Peter Stosiek: Tollwut

Geschichte und Geschichten

Peter Stosiek: Tollwut
(Cover: Verlag)

Radius Verlag Stuttgart 2017, ISBN 978-3-87173-345-1, Broschur 20,5 cm x 12,5 cm, 102 Seiten, € 12,-

Es stammt aus dem Fundus der Erinnerungen an ein Leben als Flüchtling aus Schlesien, als Medizinstudent in Halle und als werktätiger Arzt in der DDR, was der Autor da dem Vergessen zu entreißen versucht. Von weiter als vergangen, von tiefer als verdrängt, heißt es in der lyrischen Einleitung des Bandes mit seinen fünfzehn Kurzgeschichten. Sie stehen in chronologischer Reihenfolge. Ihr roter Faden ist ethischer Natur mit christlichem Hintergrund.

Der Buchtitel „Tollwut“ bezieht sich auf eines der spektakulären Erlebnisse im ärztlichen Alltag, dient hier als Titelblickfänger. Diese Geschichten schöp­­fen aus zwischenmenschlichen Beziehungen und besonderen Vor­­komm­nissen. Die berufliche Anamnese Stosieks spielt sich im Wesentlichen an den Erlebnisorten Görlitz, Halle, Schwerin und Cottbus ab, abschließend noch kurz im legendären Jerewan. Er ist Medizinstudent mit politischen Hindernissen, wird danach an der Universität Halle als Mitarbeiter nicht gelitten und absolviert anderenorts seine Weiterbildung zum Internisten und Pathologen, lehrt, forscht und behandelt. Im Unterschied zu vielen seiner Berufskollegen sammelt er Erlebnisse und schreibt sie auf. Seine kurzen Geschichten reichen über 4-9 Seiten, knapp überschrieben mit einem Begriff zum Inhalt nach dem Motto: Meist genügt ein Name.

Weiterlesen ...

Der geniale Forscher und Kliniker Ludwig Traube, ein Lehrer Richard (von) Volkmanns

Eine Würdigung zu seinem 200. Geburtstag

Dr. Ludwig Traube
(Autor: unbekannt)

Auf dem Wandgemälde, das Diego Rivera (1886-1957) für das weltweit erste kardiologische Institut in Mexiko-Stadt schuf, findet sich das Bild Ludwig Traubes (1818-1876) neben den anderen Gründervätern der Kardiologie. Manchem deutschen Mediziner aber ist er nur noch durch einen Doppelton bekannt, der seinen Namen trägt. Dabei war er zu seinen Lebzeiten berühmter als sein Freund Rudolf Virchow (1821-1902). Die Nazis haben jedoch ganze Arbeit geleistet. Fast wäre es ihnen gelungen, das Andenken dieses bedeutenden Arztes aus dem kollektiven Gedächtnis der deutschen Mediziner zu löschen. Um so wichtiger ist es, an ihn, der am 12. Januar 1818 als Sohn jüdischer Eltern in Ratibor geboren wurde, anlässlich seines 200. Geburtstages zu erinnern.

Die Eltern ermöglichten ihm nach dem Besuch des Gymnasiums ein Medizinstudium zunächst in Breslau und danach in Berlin, wo er 1840 mit einer pathologisch-physiologischen Arbeit promovierte. Der Vater, Wilhelm Traube, finanzierte ihm einen zusätzlichen 9-monatigen Aufenthalt in Wien, wo er sich bei Josef von Skoda (1805-1881) in der physikalischen Diagnostik und bei Carl von Rokitansky (1804-1878) auf dem Gebiet der pathologischen Anatomie fortbildete. Nach Berlin zurückgekehrt arbeitete er als Assistent bei einem Armenarzt, wobei er gleichzeitig Kurse zur Erlernung der physikalischen Diagnostik anbot. Diese Möglichkeit wurde Traube jedoch schon 1844 genommen, da er von der Armeninspektion entlassen wurde.

Weiterlesen ...

Wir gratulieren im März

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

02. März Dr. med. Knut Bauer
Burg
02. März Dipl.-Med. Cornelia Laukner
Weißenfels
05. März Dipl.-Med. Birgit Wunderlich
Ilberstedt
05. März Dr. med. Uwe Tyrolf
Zeitz
05. März Dipl.-Med. Uta Sohst
Magdeburg
07. März Dipl.-Med. Matthias Günther
Mücheln (Geiseltal)
07. März Eugen Harras
Flechtingen

Weiterlesen ...

Wir gratulieren im Februar

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

01. Februar Dr. med. Monika Schwalbe
Querfurt
02. Februar Dipl.-Med. Monika Schedewi
Naumburg (Saale)
03. Februar Dr. med. Katrin Präger
Lutherstadt Wittenberg
03. Februar Bassam Al-Khouri
Weißenfels
06. Februar Olga Berg
Kemberg

Weiterlesen ...

Wir trauern

um unsere verstorbenen Kolleginnen und Kollegen

Heidrun Sievers
Halberstadt
(18.01.1943 – 04.08.2016)

Irmgard Petermann
Halle (Saale)
(03.12.1935 – 15.11.2016)

Hedwig Stojanow
Sangerhausen
(21.09.1934 – 14.12.2016)

Alfred Weigelt
Calbe (Saale)
(04.01.1937 – 27.01.2017)

Dr. med. Karlfried Breiting
Halle (Saale)
(28.06.1931 – 19.04.2017)

Weiterlesen ...