lebertransplantierten Patientinnen und Patienten
Prof. Roland S. Croner (zweiter v. l.), Prof. Hans Lippert (dritter v. l.) und Professorin Stefanie Wolff (rechts) gemeinsam mit den lebertransplantierten Patientinnen und Patienten (Foto: Melitta Dybiona)

 

Ende Juni 2019 trafen sich ehemalige Patienten aus Sachsen-Anhalt, die vor über 20 Jahren an der Universitätsklinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie sich einer Lebertransplantation unterziehen mussten.

Eingeladen hatten der Direktor der Klinik, Prof. Dr. Roland Croner und Prof. Dr. Hans Lippert, der von 1993 bis 2013 diese Klinik leitete. Die Patienten, die zu diesem Treffen gekommen waren, wurden in den 1990er Jahren von Prof. Lippert operiert und leben mit der transplantierten Leber seit mehr als 22 Jahren nahezu komplikationsfrei.

Prof. Lippert und Prof. Croner begrüßten ihre Patienten und waren sichtlich glücklich darüber, dass es ihnen auch nach so vielen Jahren gut geht. Einige Patienten hatten an diesem Tag ihren Nachsorgetermin bei Prof. Dr. Stefanie Wolff, die sich mit ihrem Team seit 1995 um die Nachsorge der lebertransplantierten Patienten kümmert. Es war sehr bewegend, als Patienten mit Freude und Dankbarkeit über die Operation und das Leben mit der „fremden“ Leber berichteten.

Eine Patientin war damals gerade mal 30 Jahre alt und Mutter von vier Kindern. Sie schilderte die verzweifelte Situation vor 24 Jahren, als ein plötzliches Leberversagen bei ihr auftrat und sie sich die größten Sorgen um ihre Kinder und den Ehemann machte: „Werde ich meine Kinder aufwachsen sehen? Mit der lebensrettenden Transplantation und der intensiven, wohnortnahen Nachbetreuung konnte ich wieder ein normales Leben führen. Ich war für meine Familie da, erlebte Einschulung, Berufsausbildung und Heirat meiner Kinder. Heute sind wir stolze Großeltern. Wir hoffen, dass diese Behandlung und Betreuung auch in Zukunft hier möglich sein wird.“ Andere Patienten erinnerten sich an die ereignisreichen Tage der Transplantation, darunter Weihnachten, Neujahr oder Feiertage.

Prof. Lippert betonte: „Ich bin sehr stolz darauf, dass wir diese hochspezialisierte Medizin in Magdeburg aufgebaut haben. Vielen Patienten konnten wir so das Leben erhalten. Dies gelang nur, weil es Mitarbeiter, Ärzte, Schwestern und Pfleger und weitere unentbehrliche Mitarbeiter gibt, die 365 Tage im Jahr und 24 Stunden für die Patienten da sind. Das Team verfügt über eine große Erfahrung und natürlich eine hohe Einsatzbereitschaft.“

Abschließend sagte Prof. Lippert, die Tatsache, dass seine Patientinnen und Patienten zu diesem Treffen erschienen waren, ein ganz normales Leben führen, wie andere auch, viel verreisen und für ihre Familien da sind, bestätigt ihn darin, dass diese Struktur seit 25 Jahren gut gearbeitet hat und eigentlich auch ein Qualitätssiegel verdiene.

Darüber hinaus sei Prof. Lippert davon überzeugt, dass die Klinik unter Leitung von Prof. Croner, der auch neue Generationen der Medizintechnik etabliert hat, weiter eine gute Zukunft hat. Das hohe Niveau in der Medizin gilt es, für die Menschen hier zu halten und zu gestalten.

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