Portkatheterentfernung – Messen ist besser als schätzen!

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Kasuistik
Bei der 55-jährigen Patientin wurde im 2005 eine akute myeloische Leukämie festgestellt. Zur Behandlung war ein Portkathetersystem notwendig, welches im Bereich der rechten Schulter implantiert wurde. Da im März 2010 die Erkrankung als in Remission galt, wurde die Indikation zur Portkatheterentfernung gestellt.
Diese wurde im Juli 2010 durch einen Facharzt für Chirurgie in Lokalanästhesie durchgeführt. Aufgrund ausgeprägter adhärenter Verwachsungen gestaltete sich die Präparation schwierig. Der Port wurde dargestellt und der Katheter freigelegt. Anschließend erfolgten die Entfernung des Ports und des Katheters.

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Sturz im Krankenhaus – unvermeidbar oder Fehlerfolge?

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Kasuistik

Der 79-jährige Patient, bei dem ein dementielles Syndrom vorlag, wurde am Abend des 6. April 2009 mit Verdacht auf das Vorliegen transitorisch-ischämischer Attacken (TIA) mittels Rettungswagen aus seiner Pflegeeinrichtung in ein Krankenhaus gebracht und dort in der Abteilung für Innere Medizin / Gastroenterologie aufgenommen. Vorausgegangen war am Nachmittag eine kurzzeitige (zwei bis drei Minuten) Nichtansprechbarkeit und das Auftreten einer verwaschenen Sprache.

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Der unauffällige Operationsbericht und die Durchtrennung des N. peroneus

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Kasuistik

Bei einem 20-jährigen Patienten wurde im Oktober 2006 ein Osteochondrom am linken proximalen Wadenbein operativ entfernt. Postoperativ bestanden eine Lähmung der vom Nervus peroneus versorgten Muskulatur und eine Teil-lähmung der vom Nervus tibialis innervierten Muskeln. Im Verlauf verblieb eine komplette N. peroneus-Parese. Diese wurde fortlaufend neurologisch kontrolliert und medico-physikalisch und orthetisch behandelt. Schließlich wurde zwölf Monate später neurochirurgisch interveniert, ein Defekt des N. peroneus im ehemaligen Operationsgebiet festgestellt und ein N. suralis-Transplantat eingefügt.

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