Mediziner & Malerei

20. Ausstellung in Leipzig

Vom 21. Mai bis 21. Oktober 2022 findet im Universitätsklinikum Leipzig, im Atrium von Haus 6, Liebigstraße 20 A, erneut eine Jahresausstellung der gesamtdeutschen Interessengemeinschaft „Mediziner & Malerei“ statt.

Präsentiert werden vielseitig beeindruckende Gemälde und Grafiken unterschiedlicher Genres, Stilrichtungen und Techniken aber auch Fotos, Scherenschnitte und Kleinplastiken von über 50, vorwiegend Ärzten und Zahnärzten, weiblicher oder männlicher Geschlechtszugehörigkeit, die sich nebenberuflich künstlerisch betätigen. Ein Viertel der Ausstellenden kommen aus Sachsen-Anhalt, vier davon gehören dem Freundeskreis „Ars Medicorum Halensium“ an.

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Allein

Daniel Schreiber

Carl Hanser Verlag München 2021 (Berlin 2022), ISBN 978-3-446-26792-3
gebunden mit Schutzumschlag, Oktavformat, 160 Seiten, 20,- €

Nach dem äußeren Anschein kommt das kleine Buch fröhlich daher mit seiner betont farbigen Hülle. Und dann aber der fast klagende Titel Allein für dieses literarische Essay in acht Kapiteln, eines lesenswerter als das andere!

Daniel Schreiber, geb. 1977, stammt aus einer großen Familie auf dem Lande in Nordostdeutschland. Er kennt also das traditionelle Zusammenleben. Heute ist er Literaturwissenschaftler nach längerem Studium in New York. Er hat auch Theater und Performance studiert, war nach der Rückkehr nach Deutschland in der Journalistik tätig und freier Autor. Er ist, besieht man sich seine bisherigen Publikationen, ein erfolgreicher Schriftsteller mit Tiefgang und philosophischen Ambitionen, hat einen festen Wohnsitz in Berlin.

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Leserbrief zum „Jahresrückblick Innere Medizin“

Leserbrief

Leserbrief von Professor Frank P. Meyer zum „Jahresrückblick Innere Medizin“
am 15. Januar 2022 im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt, Heft 3/22, S. 30ff

Sehr geehrter Herr Professor Rothkötter,

wie in jedem Jahr bietet auch der Jahresrückblick Innere Medizin vom 15. Januar 2022 (Ärzteblatt Sachsen-Anhalt, Heft 3) sehr viele interessante Informationen, vor allem für Ruheständlerinnen und Ruheständler. Ab und an steckt aber der Teufel im Detail und bedarf einer kleinen Korrektur.

So heißt es, bei Einsatz von SGLT-2 Inhibitoren etwa bei Patienten mit IgA Nephropathie „kann die Verschlechterung der Nierenfunktion doch um 72 % vermindert werden.“

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Franz Volhard und die hallesche Universitätsmedizin

Büste Volhards  von R. A. Agricola (1947)
Büste Volhards von R. A. Agricola (1947)

Erinnerung zum 150. Geburtstag

Im Alter von 46 Jahren übernahm Franz Volhard am 1. Oktober 1918 die Direktion der Medizinischen Universitätsklinik Halle. Die Stadt Halle war dem am 2. Mai 1872 in München als 4. Kind des Chemikers Jakob Volhard Geborenen nicht unbekannt, denn 1882 war der Vater als Ordinarius für Chemie nach Halle berufen worden. Sohn Franz besuchte zunächst mit unbefriedigendem Erfolg die Latina in Halle, verbesserte seine Leistung auf der Landesschule Schulpforta (Abitur 1892), studierte Medizin in Bonn (Physikum), zwei Semester in Straßburg und abschließend in Halle. 1897 legte er das Staatsexamen ab und wurde am 29.3.1897 mit der Arbeit „Experimentelle und kritische Studien zur Pathogenese der Eklampsie“ zum „Dr. med.“ promoviert (Gutachten von Hermann Fehling vom 1.3. und Joseph Freiherr von Mehring vom 8.3.1897 – Dekanatsakten 1897, 215).

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#Antisemitismus für Anfänger

#Antisemitismus für Anfänger - Eine AnthologieHerausgegeben von Myriam Halberstam
Eine Anthologie

Ariella Verlag, 3. Auflage Berlin 2021, ISBN 978-3-945530-29-0
Hardcover 24,5 x 20,5 cm, reich illustriert, 93 Seiten, 18,- €

Bei flüchtigem Hinsehen könnte man es für ein Kinderbuch halten, wegen der zwar ausgewählten aber doch auch auffälligen Pinkfarbigkeit des Covers, der bunten Figuren darauf und des Formates halber.

Die Herausgeberin hat da schon eine bemerkenswerte Projektgemeinschaft von Cartoonisten und Schreibern unter dem Buchdeckel versammelt, wortgewandte und bildmächtige Vertreter eines sarkastischen jüdischen Humors. Eine Auflistung und kurze Würdigung der Herkünfte und Werdegänge der Kreativen findet man am Ende des Buches. Es sind überwiegend Deutsche aus Franken, Westfalen, Berlin, Holstein, Schwaben, Hamburg, Köln, aber auch Franzosen, Briten und New Yorker. Sie stammen aus Kiew, Moskau und dem Breisgau – die reinste Weltverschwörung! 63 Bildgeschichten sind es von 25 Künstlerinnen und Künstlern, daneben 17 kurze Texte von Schreibkundigen, davon dreimal in unpoetischer Versform.

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