Hans-Joachim Hahn und Lutz Simon - Höllensturz und Hoffnung

Hans-Joachim Hahn und Lutz Simon - Höllensturz und HoffnungnWarum unsere Zivilisation zusammenbricht und wie sie sich erneuern kann.

Lau Verlag Reinbek 2014, ISBN 978-3-95768-022-8, gebunden im Oktavformat, Schutzumschlag, 256 Seiten, 22,90 €

Die reale Geschichte des am Berg zerschellenden Flugzeugs erzeugt den bildlichen Rahmen der fürchterlichen, unaufhaltsamen, im Ablauf rekonstruierbaren Wirklichkeit einer Schicksalsgemeinschaft. Die Autoren des Buches bemühen einleitend eine wahre Begebenheit, die in der Katastrophe endet. Sie benutzen es als Abbildung für ihre These, dass unsere Zivilisation kurz vor dem Zusammenbruch stehe, allen Ernstes.

„Wir sind national und international anerkannte Topexperten in den Feldern Medizin, Finanzen, Ethik, Psychologie, Biophysiologie, Wirtschaft, Informatik, Rechtswesen und Biophysik. Und wir sehen den Berg, an dem unsere Gesellschaft zerschellen wird, auf uns zukommen“. So sagen es von sich ohne falsche Bescheidenheit die namentlich aufgeführten zehn Professoren, die ihr Wissen in den Pool dieses Buches einspeisen. Man darf wissenschaftliche Reputation, Lebenserfahrung und ein höheres Durchschnittsalter – hier sind es 71 Lebensjahre – voraussetzen. Daraus haben sie den beiden Buchautoren etwas in die Kollekte gegeben, auf dass es zu einem homogen erscheinenden Gesamtwerk werde. Im Text bieten sie dann aber auch ihre Web-Adressen an, hinter denen sich der Leserschaft ggf. Näheres zu den aufgerufenen Themen eröffnet.

Weiterlesen ...

25 Jahre Ärztekammer Sachsen-Anhalt

25 Jahre Ärztekammer Sachsen-Anhalt - ChronikChronik

Hrsg.  Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Magdeburg 2015,
gebunden im  Hardcover/Lexikonformat,  236 Seiten, reich illustriert

Die Sicht auf das Gestern im Blick auf das Morgen zu haben – nicht die schlechteste Rückversicherung für die verantwortete Arbeit einer Profession, die so nahe am Menschen ist. Pünktlich zum Geburtstag des Vierteljahrhunderts im August 2015 konnte die Ärztekammer Sachsen-Anhalt ein sehenswertes Buch über ihren Weg der letzten 25 Jahre auf den Tisch legen, ein in Inhalt und Form gelungenes Geschichtsbuch der speziellen Art. Es ist die Chronik des 25-Jährigen Bemühens um Erfolg, erarbeitet und niedergeschrieben von einer rechtzeitig eingesetzten Historienkommission, überwiegend aus Gründungsmitgliedern der Kammer zusammengerufen. Im Verbund mit kompetenten Kammermitarbeitern wurden tausende Archivmaterialien und Bilder gesichtet, thematisch zugeordnet und mit Texten von hochgradiger Sachkenntnis in Beziehung gebracht. Ein zu diesem Zweck von außen hinzugezogener Historiker wurde um Sorge für den schlüssigen und ordentlichen Verlauf des Vorganges unter geschichtswissenschaftlichem Aspekt gebeten.

Weiterlesen ...

Wir gratulieren im Oktober

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

01. Oktober     Dr. med. Roland König
    Magdeburg
01. Oktober    Dr. med. Iris Günther
    Magdeburg
08. Oktober    Honorarprof. Dr. med. habil. Jörn Kekow
    Gommern
09. Oktober     Dr. med. Gabriele Dieckmann
    Sülzetal
11. Oktober    Valentina Polachowski
    Gommern

Weiterlesen ...

In Memoriam - Nachruf für Obermedizinalrat Doz. Dr. med. habil. Bernd Thriene

Obermedizinalrat Doz. Dr. med. habil. Bernd ThrieneDirektor des Hygieneinstituts Magdeburg und Sachsen-Anhalt von 1973 – 2005
Leiter der Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R. von 2006 – 2013
* 19.03.1940 – †  14.07.2015

Am 14. Juli 2015 verstarb OMR Doz. Dr. med. habil. Bernd Thriene, langjähriger Direktor des Hygieneinstituts in Magdeburg. Wir verlieren mit ihm einen erfahrenen und visionären, nicht immer unumstrittenen Hygieniker von beeindruckender Schaffenskraft und mit beispielhaftem fachlichem und sozialem Engagement.

