der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit „Erxleben-Talk“

Urkundenübergabe: Traditionelles Gruppenfoto vor dem Löwengebäude der Martin-Luther-Universität
Urkundenübergabe: Traditionelles Gruppenfoto vor dem Löwengebäude der Martin-Luther-Universität

94 Doktorandinnen und Doktoranden, vier Habilitierte und sechs Doktorjubilare, die vor 50 Jahren promoviert worden sind, erhielten am Sonnabend, dem 10. November 2018, für ihre jeweiligen (Lebens-)Leistung in einem akademischen Festakt ihre Urkunden. Die beiden besten Doktoranden, die mit summa cum laude promoviert worden sind, haben zudem von Rektor Prof. Dr. Christian Tietje die Luther-Urkunde der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erhalten. Damit werden herausragende Leistungen von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern gewürdigt.

Erxleben-Talk
Erxleben-Talk

Statt der Erxleben-Lecture gab es in diesem Jahr ausnahmsweise den „Erxleben-Talk“, weil die geplante Referentin Prof. Sabine C. Herpertz von der Universitätsmedizin Heidelberg krankheitsbedingt absagen musste. Ihre Lecture wird im kommenden Jahr nachgeholt. Sie wird sonst als Programmbestandteil der Urkundenverleihung zu Ehren der in Halle ersten promovierten deutschen Ärztin Dorothea Christiane Erxleben veranstaltet. Der Talk widmete sich ebenfalls dem Thema Frauen in der Wissenschaft und Gleichstellung. Hier berichteten die Professorinnen und Einrichtungsleiterinnen Prof. Dr. Mascha Binder und Prof. Dr. Heike Kielstein dem Dekan, Prof. Dr. Michael Gekle, und der Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Dr. Simone Heinemann-Meerz, in einer kleinen Diskussionsrunde, wie ihre wissenschaftliche Karriere verlaufen ist, aber auch darüber, wie sie die Gleichstellung von Frauen und Männern im medizinischen Wissenschaftsbetrieb wahrnehmen und führten dazu Beispiele aus dem Studium, aber auch aus dem Ausland an.

v. l.: Ärztekammerpräsidentin Dr. Simone Heinemann-Meerz, Onkologie-Professorin Prof. Dr. Mascha Binder, Anatomie-Professorin Prof. Dr. Heike Kielstein und Dekan Prof. Dr. Michael Gekle
v. l.: Ärztekammerpräsidentin Dr. Simone Heinemann-Meerz, Onkologie-Professorin Prof. Dr. Mascha Binder, Anatomie-Professorin Prof. Dr. Heike Kielstein und Dekan Prof. Dr. Michael Gekle

Zum Schluss rieten sie für deren weiteren Berufsweg: Sich Mentoren zu suchen und durchaus die eigene Leistung selbstbewusster zu vertreten, um beispielsweise von Stipendien zu profitieren (Kielstein) und sich eine Nische zu suchen und etwas zu machen, das man selbst will und nicht andere für einen wollen (Binder).

Sie plädierten zudem beide dafür, Strukturen insgesamt familiengerechter zu gestalten und beispielsweise auf Abendtermine möglichst zu verzichten, aber auch dafür, Frauen, die nach einer Geburt frühzeitig wieder in den Beruf zurückkehren, nicht zu stigmatisieren.

Den Abschluss des feierlichen Rahmens bildete wie immer das Gruppenfoto der frischgeehrten Doktorinnen und Doktoren, Habilitierten und Doktorjubilare.

| Pi UKH

Fotos: Fotostelle des Universitätsklinikums Halle (Saale)