Wir gratulieren im April

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

01. April    Dr. med. Nikolaus Särchen
Lutherstadt Wittenberg
02. April    Dr. med. Günther Scheithauer
Zerbst
05. April    Dr. med. Peer Oliver Philipp
Sprakensehl
06. April    Dipl.-Med. Sonja Gukasjan
Biederitz
08. April    Dr. med. Fred-Reinhard Puhlmann
Dessau-Roßlau

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Karen Krüger - Eine Reise durch das islamische Deutschland

Karen Krüger - Eine Reise durch das islamische Deutschland
Rowohlt Verlag Berlin 2016, ISBN 978-3-87134-832-7, geb. mit Schutzumschlag im Oktavformat, 349 S., 19,95 €

Buchrezension

„Leben und Sterben in der Ferne“, „Was wird in den Moscheen gepredigt“, „Ein türkisches Dorf namens Goethestraße“, „Christlich, muslimisch – Hauptsache schwäbisch“, so lauten einige der gedoppelten Überschriften zu den sechzehn Kapiteln dieses Buches. Karen Krüger ist dafür in alle Enden ihres Heimatlandes Deutschland gereist, die Redakteurin der Sonntagszeitung der Frankfurter Allgemeinen, auch mit Kopftuch, wenn es die Höflichkeit verlangte. Die Themen, wie sie sich in den Kopfzeilen äußern, versprechen dem politisch und gesellschaftlich durchschnittlich Interessierten Aufklärung und Erkenntnisgewinn in entspannter Weise, geradezu Lesespaß. Ein Anspruch auf ordentliche Systematik in den Inhalten oder kühle Distanz zu den Protagonisten der Geschichten resp. geschilderten Handlungen ergibt sich aus der Lektüre nicht. Es ist kein Lehrbuch – und doch ist es ein solches, wie man bald bemerkt. Es ist ein Sachbuch der angenehmen Art, vermittelt viele Fakten.

Vier Millionenen Muslime leben z. Zt. in Deutschland, Flüchtlinge nicht eingerechnet. Sie beten in ca. 3.000 Moscheen, prächtigen wie aus Tausendundeinernacht und Hinterhofschuppen ohne jedes orientalische Flair. Sie gehören zu Deutschland, sofern sie nach eigener Bekundung grundgesetzkonform, friedliebend, undogmatisch und von fremden Staaten unabhängig sind. Die Säulen ihrer Religion sind das Glaubensbekenntnis, das Gebet, die Almosensteuer, das Fasten im Ramadan und die Wallfahrt nach Mekka. Wird ein Herrschaftsanspruch geltend gemacht, ist es keine Religion mehr sondern eine Ideologie.

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Wir gratulieren im März

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

01. März Dipl.-Med. Jürgen Kellner
Quedlinburg
04. März Dr. med. Bernd Glowacki
Satuelle
05. März Dr. med. Doris Schultz
Magdeburg
06. März Dipl.-Med. Kristina Gehrke-Voigt
Wettin-Löbejün
08. März Abdulgabar Saeed
Stenda

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Der Chirurg und Gynäkologe Paul Bosse

Paul Bosse 1881 – 1947
Paul Bosse 1881 – 1947

Am 5. März jährt sich zum 70. Mal der Todestag von Paul Bosse, Chirurg, Gynäkologe und Geburtshelfer aus Wittenberg.

Vielen Wittenbergern ist der Name Bosse noch im Zusammenhang mit der ehemaligen Entbindungsklinik in der Heubnerstraße oder dem Reinsdorfer WASAG-Sprengstoffunglück bekannt.
Wer war Paul Bosse?

Julius Paul Bosse wird am 8. März 1881 in Wittenberg als 3. Sohn des Kaufmanns und Stadtrates Julius Bosse geboren. Er studiert Medizin in Genf, Paris, Berlin und Freiburg i. Br., dort promoviert er 1904 „zur Erlangung der Doktorwürde in der Medicin, Chirurgie und Geburtshilfe“ mit dem Thema „Über interstitielle Gravidität“.
Er lässt sich in Wittenberg als praktischer Arzt nieder und heiratet 1906 Käte Ledien, die aus einer angesehenen Wittenberger Rechtsanwaltsfamilie stammt. Diese Familie war im 19. Jahrhundert vom jüdischen zum christlichen Glauben übergetreten, der Name änderte sich von Levin in Ledien.

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Die ärztliche Kunst und Johann Thal in Peseckendorf

Abb. 1: Briefsiegel und Unterschrift von Johann Thal. Die Unterschrift ist zu lesen als „Johann Thall manu propria (und die beiden letzten Worte ineinander verschränkt, z. T. abgekürzt und verschnörkelt)“; zu Deutsch: Johann Thall mit eigener Hand (letzteres sehr wahrscheinlich nicht im Sinne eines Kopierzeichens). Das Siegel (Abzeichnung in A) zeigt einen Schild mit einem Baum. Auf dem Schild stehen die Initialen Johann Thals „I“ und „T“. Quelle: Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, LASA, H 8, B XVI Nr. 5a.
Abb. 1: Briefsiegel und Unterschrift von Johann Thal. Die Unterschrift ist zu lesen als „Johann Thall manu propria (und die beiden letzten Worte ineinander verschränkt, z. T. abgekürzt und verschnörkelt)“; zu Deutsch: Johann Thall mit eigener Hand (letzteres sehr wahrscheinlich nicht im Sinne eines Kopierzeichens). Das Siegel (Abzeichnung in A) zeigt einen Schild mit einem Baum. Auf dem Schild stehen die Initialen Johann Thals „I“ und „T“. Quelle: Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, LASA, H 8, B XVI Nr. 5a.

Wenn Fernsehdrama auf Geschichte trifft

Mario Engelmann 1, Jörg Brückner 2 und Steffen Rickes 3

1 Institut für Biochemie und Zellbiologie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
2 Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Standort Wernigerode
3 Klinik für Innere Medizin, HELIOS Bördeklinik Oschersleben-Neindorf

Zusammenfassung

Die Fernsehserie „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ spielt vor der Kulisse einer „Johannes-Thal-Klinik“. Der Namensgeber der Klinik lebte im 16. Jahrhundert als ein in Mitteldeutschland bekannter Arzt und Botaniker. Er starb mit 41 Jahren unter bemerkenswerten Umständen in dem kleinen Ort Peseckendorf in der Magdeburger Börde und hinterließ ein herausragendes botanisches Werk. Wir skizzieren in diesem Beitrag aus medizinhistorischem Interesse den Lebensweg von Johann Thal. Damit sollen auch seine botanischen Verdienste gewürdigt werden.

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