Rüdiger Schultka: Die Meckelschen Sammlungen

Rüdiger Schultka: Die Meckelschen Sammlungen
Rüdiger Schultka: Die Meckelschen Sammlungen (Cover: Verlag)

Entstehung, Werdegang, Schicksal, Präparate der Anatomischen Sammlungen zu Halle (Saale)

Verlag Janos Stekovics, Wettin-Löbejün 2017, ISBN 978-3-89923-376-6, gebunden mit Schutzumschlag im Großoktavformat, 591 Seiten reich illustriert, 49,80 €

„Anatomia clavis et clavus medicinae“. So steht es in Stein gehauen über Portalen von Anatomiegebäuden. Das ist ein hoher Anspruch, nämlich Schlüssel und Steuerruder zu sein für die Heilkunde. Und so ist es nicht verwunderlich, dass dieser Ausfluss aufklärerischen Denkens gerade an der Universität in Halle seine Spuren hinterlassen hat, z. B. in Form der anatomischen Sammlungen, deren Bedeutung u. a. anno 2015 mit dem Eintrag in die Liste national wertvoller Kulturgüter unterstrichen wurde – auch ein Art der Meißelung in den Stein der Geschichte. Etwas verblüfft fragt man sich aber, was Herausgeber und Verlag veranlasste, 2017 ein weiteres Buch zu den Meckelschen Sammlungen in Halle auf den Markt zu bringen, wo doch schon 2013 der schöne Bildband „Das vorzüglichste Cabinett“ unter der Ägide Rüdiger Schultkas erschienen war (s. Rez. F. Paulsen 2013 im DÄB 2013 und B. Fischer im ÄBST 2014). Was unterscheidet die beiden Bücher? Nur das äußere Format? Es war den Herausgebern offensichtlich ein Anliegen, nicht nur durch hervorragende Gestaltungs- und Fertigungstechnik zu überzeugen, sondern jetzt mehr die Hintergründe und die Verwurzelung in der Tradition der MLU und ihrer Vorgängerinnen heraus zu arbeiten. Insbesondere sollten die am Gesamtkunstwerk der Sammlungen Schaffenden mehr gewürdigt bzw. überhaupt bekanntgemacht werden.

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Nicht zum Fressen, nicht zum Saufen, sondern Weisheit einzukaufen ...

Hallische Universitätsgeschichte in Stammbüchern
Hrsg. v. Anke Berghaus-Sprengel

Verlag Janos Stekovics, Wettin-Löbejün 2017, ISBN 978-3-89923-386-5,
illustrierter Hardcovereinband 22cm x 24cm, 144 Seiten, 124 farbige Abbildungen, € 15,-

...hat das edle Vaterland mich nach Saal-Athen gesandt, heißt es dann weiter. Es ist ein Zitat aus dem Stammbuch des Studenten Benedict Furckel, das dem vorliegenden Buch den Titel verleiht. Bemerkenswert ist die Reihenfolge der aufgezählten akademischen Aktivitäten. Saal-Athen wurden die Universitätsstädte Halle und Jena genannt. Hier ist erstere gemeint.

Album amicorum, Freundschaftsbuch, hießen diese sehr persönlichen Dokumentationen von Gymnasiasten und Studenten, die Stammbücher. Sie waren die nobleren Vorfahren der bis in unsere Zeit gebräuchlichen Poesiealben. Es gab sie seit der Reformationszeit bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts.

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Jahrbuch für hallische Stadtgeschichte 2017

Jahrbuch für hallische Stadtgeschichte 2017

Aufsatzsammlung
Hrsg. Stadt Halle (Saale) in Verb. mit dem Verein für hallische Stadtgeschichte e. V.

Verlag Janos Stekovics, Wettin-Löbejün 2017, ISBN 978-3-89923-382-7, Taschenbuch mit Schutzumschlag, 24 x 16 cm, zahlreiche s/w-Abbildungen, 277 Seiten, € 12,80

Auch für das abgelaufene Jahr liegt aus Halle wieder ein gut gefülltes Geschichtsjahrbuch vor. Es ist inhaltlich eingeteilt in die Abschnitte Aufsätze, Quellen, Jubiläen, Tagungsberichte, Rezensionen und schließt mit Informationen und Verzeichnissen ab. Nach außen weist der Einband das bekannte grafische Design mit dem Alexanderwappen als Logo des Geschichtsvereins auf, hier auf beigefarbenem Untergrund, gehüllt in einen fotoillustrierten Schutzumschlag mit einem Werk des Fotografen Ernst Motzkus um 1900 (s. Inhaltsverz.).

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Wir gratulieren im April

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

01. April Dr. med. Nils-Michael Granzow
Dessau-Roßlau
02. April apl. Prof. Dr. med. habil. Sabrina Kösling
Leipzig
02. April Dr. med. Volker Baumgarten
Weimar
04. April Dr. med. Frank Wagner
Biederitz
05. April Dr. med. Michaela Mittendorf
Burg
08. April Dipl.-Med. Ines Naumann
Bitterfeld-Wolfen

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Im Westen/Osten nichts Neues?!

Das folgende Vorwort diente der Eröffnung einer Tagung am 01. November 1997 zum Thema „Medizin und Antisemitismus“
in Frankfurt/M.*

Die wechselvolle Geschichte in Deutschland in diesem Jahrhundert hat zwangsläufig zu kurzen geschichtlichen Abschnitten von Gegenwart und Vergangenheit geführt.

Ohne abschließend notwendige Lehren aus der Vergangenheit gezogen zu haben, sind so die nächsten Fehler schon begangen und es wird auch schnell vergessen und verdrängt. Wenn wir heute im Alltag von Vergangenheitsbewältigung sprechen, so meinen die einen das sogenannte „Dritte Reich“ und die anderen die ehemalige DDR. Dieses liegt auch darin begründet, dass man aus der Geschichte gelernt hat und mit der Analyse und Bewertung ärztlicher Tätigkeit in der DDR wesentlich früher nach der Wende begonnen hat.

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