Daniel Schreiber - Nüchtern - Über das Trinken und das Glück

Daniel Schreiber Nüchtern  Über das Trinken und das Glück  Hanser Verlag Berlin 2014, ISBN 978-3-446-24650-8,  gebunden im Oktav-Format m. Schutzumschlag, 159 S., € 16,90Hanser Verlag Berlin 2014, ISBN 978-3-446-24650-8,
gebunden im Oktav-Format m. Schutzumschlag, 159 S., € 16,90

„Es ist immer einfacher, sich an den Anfang einer Liebe zu erinnern als an ihr Ende.“ So beginnt Daniel Schreiber seine Monographie zu den Daten seines  Lebens mit dem Alkohol. Rückblickend aus dem Zustand anhaltender Nüchternheit war es ein vom Trinken bestimmtes Leben, gerade eben noch vor dem eines auffälligen Alkoholikers aber doch schon eines sozial noch funktionierenden Trinkers, zwischen schlechter Gewohnheit und ausgeprägter Krankheit, in der Sackgasse der Abhängigkeit.

Das auch für Genießer mit Anspruch auf funktionierende Eigenkontrolle lesenswerte Büchlein strukturiert der Autor in 11 Kapitel, u. a. mit Themen wie: Verluste im Inneren, Arbeit am Stigma, Allein unter Trinkenden, Das gelebte Leben. Den Stoff entnimmt der noch relativ junge Publizist und Journalist (*1977) seinem eigenen Erleben bzw. Erleiden und bietet ihn offen an. Rückblickend habe er seine Abhängigkeit als eine Krankheit erkannt, die ihrem Wirt sagt, dass er sie nicht habe. Da helfe auch ein hoher Bildungsgrad nicht zu besserer Erkenntnis. In Deutschland werde einfach mehr getrunken als anderswo. Es seien 12,1 Liter reinen Alkohols jährlich pro Person, was bildlich eine Badewanne voller Bier, Wein und Spirituosen im Mix bedeute. Nur Wenige schafften es, allein aus diesem Pool zu steigen. Man sollte wissen, dass eingeschriebene schlechte Gewohnheiten vom Hirn nicht gelöscht, bestenfalls durch "gute" überschrieben werden können. Sie resultieren als  Effizienzvorteil aus der Evolution.

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Inspiration fördert Wiederbelebung historischer Denkmäler

Logo Helios BördeklinikAuf dem historischen Gelände der HELIOS Bördeklinik befindet sich eingerahmt von denkmalgeschützten Gebäuden, einer eindrucksvollen Kirche und dem modernen Klinikneubau das historische Schloss. In seiner bewegten Geschichte diente es bis 2004 als Ausweichlösung für das Krankenhaus, mit dem Neubau und Umzug des Patientenbetriebes in den Neubau verlor es seine einstige Bestimmung. Nun soll mithilfe eines Schlossbeauftragten Historisches wiederentdeckt und für die Zukunft gestaltet werden.

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Nachruf für Prof. Dr. med. habil. Werner Kühne

Prof. Dr. med. habil. Werner KühneIn Memoriam

(* 17.9.1930 – † 19.7.2014)

Am 19.07.2014 verstarb Prof. Dr. med. habil. Werner Kühne, langjähriger Direktor des Instituts für Pathologie der Medizinischen Akademie Magdeburg.

Er wurde am 17.09.1930 in Esperstedt/Kyffhäuser geboren. Von 1941 bis 1948 besuchte er das Humanistische Gymnasium zu Schulpforte. Die Internatsschule zeichnete sich durch Strenge, Disziplin und hohe Anforderungen aus. Dies ermöglichte ihm eine umfassende humanistische Bildung. Eine enge Bindung an die von ihm verehrte Schule bestand bis an sein Lebensende.

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Nachruf für Chefarzt Dipl.-Med. Uwe Räbiger

Chefarzt Dipl.-Med. Uwe RäbigerIn Memoriam

(† 28.02.2015)

Am 28.2.2015 verstarb plötzlich und viel zu früh im Alter von 57 Jahren unser langjähriger Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Carl-von-Basedow-Klinikums Saalekreis am Standort Querfurt, Herr Dipl.-Med. Uwe Räbiger.

Nach seinem Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena arbeitete er in verschiedenen Abteilungen des KKH Querfurt. Als junger Facharzt für Neurologie und Psychiatrie betreute er psychisch kranke und geistig behinderte Kinder und Jugendliche. Bereits mit 29 Jahren wurde er zum Oberarzt ernannt. Seither setzte er sich mit hohem persönlichen Engagement für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der ihm anvertrauten Patienten als auch seiner Mitarbeiter ein, etablierte progressive Behandlungsansätze in der Psychiatrie, wie z. B. eine Ergo- und Physiotherapie und förderte die sozialpsychiatrischen Behandlungsangebote für geistig behinderte und psychisch kranke Langzeitpatienten.

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Flora · Fauna · Gartenfreude - Das Gartenreich Dessau-Wörlitz im Kreislauf der Natur

Thomas Weiß

Verlag Janos Stekovics, Wettin-Löbejün 2015, ISBN 978-3-89923-352-0,
reich illustriert mit 280 Abb., gebunden mit Schutzumschlag im Quartformat,
368 Seiten, 39,80 €

„Landschaft ist nichts, was schon immer da war...“ Sie sei Natur und Gestaltung, ohne Endgültigkeit. So steht es in der Legende des beeindruckenden Luftbildes frisch geeggter Felder der besagten Region in diesem Buch (S. 11+12).
 
Schon 250 Mal hat der Jahreskreislauf der Natur das Gartenreich Dessau-Wörlitz geformt, zusammen mit dem gestalterischen Eifer seiner Gründer und Erhalter. Solch Viertel Jahrtausend gibt Grund zum Feiern, mit einem Fest im März d. J. und mit diesem zum Anlass vorliegenden reichhaltigen Band. Er sei „...eine Huldigung an das Gartenreich Dessau-Wörlitz, diese faszinierende Kulturlandschaft, die seit dem Jahr 2000 durch Entscheidung der UNESCO zum schützenswerten Erbe der Menschheit gezählt werden darf...“, so einleitend der Herausgeber des Buches und Direktor der Kulturstiftung, Dr. Thomas Weiß.

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