Nachruf für Frau Prof. Dr. Astrid Franke (6.8.1941 – 28.11.2014)

Nachruf für Frau Prof. Dr. Astrid Franke (6.8.1941 – 28.11.2014)Am 28.11.14 verstarb leider viel zu früh Frau Prof. Astrid Franke, geb. am 6.8.1941. Sie war eine der wenigen C4-Professorinnen für Hämatologie und Onkologie in Deutschland und hatte von 1992 bis 2006 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg den Lehrstuhl für Innere Medizin und Hämatologie/Onkologie inne.

Geboren wurde sie in Danzig im heutigen Polen. Im Zuge der Vertreibung kam sie nach dem 2. Weltkrieg nach Magdeburg, der Stadt, der sie bis zu ihrem Tode treu blieb. Nach dem Abitur  nahm sie 1960 das Studium der Medizin an der damaligen Medizinischen Akademie Magdeburg (MAM) auf. Das  Staatsexamen absolvierte sie 1966 als Beststudentin. Noch im gleichen Jahr schloss sie ihre Inaugural-Dissertation zum Thema „Die indirekte Hämagglutination zur serologischen Diagnose der Pasteurellose und Listeriose“ mit dem Prädikat summa cum laude ab. Danach folgte die Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin.

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Nachruf für Prof. em. Dr. sc. med. Rudolf Ewald Richwien (16.2.1928 – 22.6.2014)

Prof. em. Dr. sc. med. Rudolf Ewald RichwienAm Tag nach der Sommer-Sonnenwende endete das Leben eines Mannes der halleschen Universitätsmedizin. Sein Leben spiegelt exemplarisch die Zeitläufte wider ebenso wie die jüngste deutsche Medizinhistorie. Seine Ehrung liegt uns aus eben diesen beiden Gründen am Herzen.

Rudolf Richwien wurde als sechstes Kind im thüringischen Niederorschel geboren. Als Kind kompensierte er seine schwächliche Statur durch Beharrlichkeit, Intelligenz und Durchsetzungsfähigkeit. Eine rheumatische Erkrankung fesselte ihn im 10. Lebensjahr für zwei Jahre an das Krankenbett. In dieser Zeit las er alles was an naturwissenschaftlicher und technischer Fachliteratur für ihn erreichbar war.

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Wir gratulieren im März

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

01. März    Dipl.-Med. Heike Mikuta
    Schönebeck (Elbe)
01. März    Dr. med. Peter Burger
    Magdeburg
02. März    Dr. med. Doris Schwenke
    Jerichow
04. März    Dipl.-Med. Cornelia Martin
    Hohenmölsen
06. März    Dr. med. Gabriele Merk
    Lutherstadt Wittenberg

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Original bis …. – Fälschungen zwischen Faszination und Betrug

Wolfgang Beltracchi - Zwei rote Pferde

Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)

Fälschungen, Plagiate und dergleichen sind keine Erscheinungen der Neuzeit, sondern reichen weit in die Antike zurück. Schon damals brachten weniger erfolgreiche Dichter oder Bildhauer ihre Werke unter dem Namen berühmterer Künstler in Umlauf. Das Motiv war damals wie heute materieller Art, obwohl auch Ehrgeiz, Anerkennung und sogar Vergnügen denkbar sind. Fälschungen kommen in allen Bereichen des Lebens vor, nicht nur in der Kunst. Urkunden, Unterschriften, Geld werden gefälscht, Markenartikel, Doktorarbeiten,…. die Aufzählung ließe sich unendlich fortsetzen. Erinnert sei an Reliquien. Im Mittelalter war die religiöse Sammelleidenschaft groß, das Angebot „echter“ Reliquien klein oder gar nicht vorhanden. Echtheitsprüfungen gab es nicht; ein großes Geschäft für Fälscher und Betrüger!

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