Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „TIMO XV“
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „TIMO XV“

Der Kongress „Tumor Immunology meets Oncology“, kurz TIMO, feierte in diesem Jahr ein kleines Jubiläum. Bereits zum 15. Mal kamen vom 25. bis 27. April 2019 führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Immunologie und Onkologie in Halle zusammen. „TIMO hat sich als exzellente Plattform für den Austausch von Wissenschaftlern, Klinikern sowie auch Jungforschern und als eine der führenden, europäischen Konferenzen im Bereich Tumorimmunologie entwickelt und etabliert“, sagt die Organisatorin Prof. Dr. Barbara Seliger, Direktorin des Instituts für Medizinische Immunologie der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Veranstaltungsort war das Lehrgebäude (FG5/6) des Universitätsklinikums Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40. Mit der steigenden Anzahl von Teilnehmern und dem generell sehr positiven Echo konnten laut Seliger bereits in den letzten Jahren hochkarätige nationale und internationale Sprecher gewonnen werden. In diesem Jahr waren, Deutschland eingerechnet, Forschungseinrichtungen aus 13 Nationen vertreten, darunter aus den USA, Kanada, Singapur, China und Israel. Dazu zählten neben vielen anderen Persönlichkeiten beispielsweise Pamela Ohashi von der Universität in Toronto, Ping-Chih Ho vom Ludwig-Institut für Krebsforschung in Lausanne, Cornelies Melief von der Universität in Leiden, Niederlande, Christopher Klebanoff vom Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York und Ofer Mandelboim von der Hadassah Universität in Jerusalem.

„Die drei Tage sind wie bisher jedes Jahr mit hochkarätigen wissenschaftlichen Vorträgen, einer Postersitzung sowie einem Workshop-Programm gefüllt“, sagt Seliger. Letzteres war bewusst als Forum für Nachwuchswissenschaftler ausgelegt, denen ermöglicht wurde, ihre eigenen Daten in kurzen Vorträgen vorzustellen. Zusätzlich wurden im Rahmen des Workshops neueste Methoden und Techniken im Bereich der Tumorimmunologie und Tumorbehandlung präsentiert.

Der Workshop ging mit einer Poster-Ausstellung einher, die die Diskussion weiterer Projekte und die Etablierung neuer Kooperationen anstrebte. Aufgrund der großen Nachfrage sei in den vergangenen Jahren ein immer breiter gefächertes Angebot entstanden, so Seliger.

Besonders stolz ist die Organisatorin, dass sie vergangenes Jahr Sprecher, die für den Nobelpreis vorgeschlagen waren, für das TIMO-Meeting gewinnen konnte, und nun dieses Jahr mit Professor Shuji Ogino von der Harvard Medical School, dem Broad Institute und Massachusetts Institute of Technology in Boston nicht nur einen ausgewiesenen Experten seines Fachgebietes gewinnen konnte, sondern auch einen der Nominatoren für den Nobelpreis für Physiologie und Medizin 2019. „Das zeigt eindrucksvoll, dass das TIMO-Meeting sich als einer der führenden tumorimmunologischen Kongresse international etabliert hat“, sagt Seliger.

Im Rahmen des TIMO wurden auch dieses Jahr wieder die aktuellen Themen auf den Gebieten Tumorimmunologie und -biologie sowie Onkologie von Top-Wissenschaftlern und -Klinikern präsentiert und auf höchstem wissenschaftlichem Niveau diskutiert. Speziell hatten die mehr als 20 Vorträge unter anderem die verschiedensten Biomarker und Immunzelltypen, Immunmodulierung und Immunantwort, das Tumormikromilieu sowie immuntherapeutische Ansätze, insbesondere auch neue Angriffspunkte für diese, wie beispielsweise Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebs-Immuntherapie zum Thema. Für den persönlichen Austausch außerhalb des Vortragsprogramms diente wie in jedem Jahr der „Networking“-Abend, so Seliger. Dieser fand erneut im Steintor-Varieté statt.

| Pi UKH