Leberkrebs gehalten. Sie nahm insbesondere Stellung zu Stammzellkomponenten und dem Tumor-Mikromilieu. Darüber hinaus wurden molekulare therapeutische Ansätze und therapierelevante diagnostische Möglichkeiten eingehend diskutiert. Auch wurden neue Klassifikationen der Schilddrüse mit unklarem aggressiven Potenzial besprochen. Weiterhin wurden Weichgewebstumoren, Knochentumoren und neuroendokrine Tumorarten anschaulich dargestellt und kritisch beleuchtet. Perspektiven bezüglich der Relevanz von Zytokinen für die Tumorbiologie und komplexe Modellierungen für immunonkologische Fragestellungen spielten ebenfalls eine Rolle in der Diskussion.

Im Anschluss konnten Prof. Haybäck und sein Team resümieren: „Unsere Fachkollegen und das teils ebenfalls internationale Zuhörerpublikum waren vom Treffen begeistert und freuen sich bereits jetzt schon auf das dritte Magdeburger Pathologie-Symposium im nächsten Jahr.“
 
| Pi UKM

Foto: PD Dr. Norbert Naß/Uniklinik Magdeburg