Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu Besuch im Paul-Ehrlich-Institut

Die Impfung gegen Grippe ist der wirksamste Schutz vor einer Infektion mit gefährlichen Influenzaviren. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen inzwischen für Risikogruppen die Kosten für die Grippeimpfung mit dem Vierfach-Impfstoff. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn informierte sich anlässlich der neu gestarteten Grippe-Impfsaison vor Ort im Paul-Ehrlich-Institut (PEI) über die Zulassung und Chargenprüfung zur Gewährleistung von Sicherheit und Wirksamkeit der Influenza-Impfstoffe.

Professor Klaus Cichutek, Präsident des PEI: „Wir freuen uns, heute den Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn, im Paul-Ehrlich-Institut zu begrüßen und ihm das breite Spektrum der nationalen und internationalen Aktivitäten im Bereich Arzneimittelregulation und -forschung vorzustellen.“ Impfstoffe sind von zentraler Bedeutung für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Die Experten des PEI genehmigen klinische Prüfungen, bewerten neue Impfstoffe in den Zulassungsverfahren und unterziehen alle für den deutschen Markt vorgesehenen Impfstoffe der Chargenprüfung und geben diese nach erfolgreicher Prüfung frei. Zudem erfassen und bewerten sie Verdachtsfälle von Impfkomplikationen. So sorgt das PEI für Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe.

Hintergrund – Maßnahmen zum Schutz vor Versorgungsengpässen mit Impfstoffen
Um Lieferengpässe von Impfstoffen früh zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen Versorgungsengpässe zu vermeiden, führte das PEI bereits im Jahr 2015 die Lieferengpassliste von Human-Impfstoffen auf den Internetseiten (www.pei.de/lieferengpaesse) ein. Im Juli 2018 wurde dieses Meldeverfahren in Kooperation mit den Impfstoffherstellern weiter verbessert. Medizinische Fachkreise und die breite Öffentlichkeit fragen die tagesaktuellen Informationen rund um die Verfügbarkeit von Impfstoffen stark nach.

Darüber hinaus bietet das PEI seit dem 10. Oktober 2018 ein Online-Formular zur Meldung regionaler Versorgungsengpässe an (www.pei.de/lieferengpaesse-verbrauchermeldung). Hier können Angehörige der Heilberufe sowie Verbraucherinnen und Verbraucher melden, wenn ein Impfstoff, der laut Lieferengpassliste verfügbar ist, regional nicht bezogen werden kann. Dadurch möchte das PEI Erkenntnisse über die Ursachen von regionalen Lieferproblemen gewinnen, um perspektivisch auch solchen Impfstoff-Versorgungsengpässen vorzubeugen.

| Pi (Auszug) PEI