Die Abrechnung der ärztlichen Leichenschau – Die Ziffer 50 GOÄ neben der Ziffer 100 GOÄ auch strafrechtlich relevant?!

Die Ärztekammer prüft regelmäßig Abrechnungen von ärztlichen Leichenschauen. Hierbei ist festzustellen, dass sehr häufig neben der Ziffer 100 GOÄ (Untersuchung eines Toten – einschließlich Feststellung des Todes und Ausstellung des Leichenschauscheines) die Ziffer 50 GOÄ (Besuch, einschließlich Beratung und symptombezogene Untersuchung) mit den entsprechenden Zuschlägen E bis H abgerechnet werden.

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Dislozierte proximale Humerusfraktur

Norddeutsche SchlichtungsstelleAus der Fallsammlung der Norddeutschen Schlichtungsstelle

Kasuistik
Eine Patientin wurde am 1. Oktober nach einem Sturz in das Krankenhaus A eingeliefert. Bei der klinischen und röntgenologischen Untersuchung zeigte sich eine dislozierte proximale Humerusfraktur, welche am 11. Oktober operativ versorgt wurde. Laut Operationsbericht wurde intraoperativ die Eintrittsstelle für den Nagel mit einem K-Draht markiert und mittels Bildwandler kontrolliert. Nach Einbringen eines Führungsdrahts und Auffädeln der Fraktur wurde der Schaft aufgebohrt und ein 8/7 Trigen-Nagel in 260 Millimetern Länge eingebracht. Die Fragmente legten sich gut an. Mit dem Bildverstärker wurde die Stellung kontrolliert und drei proximale Verriegelungsschrauben eingebracht. Distal wurde frei handverriegelt mit einer Schraube. Die Röntgenkontrolle nach Abschluss der Osteosynthese wurde mit guter anatomischer Reposition, ohne Impingement, angegeben.

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Urteile des Bundesgerichtshofs zur Arzthaftung in 2016/2017

Als höchstes deutsches Zivilgericht prägt der Bundesgerichtshof (BGH) seit Jahrzehnten die Arzt- und Krankenhaushaftung. Dazu ermittelt er keine Sachverhalte (das ist Aufgabe der Untergerichte) und er stellt auch keine Behandlungsfehler fest (das ist Aufgabe der medizinischen Sachverständigen). Der BGH verantwortet die rechtlichen Rahmenbedingungen, also die „eigentliche“ Juristerei. Seine Regeln finden sich nicht nur in dem seit 2013 geltenden Patientenrechtegesetz („Gesetz zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten“), sondern sie sind auch immer wieder die Grundlage für die Entscheidung von Einzelfällen.

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