Wirkstoff aus Platanenrinde: DFG fördert Projekt zur Brustkrebstherapie mit 645.000 Euro

Ein neues interdisziplinäres Forschungsprojekt der Universitätsmedizin Halle (Saale) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) untersucht Möglichkeiten, die Strahlenresistenz bestimmter Brustkrebstumoren zu überwinden. Dafür sollen die Naturstoffe Betulin und Betulinsäure, die aus Birken- beziehungsweise Platanenrinde gewonnen werden, chemisch so verändert werden, dass sie mit einem sogenannten dualen Targeting Krebszellen gezielt abtöten können und dass Nebenwirkungen minimiert werden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert dieses Vorhaben über drei Jahre mit 645.000 Euro.

Beteiligt sind daran Arbeitsgruppen der Universitätsmedizin Halle (Saale) und des Biozentrums der MLU sowie des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie (IPB). Das Projekt basiert auf gemeinsamen Vorarbeiten von Dr. Matthias Bache, Prof. Dr. Dirk Vordermark (beide Universitätsklinik und Poliklinik für Strahlentherapie des halleschen Universitätsklinikums) sowie Prof. Dr. Reinhard Paschke (Biozentrum der MLU).

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Inventur in der Synapse: Magdeburger Neurowissenschaftler heben SynGO-Wissensdatenbank mit aus der Taufe

Synapsen sind mikroskopisch kleine Strukturen zur Informationsübertragung im Gehirn. Sie enthalten mehrere Tausend einzelner Proteine, die wie molekulare Maschinen zusammenwirken, um Denken, Fühlen und Erinnern zu ermöglichen. Ist die Funktion solcher Synapsenproteine gestört, können Hirnerkrankungen auftreten. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Neurobiologie (LIN) haben dazu beigetragen, viele dieser Synapsenproteine zu entschlüsseln. Nun arbeiten sie gemeinsam mit Kollegen der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) in einem internationalen Experten-Netzwerk mit, um das gegenwärtige Wissen über Synapsenbausteine und ihrer Gene in der SynGO-Datenbank zusammenzutragen.

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Bundesweite Studie zur Krebsnachsorge für junge Erwachsene

Präventionsprogramm an der Uniklinik für Hämatologie und Onkologie

Ist die Akutbehandlung bei einer Krebserkrankung beendet, durchlaufen erwachsene Patienten eine fünfjährige Nachsorge. Bei Kindern und Jugendlichen ist diese zeitlich meist durch das Erreichen des 18. Lebensjahres begrenzt. Zudem sind hierbei für die lebenslange Gesundheit der jungen Erwachsenen zwei relevante Fragen bislang kaum berücksichtigt. Ist eine rein medizinische Nachsorge wirklich ausreichend? Wird auf spezifische Risiken junger Erwachsener nach Krebs systematisch geachtet? Diesen Fragen geht das Forschungsprojekt „CARE for CAYA“ an der Magdeburger Universitätsklinik für Hämatologie und Onkologie unter Federführung der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf nach. Ziel des Präventionsprogramms ist es, langfristig Folgeerkrankungen zu reduzieren oder zu verhindern.

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Die Schmerzambulanz der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie des Universitätsklinikums Magdeburg A.ö.R. lädt zur folgenden interdisziplinären Schmerzkonferenz ein:

28.10.2019 – „Psychoonkologische Fallvorstellungen“
Dr. rer. medic. M. Köhler, Psychologischer Psychotherapeut (TP), Universitätsklinik für Hämatologie und Onkologie Magdeburg
Ort: Schmerzambulanz/Hs. 39, Zeit: 15.00 Uhr

Anmeldung erwünscht: Sr. Hella, Schmerzambulanz, Tel.: 0391/6713350, Fax: 0391/6713971
Die Konferenz wird von der Ärztekammer Sachsen-Anhalt für die Erlangung des Fortbildungszertifikates mit 3 Punkten gewertet.

Investitionsbedarf der Krankenhäuser Sachsen-Anhalts

Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung Halle (isw) legt aktuelle Studie zur finanziellen Situation der Kliniken in Sachsen-Anhalt vor

Das isw – Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung Halle (isw) legte am 24. Juni 2019 in Halle eine Studie zum Investitionsbedarf der Krankenhäuser Sachsen-Anhalts vor. Die von der KGSAN in Auftrag gegebene Studie liefert Ergebnisse zu der in den Kliniken entstandenen Investitionslücke, zum aktuellen Investitionsbedarf sowie zu dessen Vorausschätzung bis zum Jahr 2030. Sie schreibt damit die bereits im Jahr 2015 veröffentlichte Studie aus den Jahren 2006 – 2013 fort. Danach wuchs die durchschnittliche Investitionslücke der Krankenhäuser Sachsen-Anhalts in den Jahren 2006 – 2017 auf 1,5 Mrd. Euro an.

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