Adventsvorbereitungen in der Kammer

Nach dem coronabedingten Ausfall im letzten Jahr finden die Treffen der älteren Kammermitglieder, die die Geschäftsstellen der Ärztekammer Sachsen-Anhalt alljährlich in der Adventszeit vorbereiten, in diesem Jahr wieder an den folgenden Terminen statt:

» Dienstag, 30.11.2021, in Magdeburg
» Mittwoch, 01.12.2021, in Dessau-Roßlau
» Mittwoch, 08.12.2021, in Halle (Saale)

Welterbe in Sachsen-Anhalt

In Fotografien von Janos Stekovics und Texten von Karen Michels, Hrsg. Harald Meller

Verlag Janos Stekovics, Wettin-Löbejün 2021, ISBN 978-3-89923-440-4, Leinen geb. m. Schutzumschl., Lexikonformat, reich illustr., 536 S., € 38,-

Welterbe in Sachsen-AnhaltAls Kranz aus sieben runden Profilbildern, eine Art Rosette mit Sichtfenstern in eine bunte vergangene Wirklichkeit, mit Gesichtern oder anderen kennzeichnenden Details gefüllt. So bietet sich das Coverbild des Buches auf dem vornehmen, tiefschwarzen Schutzumschlag Betrachtern auf den ersten Blick an. Erbstücke sind es, die einem Schatz von zahlreichen Reichtümern des kleinen Bundeslandes Sachsen-Anhalt entnommen wurden. Siebenmal hat die UNESCO bisher daraus Außergewöhnliches als Welterbe autorisiert, ein Beleg für die beachtenswerte Geschichte und Kultur der mitteleuropäischen Heimat um Saale, Harz und Elbe.

Die demonstrierten sieben Erbsachen aus dieser wahren Schatzkiste werden im Buch in einem Gliederungsschema vorgestellt. Es besteht aus einer charakterisierenden Überschrift (z. B.: Auf der Spur der Sterne), gefolgt vom Namen des anerkannten Welterbes (Die Himmelsscheibe von Nebra) und speziell zugeschnittenen Kapitelüberschriften (Der Fundkrimi etc.). Eingebaut in diese Texte haben die Autoren das reiche und vorzügliche Bildmaterial, das offensichtlich mit großer Professionalität und Liebe zur darstellenden Kunst der Fotografie erarbeitet wurde. Vorangestellt wird jeweils eine kurze Erörterung der Frage: Warum Welterbe? Die Antwort darauf ist letztendlich die Begründung zur Aufnahme in die Liste der quasi Adelstitel. Und damit der jeweilige Star des Interesses die Einbettung in seine Kulturlandschaft behält, folgen dem Texthauptteil zum Thema mehrere Ausflüge in die nähere oder weitere historische und gleichzeitig reale Umgebung. Im Kapitel zum Naumburger Dom wären das u. a. die Neuenburg über Freyburg, Kloster Schulpforte und die Burgen an der Saale hellem Strande in bewährter schriftlicher und bildlicher Erschließung. Da dürfen es u. a. auch schon mal Käthe Kruses Puppen in Bad Kösen sein. Perlen am Rande nennen es die Autoren.

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Der Pascha von Magdeburg - Der Orient in Mitteldeutschland

Cover: Verlag
Cover: Verlag

Hrsg. v. Dr. Mieste Hotopp-Riecke für das ICATAT*

Mehmed Ali Pascha – geboren 1827 in Magdeburg als Ludwig Carl Friedrich Detroit in ärmlichen Verhältnissen einer Hugenottenfamilie und gefallen als hochrangiger Militär des Osmanischen Reiches 1878 auf dem Balkan. Sein Grab befindet sich im Kosovo, nach dem Tod durch aufständische Freiheitskämpfer. Er hinterließ eine große Familie, aus der u. a. in direkter Linie der bekannte türkische Nationaldichter Nasim Hikmet (1902-1962) hervorging. Als halbwüchsiger Waise riss der junge Detroit elbabwärts nach Hamburg aus, heuerte als Schiffsjunge auf einem Lastensegler an und gelangte so über London nach Konstantinopel. Dort entzog er sich der Ausbeutung auf dem Schiff, desertierte und konvertierte zum Islam. Er fand das Wohlwollen eines hohen osmanischen Regierungsbeamten, nicht zuletzt wegen seiner Sprachkenntnisse. So wurde ihm eine Ausbildung beim Militär und eine steile Karriere zuteil. Er stieg zum Armeegeneral und zeitweisen Generalstabschef auf. Seine Fronterfolge waren jedoch von bescheidener Art. Bei den Gebietsverhandlungen nach der Niederlage der Türken gegen die Russen war er Verhandlungsmitglied der Delegation der Hohen Pforte und traf bei der Gelegenheit auf dem Berliner Kongress 1878 auf den mächtigen Reichskanzler Bismarck, der ihn abschätzig als den „Magdeburger“ bezeichnete und für die Verhandlungen als eine Zumutung empfand. Des Paschas letzter militärischer Auftrag im gleichen Jahr auf dem Balkan kostete ihm das Leben.

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Zuschriften zum Editorial „Gender*itis“ oder „Gendern um jeden Preis“ …

im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt, Heft 6/21, S. 5 von Dr. med. Simone Heinemann-Meerz

Die Redaktion erreichten einige, mehrheitlich positive, Zuschriften zu dem Editorial in der Juni-Ausgabe. Das Ärzteblatt Sachsen-Anhalt wurde einmalig für diese Ausgabe unter dem Namen „Ärzt*innenblatt“ veröffentlicht. Üblicherweise werden die bei uns eingegangenen Leserbriefe in unserer Zeitschrift abgedruckt. Aufgrund der Fülle der Zuschriften wurde sich auf deren Kernaussagen beschränkt.

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Leserbriefe zum Editorial „Der umgekehrte Rumpelstilzchen-Effekt“

im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt, Heft 5/21, S. 5 von Dr. med. Simone Heinemann-Meerz

Leserbrief von Dr. Axel Florschütz

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für die offenen Worte der Ärztekammer-Präsidentin im Vorwort der letzten Ausgabe. Sie hat uns aus dem Herzen gesprochen. Ich bin seit kurzem Hausarzt in Dessau und meine Frau ist niedergelassene Kinderärztin. Wir vermissen seit Monaten – eigentlich schon seit einem Jahr – den notwendigen klaren medizinischen Sachverstand bei den politischen Entscheidungen in Deutschland. Mit ihren Beiträgen hat die Ärztekammer-Präsidentin schon mehrfach auf Missstände und die fehlende differenzierte Kommunikation mit ärztlichem Sachverstand hingewiesen. Den Meinungspluralismus und die offene Auseinandersetzung mit Problemen in der aktuellen Presselandschaft und im Fernsehen vermissen wir schmerzlich. Das Ärzteblatt sollte öfter mit Beiträgen auf aktuelle medizinische und auch gesundheitspolitische Probleme eingehen und diese von verschiedenen Seiten beleuchten. Die einseitige Darstellung in führenden Medien haben wir satt.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Axel Florschütz
Dessau-Roßlau

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