Georg M. Oswald: Unsere Grundrechte

Georg M. Oswald: Unsere Grundrechte Welche wir haben, was sie bedeuten und wie wir sie schützen

Piper Verlag München 2018, ISBN 978-3-492-05882-7, gebunden mit Schutzumschlag/Oktavformat, 203 S., € 20,-

Es gibt etwas zu feiern – den 70. Geburtstag unserer Verfassung als Grundgesetz. Sie wurde am 23. Mai 1949 verkündet und trat einen Tag später ins Leben der Deutschen und ihrer Mitbürger und bildet seitdem den Existenzrahmen der Bundesrepublik Deutschland. Was hat das mit den hier genannten Grundrechten zu tun und was sind solche? Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit? Auf jeden Fall und manches andere mehr. Man muss nicht Jurist sein um mit ihnen umgehen zu können. Man sollte sie selbst schützen vor staatlicher und anderer fremder Missachtung. Sie sind einer besonderen Würdigung wert.

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Mediziner & Malerei

Jahresausstellung im Stadtmuseum Halle (Saale) vom 6. Juli bis 4. August 2019

Halle an der Saale ist zwar reich an Künstlern, Kunst, Museen und Galerien, besitzt jedoch kaum Möglichkeiten für öffentliche, umfangreiche Kunstpräsentationen. In dankenswerter Weise haben die Kulturverantwortlichen der Stadt und die Direktorin des Stadtmuseums Halle, Frau J. Unger, einen größeren Raum zur Verfügung gestellt, wo erstmalig nach 30 Jahren die Jahresausstellung der deutschen Interessengemeinschaft „Mediziner & Malerei“ auch in Halle (Saale) stattfinden kann.

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Theodor Fontane und Sachsen-Anhalt

Eine Würdigung des Schriftstellers zu seinem 200. Geburtstag aus medizinischer Sicht

„Als ich in Halle war, da war ich Amme bei der Frau Salzdirektorin und in Giebichenstein, ... da hab ich Zwillinge mit der Flasche großgezogen ...“ antwortet die unglückliche, gerade stellungslos gewordene Roswitha der schwangeren Effi Briest, die eine Amme sucht und in ihr eine treue Seele gefunden hat. Denn sie hält zu der jungen Frau als sich alle anderen von Effi nach der Entdeckung einer lang zurückliegenden Affäre abgewandt haben. [1]

Theodor Fontane (1819-1898), dessen 200. Geburtstag wir am 30.12.2019 feiern, wurde zu diesem Roman durch das Schicksal der Elisabeth von Plotho (1853-1952) angeregt, die im altmärkischen Zerben aufgewachsen, in die Ehe mit einem Baron von Ardenne (1848-1919) gedrängt worden war. Ihr Ehemann tötete ihren Liebhaber im Duell, so wie es Theodor Fontane in seinem Roman beschreibt. Nur wird Elisabeth ein hohes Alter erreichen, während Effi Briest als junge Frau stirbt. [2] Sie ist eine von seinen Frauengestalten, die einen „Knacks weg haben“, eine „Tochter der Luft“, die an den Konventionen scheitert. [1,3]

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Filmreihe „eMERgency in cinema“: Medizin, Ethik & Recht im Film

Seit dem Wintersemester 2016/2017 veranstaltet das Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, der meris e. V. sowie das Interdisziplinäre Wissenschaftliche Zentrum Medizin-Ethik-Recht in Kooperation mit dem Luchs.Kino am Zoo die Filmreihe „eMERgency in cinema – Medizin, Ethik & Recht im Film“. Im Sommersemester 2019 geht die Filmreihe in die sechste Runde. Zwischen April und Juli 2019 sind vier weitere spannende Kinoabende geplant. Dabei wird es wie gewohnt eine Mischung aus verschiedenen Themen geben, die eine breite Palette an gesellschaftlich relevanten Diskursen im Bereich der Medizinethik und des Medizinrechts aufgreifen.  Begleitet durch Expert*innen und Praktiker*innen aus Medizin, Ethik und Recht werden die Filmvorführungen mit einer kurzen Einführung und einem anschließenden Filmgespräch abgerundet. Alle Veranstaltungen finden im Luchs.Kino am Zoo in der Seebener Straße 172, 06114 Halle (Saale) statt. Der Eintritt beträgt 7 Euro/5,50 Euro ermäßigt.

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Julian Nida-Rümelin, Nathalie Weidenfeld: Digitaler Humanismus

Julian Nida-Rümelin, Nathalie Weidenfeld: Eine Ethik für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz

Piper Verlag München 2018, ISBN 978-3-492-05837, geb./Oktavformat, 220 Seiten, 16 Abbildungen, € 24,-

Es sind die Visionen und radikalen Ideen, die unsere technologische Entwicklung vorangetrieben haben, der Wunsch zu fliegen, die unbegrenzte Mobilität, die abrufbare Energiebereitstellung. In jedem Prozent einer Verbesserung unserer Lebensumstände stecke ein ehemals utopisches Potenzial, so Julian Nida-Rümelin, der Münchner Philosoph. Zusammen mit seiner Ehefrau, der Kultur- und Filmwissenschaftlerin Nathalie Weidenfeld, legt er im Auftrag des Piper-Verlags ein bemerkenswertes Buch auf den Tisch des Fachhandels. Dessen Haupttitel „Digitaler Humanismus“ klingt in dieser Zusammenstellung wie aus zwei verschiedenen Welten, der einer modernen Technologie und der einer philosophisch verankerten Weltsicht. Selbst die Künstliche Intelligenz aus dem Untertitel, ein unbestreitbar arriviertes Schlüsselwort unserer Tage, geht den an sprachlicher Schlüssigkeit interessierten Lesenden gegen den Strich. Man wird beides akzeptieren müssen. Die Autoren jedenfalls versuchen, die moderne digitale Lebenswirklichkeit mit der humanistischen Ethik in Einklang zu bringen.

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