Leserbrief: „Organspende“

Kommentar von Dr. Eberhard Puls zum Leserbrief des Kollegen Dr. Ilja Karl zum Thema Organspende im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt, Heft 4/20, S. 37

In seinem Leserbrief äußert sich Herr Kollege Dr. Karl zu den kritischen Aussagen im Editorial unseres Ärzteblattes Heft 3, 2020 von Herrn Prof. Dr. Walter Brandstädter zum genannten Thema.

Leider hat es der Verfasser des Leserbriefes versäumt, zu diesem sich über viele Jahre hin quälenden Thema konstruktive Lösungen zu formulieren. Er spricht von einer „suboptimalen Entscheidung“ der jetzt vom Gesetzgeber getroffenen „erweiterten Zustimmungslösung“. Er hätte eine enge Zustimmung bevorzugt und scheint die Situation der ohne Spenderorgan allein gelassenen oder todgeweihten Kranken als ein biologisches Problem hinzunehmen, für welches nach einer demokratischen Entscheidung im Bundestag und juristischen Fixierung unsere Gesellschaft nicht mehr zuständig ist.Zurzeit warten in Deutschland ca. 10 000 Patienten auf ein Spenderorgan und die Bundesrepublik ist bei der Organspende europaweit Schlusslicht. Dabei profitieren wir gern von der größeren Spendenbereitschaft bzw. der höheren Quote einer Organspende der meisten europäischen Länder, die zumeist eine Widerspruchslösung durchgesetzt haben.

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Dietrich Güstrow: In jenen Jahren

Dietrich Güstrow: In jenen Jahren - Aufzeichnungen eines „befreiten“ DeutschenAufzeichnungen eines „befreiten“ Deutschen

Verlag Siedler und Severin, Berlin 1983, ISBN 3-88680-049-0, gebunden im Oktavformat mit Schutzumschlag, 383 Seiten, antiquarisch (Neuauflage als Taschenbuch, ISBN 978-3-84238119-3, herausgegeben vom Verlag Sternal Media, Gernrode 2011)

Mit jenen Jahren ist der Zeitraum von April 1945 bis Februar 1948 umrissen. Das Buch ist nicht auf unserem östlichen Büchermarkt erschienen. Ich bekam es erstmals kurz nach der Wende in die Hand und war hochinteressiert. Befasste es sich doch mit dem von uns viel besuchten und geliebten Unterharz und u. a. dem Schicksal eines Berufskollegen dortselbst zu Kriegsende 1945. Es handelte sich um den Tod eines Soldaten, im Buch Richard Schlösser genannt, der als Unterarzt (Oberfähnrich) kieferchirurgisch im Reservelazarett in Quedlinburg tätig war. Autor Dietrich Güstrow war in gewissem Sinne Zeitzeuge des Vorgangs. Er folgte im Oktober 1945 als Richter am Kreisgericht Quedlinburg der Bitte um Amtshilfe der lokal zuständigen Staatsanwaltschaft Dessau zur Ermittlung der Todesumstände des Lazarettarztes.

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Karl Lagerfeld. Fotografie. Die Retrospektive

Kunstmuseum Moritzburg (Halle/Saale) bis 23.08.2020

Karl Lagerfeld in Halle? Einen Moment lang stutzte ich. Was soll das in der Moritzburg, einem Kunstmuseum? Als wenig modebewusster Mann hatte mich dieser sonnenbebrillte Stehkragenmensch mit Zopf und Handschuhen nie interessiert. Und nun eine Ausstellung in einem Museum, wo Gemälde, Grafiken und Skulpturen ihren Platz haben?

Ich muss zugeben, dass ich Unrecht hatte, Vorurteile sollte man meiden! Diese Ausstellung ist wirklich großartig und als nunmehr Bekehrter, möchte ich Ihnen gern Appetit darauf machen.

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Leserbrief – „Organspende“

Leserbrief von Dr. Ernst Fukala zum Editorial „Organspende: Widerspruchslösung als erfolgreich gelebtes Konzept der Solidarität einer intakten Gesellschaft – abgelehnt“ von Prof. Dr. Walter Brandstädter im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt, Heft 3/20, S. 5.

Sehr geehrter Herr Prof Dr. Brandstädter,

mit Ihrer ausgezeichneten und mutigen Stellungnahme zu der traurigen Abstimmung im Deutschen Bundestag haben Sie dem Kindernephrologen und langjährigen Vorsitzenden der Ethik-Kommission in mir aus dem Herzen gesprochen. Wer einmal mit seinem Patienten auf eine Nierenspende gewartet hat, weiß, mit welcher Wucht der menschliche Egoismus erneut über die Barmherzigkeit gesiegt hat.

Ihre Mahnung zur Solidarität möge in das Ohr und Herz jener Debattenredner kommen, die da ins Plenum gerufen haben: „Mein Körper gehört mir und nicht dem Staat und nicht der Gesellschaft.“ „Und er gehört auch nicht, wenn ich tot bin, meinem kranken Mitmenschen, dem ich mit meiner Spende das Leben retten könnte“ haben die Hartherzigen freilich zu sagen vergessen. Weil sie das vor ihren Wählern bloßgestellt hätte oder sie nicht nachgedacht haben.

Mit vorzüglicher Hochachtung
Ihr Dr. Ernst Fukala

Leserbrief - „Klinische Prüfung von Arzneimitteln“

Leserbrief von Prof. Dr. Frank P. Meyer zur Presseinformation „Klinische Prüfung von Arzneimitteln: Seit 2004 mehr als eine Million Probanden in Deutschland – keine schwerwiegenden Zwischenfälle“ des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt, Heft 1-2/2020, S. 54

Sehr geehrte Frau Dr. Heinemann-Meerz,

unter dem Titel „Klinische Prüfung von Arzneimitteln“ wurde im Januar/Februar-Heft 2020 des Ärzteblatts ein Text des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlicht.

BfArM-Präsident Prof. Broich formulierte u. a. : „Durch das Genehmigungsverfahren haben wir sehr gute Einflussmöglichkeiten auf die Durchführung klinischer Prüfungen in Deutschland.“
Aus der Sicht eines Mitgliedes der Ethik-Kommission der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sollte das BfArM wesentlich restriktiver bei der Beurteilung klinischer Prüfungen von Arzneimitteln sein.

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