Bernd Thriene wurde am 19.3.1940 in Köthen/Sachsen-Anhalt geboren. Nach Abitur und Grundwehrdienst studierte er in Leipzig und Magdeburg Medizin. Dort lernte er auch seine spätere Ehefrau, die Augenärztin Dr. Gisela Thriene, kennen und lieben. 1967 promovierte er mit dem Thema „Die partielle Komplementbindungsreaktion mit verschiedenen Antigenen“. Er blieb zunächst an der Medizinischen Akademie Magdeburg und begann eine Facharztweiterbildung am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Epidemiologie bei Prof. H. Hudemann. 1969 wurde er Kreishygienearzt der Stadt Magdeburg und schloss seine Facharztweiterbildung 1971 mit der Gebietsbezeichnung Hygiene ab.

Weiterlesen ...

Eike Pies - Dorothea Christiane Erxleben geborene Leporin (1715 - 1762) 

Wer noch einen Hut männlich zu tragen pflegt, sollte ihn ziehen vor dieser Frau, sofern er auf ihre Spuren trifft. Und das kann täglich passieren. Dass Frauen heute in aller Selbstverständlichkeit promovieren, wenn man sie nur lässt, und den Beruf einer Ärztin in For-schung, Lehre und Praxis ausüben –  Dorothea Christiane Erxleben hat es erkämpft. Vor 300 Jahren wurde sie im Vorharz geboren. Man kennt sie hier in Mitteldeutschland und angrenzenden Regionen. Kliniken, Bildungseinrichtungen, Wissenschaftsprogramme, Preise und Straßen tragen den Namen der Dr. Dorothea Erxleben aus dem Quedlinburg des ausgehenden Barock und beginnenden Klassizismus, aus der Zeit der Aufklärung, letztere besonders evident an der preußischen Reformuniversität Halle a. d. Saale.  Eike Pies, der Autor des hier vorzustellenden Bändchens, hat sich ihrer bereits 2011 publizistisch bemächtigt. Aus seinen Tasten stammt u. a. ein Buch über Johann Andreas Eisenbarth (1663-1723, s. ÄB SAT 1/2005), diesen modernen Praktiker seiner Zeit.  Die Struktur des Buchinhalts zu Dorothea Erxleben mit 10 Kapiteln incl. Literaturauswahl verrät den populärwissenschaftlichen Ansatz seines Schöpfers. Es beginnt mit den Frauen in der Medizin von Hildegard von Bingen bis Lydia Rabinowitsch-Kempner. Es folgt dann ein Abschnitt zum Elternhaus Leporin mit Wurzeln resp. Stationen in Dreileben und Aschersleben. Das Kapitel Die erste promovierte Ärztin in Deutschland

Verlag Dr. Eike Pies, Sprockhövel 2011,  ISBN 978-3-928441-8o-3,
Broschur i. Oktavformat, 63 S., zahlr. sw. Abb., € 15,-

Wer noch einen Hut männlich zu tragen pflegt, sollte ihn ziehen vor dieser Frau, sofern er auf ihre Spuren trifft. Und das kann täglich passieren. Dass Frauen heute in aller Selbstverständlichkeit promovieren, wenn man sie nur lässt, und den Beruf einer Ärztin in Forschung, Lehre und Praxis ausüben – Dorothea Christiane Erxleben hat es erkämpft. Vor 300 Jahren wurde sie im Vorharz geboren. Man kennt sie hier in Mitteldeutschland und angrenzenden Regionen. Kliniken, Bildungseinrichtungen, Wissenschaftsprogramme, Preise und Straßen tragen den Namen der Dr. Dorothea Erxleben aus dem Quedlinburg des ausgehenden Barock und beginnenden Klassizismus, aus der Zeit der Aufklärung, letztere besonders evident an der preußischen Reformuniversität Halle a. d. Saale.

Eike Pies, der Autor des hier vorzustellenden Bändchens, hat sich ihrer bereits 2011 publizistisch bemächtigt. Aus seinen Tasten stammt u. a. ein Buch über Johann Andreas Eisenbarth (1663-1723, s. ÄB SAT 1/2005), diesen modernen Praktiker seiner Zeit.

Weiterlesen ...