Nicht zum Fressen, nicht zum Saufen, sondern Weisheit einzukaufen ...

Hallische Universitätsgeschichte in Stammbüchern
Hrsg. v. Anke Berghaus-Sprengel

Verlag Janos Stekovics, Wettin-Löbejün 2017, ISBN 978-3-89923-386-5,
illustrierter Hardcovereinband 22cm x 24cm, 144 Seiten, 124 farbige Abbildungen, € 15,-

...hat das edle Vaterland mich nach Saal-Athen gesandt, heißt es dann weiter. Es ist ein Zitat aus dem Stammbuch des Studenten Benedict Furckel, das dem vorliegenden Buch den Titel verleiht. Bemerkenswert ist die Reihenfolge der aufgezählten akademischen Aktivitäten. Saal-Athen wurden die Universitätsstädte Halle und Jena genannt. Hier ist erstere gemeint.

Album amicorum, Freundschaftsbuch, hießen diese sehr persönlichen Dokumentationen von Gymnasiasten und Studenten, die Stammbücher. Sie waren die nobleren Vorfahren der bis in unsere Zeit gebräuchlichen Poesiealben. Es gab sie seit der Reformationszeit bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts.

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Jahrbuch für hallische Stadtgeschichte 2017

Jahrbuch für hallische Stadtgeschichte 2017

Aufsatzsammlung
Hrsg. Stadt Halle (Saale) in Verb. mit dem Verein für hallische Stadtgeschichte e. V.

Verlag Janos Stekovics, Wettin-Löbejün 2017, ISBN 978-3-89923-382-7, Taschenbuch mit Schutzumschlag, 24 x 16 cm, zahlreiche s/w-Abbildungen, 277 Seiten, € 12,80

Auch für das abgelaufene Jahr liegt aus Halle wieder ein gut gefülltes Geschichtsjahrbuch vor. Es ist inhaltlich eingeteilt in die Abschnitte Aufsätze, Quellen, Jubiläen, Tagungsberichte, Rezensionen und schließt mit Informationen und Verzeichnissen ab. Nach außen weist der Einband das bekannte grafische Design mit dem Alexanderwappen als Logo des Geschichtsvereins auf, hier auf beigefarbenem Untergrund, gehüllt in einen fotoillustrierten Schutzumschlag mit einem Werk des Fotografen Ernst Motzkus um 1900 (s. Inhaltsverz.).

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Wir gratulieren im April

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

01. April Dr. med. Nils-Michael Granzow
Dessau-Roßlau
02. April apl. Prof. Dr. med. habil. Sabrina Kösling
Leipzig
02. April Dr. med. Volker Baumgarten
Weimar
04. April Dr. med. Frank Wagner
Biederitz
05. April Dr. med. Michaela Mittendorf
Burg
08. April Dipl.-Med. Ines Naumann
Bitterfeld-Wolfen

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Im Westen/Osten nichts Neues?!

Das folgende Vorwort diente der Eröffnung einer Tagung am 01. November 1997 zum Thema „Medizin und Antisemitismus“
in Frankfurt/M.*

Die wechselvolle Geschichte in Deutschland in diesem Jahrhundert hat zwangsläufig zu kurzen geschichtlichen Abschnitten von Gegenwart und Vergangenheit geführt.

Ohne abschließend notwendige Lehren aus der Vergangenheit gezogen zu haben, sind so die nächsten Fehler schon begangen und es wird auch schnell vergessen und verdrängt. Wenn wir heute im Alltag von Vergangenheitsbewältigung sprechen, so meinen die einen das sogenannte „Dritte Reich“ und die anderen die ehemalige DDR. Dieses liegt auch darin begründet, dass man aus der Geschichte gelernt hat und mit der Analyse und Bewertung ärztlicher Tätigkeit in der DDR wesentlich früher nach der Wende begonnen hat.

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Peter Stosiek: Tollwut

Geschichte und Geschichten

Peter Stosiek: Tollwut
(Cover: Verlag)

Radius Verlag Stuttgart 2017, ISBN 978-3-87173-345-1, Broschur 20,5 cm x 12,5 cm, 102 Seiten, € 12,-

Es stammt aus dem Fundus der Erinnerungen an ein Leben als Flüchtling aus Schlesien, als Medizinstudent in Halle und als werktätiger Arzt in der DDR, was der Autor da dem Vergessen zu entreißen versucht. Von weiter als vergangen, von tiefer als verdrängt, heißt es in der lyrischen Einleitung des Bandes mit seinen fünfzehn Kurzgeschichten. Sie stehen in chronologischer Reihenfolge. Ihr roter Faden ist ethischer Natur mit christlichem Hintergrund.

Der Buchtitel „Tollwut“ bezieht sich auf eines der spektakulären Erlebnisse im ärztlichen Alltag, dient hier als Titelblickfänger. Diese Geschichten schöp­­fen aus zwischenmenschlichen Beziehungen und besonderen Vor­­komm­nissen. Die berufliche Anamnese Stosieks spielt sich im Wesentlichen an den Erlebnisorten Görlitz, Halle, Schwerin und Cottbus ab, abschließend noch kurz im legendären Jerewan. Er ist Medizinstudent mit politischen Hindernissen, wird danach an der Universität Halle als Mitarbeiter nicht gelitten und absolviert anderenorts seine Weiterbildung zum Internisten und Pathologen, lehrt, forscht und behandelt. Im Unterschied zu vielen seiner Berufskollegen sammelt er Erlebnisse und schreibt sie auf. Seine kurzen Geschichten reichen über 4-9 Seiten, knapp überschrieben mit einem Begriff zum Inhalt nach dem Motto: Meist genügt ein Name.

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