Änderungen beim Unfallversicherungsschutz nebenberuflicher Notärztinnen und Notärzte

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege informiert

Das am 11.04.2017 in Kraft getretene "Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung" (HHVG) bringt Änderungen beim Unfallversicherungsschutz vieler nebenberuflicher Notärztinnen und Notärzte im Rettungsdienst mit sich. Darauf weist die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hin. Betroffen sind notärztliche Tätigkeiten im Rettungsdienst, die entweder

  • neben einer Beschäftigung von regelmäßig mindestens 15 Stunden wöchentlich außerhalb des Rettungsdienstes oder
  • neben einer zugelassenen vertragsärztlichen beziehungsweise einer ärztlichen Tätigkeit in privater Niederlassung


ausgeübt werden.

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Rheuma statt Kompartmentsyndrom?

Logo Norddeutsche SchlichtungsstelleAus der Fallsammlung der Norddeutschen Schlichtungsstelle

Kasuistik
Im Rahmen dieses Schlichtungsverfahrens war die Behandlung durch Ärzte eines Klinikums und eines Facharztes für Innere Medizin zu prüfen.

Sachverhalt
Nach sportlicher Betätigung stellte sich ein 23-jähriger Patient mit Beschwerden im Bereich des linken Unterschenkels in der Notfallambulanz eines Klinikums vor. Bei der klinischen und röntgenologischen Untersuchung wurde ein Druckschmerz im Bereich der Tibialis anteriorLoge dokumentiert. Unter der Diagnose einer Überlastung wurde der Patient entlassen. Bei bleibenden Schmerzen nahm der Patient telefonisch Kontakt mit der Notfallambulanz auf, in welcher ein Internist als diensthabender (Assistenz-)Arzt tätig war. Dieser empfahl telefonisch die Einnahme von Schmerzmitteln. Nach erneuter persönlicher Vorstellung in der Notfallambulanz wurde eine zunehmende Schwellung und Spannung im Bereich von Unterschenkel, Knöchel und Fuß sowie ein unauffälliger Pulsstatus beschrieben. Zu diesem Zeitpunkt war auch ein behandelnder Chirurg anwesend. Gemeinsam einigte man sich auf die Verdachtsdiagnose eines rheumatischen Geschehens und empfahl die Vorstellung beim Hausarzt.

Am Vormittag des folgenden Tages stellte sich der Patient bei seiner Hausärztin vor, die sofort den Verdacht auf ein Kompartmentsyndrom links hatte und an einen Chirurgen überwies. Von der Chirurgischen Praxis wurde eine deutliche Schwellung des Unterschenkels mit Fußheberschwäche festgestellt und in die Unfallklinik des Klinikums eingewiesen. Hier wurde noch am selben Abend die Kompartmentspaltung durchgeführt und die Wunde offen weiter behandelt. Folgend wurden weitere Eingriffe erforderlich: Der abgestorbene Tibialis anterior-Muskel wurde entfernt und schließlich wurde der definitive Hautverschluss über Spalthauttransplantat erreicht. Die Entlassung erfolgte am 16. November.

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Notwendige Zusammenarbeit von Neurologen und Augenärzten bei Sehbeschwerden

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Kasuistik

Eine 40-jährige Patientin wurde vom 25. August bis 6. Oktober 2013 in einer Klinik für Psychosomatische Medizin stationär behandelt. Während des stationären Aufenthalts bemerkte die Patientin am 29. August eine akut aufgetretene und sich in den nächsten beiden Tagen verschlimmernde Sehbeeinträchtigung des rechten Auges. Diese wurde am 31. August von dem konsultierten Oberarzt der Neurologischen Klinik als dringend verdächtig auf eine Retrobulbärneuritis diagnostiziert und die stationäre Aufnahme in die Neurologische Klinik für den nächsten Tag vereinbart. Dort wurde die Patientin mit Cortison-Injektionen behandelt, am 6. September in die psychosomatische Klinik zurückverlegt und von dort am 6. Oktober entlassen.

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Die Abrechnung der ärztlichen Leichenschau – Die Ziffer 50 GOÄ neben der Ziffer 100 GOÄ auch strafrechtlich relevant?!

Die Ärztekammer prüft regelmäßig Abrechnungen von ärztlichen Leichenschauen. Hierbei ist festzustellen, dass sehr häufig neben der Ziffer 100 GOÄ (Untersuchung eines Toten – einschließlich Feststellung des Todes und Ausstellung des Leichenschauscheines) die Ziffer 50 GOÄ (Besuch, einschließlich Beratung und symptombezogene Untersuchung) mit den entsprechenden Zuschlägen E bis H abgerechnet werden.

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Dislozierte proximale Humerusfraktur

Norddeutsche SchlichtungsstelleAus der Fallsammlung der Norddeutschen Schlichtungsstelle

Kasuistik
Eine Patientin wurde am 1. Oktober nach einem Sturz in das Krankenhaus A eingeliefert. Bei der klinischen und röntgenologischen Untersuchung zeigte sich eine dislozierte proximale Humerusfraktur, welche am 11. Oktober operativ versorgt wurde. Laut Operationsbericht wurde intraoperativ die Eintrittsstelle für den Nagel mit einem K-Draht markiert und mittels Bildwandler kontrolliert. Nach Einbringen eines Führungsdrahts und Auffädeln der Fraktur wurde der Schaft aufgebohrt und ein 8/7 Trigen-Nagel in 260 Millimetern Länge eingebracht. Die Fragmente legten sich gut an. Mit dem Bildverstärker wurde die Stellung kontrolliert und drei proximale Verriegelungsschrauben eingebracht. Distal wurde frei handverriegelt mit einer Schraube. Die Röntgenkontrolle nach Abschluss der Osteosynthese wurde mit guter anatomischer Reposition, ohne Impingement, angegeben.

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