Das Orale - Die Mundhöhle in Kulturgeschichte und Zahnmedizin

Hartmut Böhme und Beate Slominski (Hg)

Hrsg. v. Hartmut Böhme u. Beate Slominski. Verlag Wilhelm Fink, München 2013, ISBN 978-3-7705-5512-3, geb. m. Schutzumschl. im Lexikonformat, 346 S.,
zahlreiche Abb., € 39,90

Das Orale - man weiß mit dem Begriff aus dem Lateinischen etwas anzufangen, scheitert aber beim Versuch, ihn mit einem Wort ins Deutsche zu übersetzen. Es ist eines dieser Dingworte, denen kein definiertes Ding zugeordnet werden kann. In unserer Sprache sagt der Mund nicht per se aus, ob damit der lippenverschlossene und zahneingehegte Zugang zum Raum dahinter, dieser selbst oder beide im Verein gemeint sein wollen. Man träumt ja schließlich nicht beim Küssen Ihrer Hand von Ihrer Mundhöhle, Madame, zumindest nicht bewusst.

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Wir gratulieren im August

rote Schlaufezum 60. Geburtstag

01. August    Dipl.-Med. Barbara Boese
    Helbra
01. August    Dipl.-Med. Wilfried Wesemann
    Gardelegen
01. August    Dr. med. Sabine Dreißig
    Magdeburg

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Wir gratulieren im April

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

01. April Dr. med. Christine Ochs
Halle (Saale)
05. April Dipl.-Med. Angelika Rietenbach
Glindenberg
06. April Dr. med. Gabriele Richter
Elbingerode (Harz)
06. April Dipl.-Med. Beate Gauch
Aschersleben
06. April Dipl.-Med. Dietlind Kröber
Halle (Saale)

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In Memoriam zum 100. Geburtstag von Dr. Gerhard Heede (1916 – 1994)

Abb. 1: Dr. Gerhard Heede mit seiner Frau Agathe (geb. Ruffing, 1919-1993), April 1988 (mit freundlicher Genehmigung von Familie Honigmann)
Abb. 1: Dr. Gerhard Heede mit seiner Frau Agathe (geb. Ruffing, 1919-1993), April 1988 (mit freundlicher Genehmigung von Familie Honigmann)

Am 3. März 2016 wäre der weit über die Grenzen des Mansfelder Landes bekannte Praktische Arzt Dr. Gerhard Heede aus Hergisdorf bei Eisleben 100 Jahre alt geworden.

Heede wurde 1916 in Petrograd (heute St. Petersburg) geboren und kam mit seiner Familie nach Eisleben, wo er das Abitur ablegte. Ein Studium an der Martin-Luther-Universität in Halle sollte 1938 folgen. Die Wahl zwischen Medizin und Chemie/Physik fiel ihm nicht leicht. Er entschied sich zunächst gegen die Medizin. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde das Studium jedoch unterbrochen und Gerhard Heede wurde eingezogen. Den Krieg überlebte er glücklicherweise mit einer Schussverletzung an der Hand.

Nach dem Krieg entschloss er sich Humanmedizin zu studieren und schrieb sich hierzu im Wintersemester 1946 in Göttingen ein. Naturwissenschaftlich interessiert war er dort nebenher Gasthörer u. a. bei Otto Hahn, Max Planck, Max v. Laue und Carl Friedrich von Weizsäcker.

Noch vor dem Ende seines Studiums schloss er in der Pharmakologie seine Promotion im Jahr 1951 ab. Das Thema lautete: „Analyse der Beeinflussung der Hautsinnesorgane durch Antihistaminika und Lokalanästhetika“.

Ein Angebot vom Internisten und Radiologen Professor Gerhard Heidelmann, in die Angiologie der Universität Halle zu wechseln, lehnte Heede 1953 ab. Ebenso die damit verbundene universitäre Laufbahn, wie er mir später mehrfach in Gesprächen mitteilte. Stattdessen übernahm er 1955 die Praxis seines Schwiegervaters Dr. Albert Ruffing, eines im Mansfelder Land sehr geachteten Praktischen Arztes, der seit 1908 in Hergisdorf praktizierte.

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200 Jahre Stethoskop – eine Betrachtung über das Lernen und Verlernen.

Foto: Repro aus „Diego Rivera, Sus Frescos, Mexico, D. F. 1946“
Foto: Repro aus „Diego Rivera, Sus Frescos, Mexico, D. F. 1946“

Der aus der Bretagne stammende Arzt Theophile Hyacinthe Laënnec (12.02.1781 – 13.08.1826) berichtete 1816: „... wurde ich wegen einer jungen Person zu Rathe gezogen*, bei der sich allgemeine Symptome einer Herzkrankheit zeigten, und bei welcher das Auflegen der Hand und die Perkussion wegen der Körperfülle wenig Erfolg hatten. Da mir das Alter und das Geschlecht die in Rede stehende Untersuchungsweise (Auflegen des Ohres auf den Körper des Kranken, D. S.) verboten, so fiel mir eine sehr bekannte akustische Erscheinung ein, wenn man nämlich das Ohr an das Ende eines Balkens legte, so hört man deutlich einen am anderen Ende angebrachten Nagelschlag**: Es schien mir, dass man vielleicht in diesem Falle von dieser Eigenschaft des Körpers Nutzen ziehen könnte. Ich nahm einen Bogen Papier, rollte ihn fest zusammen, setzte das eine Ende auf die Präkordialgegend, legte das Ohr an das andere, und hört zu meinem Erstaunen und zu meiner Freude die Herzschläge weit reiner und deutlicher, als ich sie jemals beim unmittelbaren Auflegen vernommen hatte …“ (Zitat nach Übersetzung von Fr. Ludw. Meissner, Leipzig 1839, S. 5/6). Nach dieser Erfahrung beschäftigte sich Laënnec systematisch mit der von ihm als „mittelbare“ Auskultation benannten Methode.

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