Wir gratulieren im März

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

01. März Dipl.-Med. Jürgen Kellner
Quedlinburg
04. März Dr. med. Bernd Glowacki
Satuelle
05. März Dr. med. Doris Schultz
Magdeburg
06. März Dipl.-Med. Kristina Gehrke-Voigt
Wettin-Löbejün
08. März Abdulgabar Saeed
Stenda

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Der Chirurg und Gynäkologe Paul Bosse

Paul Bosse 1881 – 1947
Paul Bosse 1881 – 1947

Am 5. März jährt sich zum 70. Mal der Todestag von Paul Bosse, Chirurg, Gynäkologe und Geburtshelfer aus Wittenberg.

Vielen Wittenbergern ist der Name Bosse noch im Zusammenhang mit der ehemaligen Entbindungsklinik in der Heubnerstraße oder dem Reinsdorfer WASAG-Sprengstoffunglück bekannt.
Wer war Paul Bosse?

Julius Paul Bosse wird am 8. März 1881 in Wittenberg als 3. Sohn des Kaufmanns und Stadtrates Julius Bosse geboren. Er studiert Medizin in Genf, Paris, Berlin und Freiburg i. Br., dort promoviert er 1904 „zur Erlangung der Doktorwürde in der Medicin, Chirurgie und Geburtshilfe“ mit dem Thema „Über interstitielle Gravidität“.
Er lässt sich in Wittenberg als praktischer Arzt nieder und heiratet 1906 Käte Ledien, die aus einer angesehenen Wittenberger Rechtsanwaltsfamilie stammt. Diese Familie war im 19. Jahrhundert vom jüdischen zum christlichen Glauben übergetreten, der Name änderte sich von Levin in Ledien.

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Die ärztliche Kunst und Johann Thal in Peseckendorf

Abb. 1: Briefsiegel und Unterschrift von Johann Thal. Die Unterschrift ist zu lesen als „Johann Thall manu propria (und die beiden letzten Worte ineinander verschränkt, z. T. abgekürzt und verschnörkelt)“; zu Deutsch: Johann Thall mit eigener Hand (letzteres sehr wahrscheinlich nicht im Sinne eines Kopierzeichens). Das Siegel (Abzeichnung in A) zeigt einen Schild mit einem Baum. Auf dem Schild stehen die Initialen Johann Thals „I“ und „T“. Quelle: Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, LASA, H 8, B XVI Nr. 5a.
Abb. 1: Briefsiegel und Unterschrift von Johann Thal. Die Unterschrift ist zu lesen als „Johann Thall manu propria (und die beiden letzten Worte ineinander verschränkt, z. T. abgekürzt und verschnörkelt)“; zu Deutsch: Johann Thall mit eigener Hand (letzteres sehr wahrscheinlich nicht im Sinne eines Kopierzeichens). Das Siegel (Abzeichnung in A) zeigt einen Schild mit einem Baum. Auf dem Schild stehen die Initialen Johann Thals „I“ und „T“. Quelle: Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, LASA, H 8, B XVI Nr. 5a.

Wenn Fernsehdrama auf Geschichte trifft

Mario Engelmann 1, Jörg Brückner 2 und Steffen Rickes 3

1 Institut für Biochemie und Zellbiologie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
2 Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Standort Wernigerode
3 Klinik für Innere Medizin, HELIOS Bördeklinik Oschersleben-Neindorf

Zusammenfassung

Die Fernsehserie „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ spielt vor der Kulisse einer „Johannes-Thal-Klinik“. Der Namensgeber der Klinik lebte im 16. Jahrhundert als ein in Mitteldeutschland bekannter Arzt und Botaniker. Er starb mit 41 Jahren unter bemerkenswerten Umständen in dem kleinen Ort Peseckendorf in der Magdeburger Börde und hinterließ ein herausragendes botanisches Werk. Wir skizzieren in diesem Beitrag aus medizinhistorischem Interesse den Lebensweg von Johann Thal. Damit sollen auch seine botanischen Verdienste gewürdigt werden.

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Eduard Kaeser – Trost der Langeweile

Eduard Kaeser – Trost der Langeweile
Rüegger Verlag Zürich/Chur 2014, ISBN 978-3-7253-1016-6, Klappenbroschur 21 x 14,5 cm, 132 S., € 22,40

Die Entdeckung menschlicher Lebensformen in digitalen Welten.

Mediale Technologien bauen unseren Körper um, nicht nur das Gehirn! Eduard Kaeser, promovierter Philosoph, studierter Physiker, langzeitig praktizierender Gymnasiallehrer entdeckt in den digitalen Verfahren Einflüsse auf eine defizitäre Anthropologie. Er widmet sich in dieser Sammlung von neun Essays dem verblüffenden Thema der Langeweile. Im Gegensatz zum Buchtitel kann man jedoch an keiner Stelle aufkommende Langeweile verspüren. Das mag daran liegen, dass wir buchstäblich in Mediotope eingesponnen, also weitgehend selbst betroffen sind. Langeweile sei die Grundstimmung unserer post-industriellen Lebensformen, so der Autor. Sie sei wie der Dreck; man kann sie nicht abschaffen, sondern nur verschieben. Und darum bemühe sich eine gewaltige Unterhaltungsindustrie.

Was tut der Mensch, wenn er sich langweilt? Vieles, z. B. legt er Feuer an Häusern, schlägt einen ihm unbekannten Passanten zusammen, führt Buch über irgendeine abstruse Sammlung von Dingen oder er besucht einen Kongress, der erfüllt ist vom Geist der Langeweile. Schließlich stehen Probleme zur Lösung an, wie die des Boreout, das Ausgelangweiltsein. Fernweh z. B. erzeugt und vertreibt Langeweile in immerwährenden Zyklen, einer Tretmühle gleich. Dabei ist nicht das Fernweh das Problem, sondern die vorhandene Freizeit. Man kann auch der Dromomanie, der Bewegungssucht verfallen, der Begierde, nicht da zu sein wo man gerade ist. Die unaufhörliche Bekämpfung der Langeweile vermehrt sie geradezu durch ein Fernweh, das somit zum Wirtschaftsfaktor wird. Kaeser findet Parallelen bzw. Zusammenhänge zwischen dem Langeweiledefizitsyndrom (LDS) und dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) auf der Ebene der Dopaminproduktion. Dabei ist Aufmerksamkeit zum knappen Gut geworden, zum pädagogischen Schleifstein bürgerlicher Bildung und Disziplin. Im schulischen Unterricht erkennt er gerade eine Umkehr der Richtung derselben zwischen Lehrern und Schülern.

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Wir gratulieren im Februar

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

01. Februar Dr. med. Kerstin Eichfeld
Teutschenthal
02. Februar Dipl.-Med. Anita Schmitt
Merseburg
03. Februar Dipl.-Med. Gudrun Dreller
Halle (Saale)
03. Februar Dipl.-Med. Regina Wittkowski
Oschersleben (Bode)
05. Februar Dipl.-Med. Gesine Schilling
Coswig (Anhalt)

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