II. Leserbrief zur Ärztekammerwahl 2016 (Auszug)

Leserbrief von Dr. Walter Kraus, Halberstadt, der sich auf seinen Leserbrief in der Juni-Ausgabe des Ärzteblattes Sachsen-Anhalt, S.41, bezieht und einen Auszug darstellt

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

es seien hier noch für eine Veränderung der Wahlordnung zur Kammerwahl, wenn sie denn gewollt wird, erste denkbare Vorschläge gemacht:

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Peter Wohlleben - Das Seelenleben der Tiere

Peter Wohlleben - Das Seelenleben der TiereLiebe, Trauer, Mitgefühl – erstaunliche Einblicke in eine verborgene Welt

Ludwig Verlag München 2016, ISBN 978-3-453-28082-3, in Leinen gebunden mit Schutzumschlag im Oktavformat, 239 Seiten, 19,99 €

Dumme Sau. Wie wird man seine Kinder los. Schnepfendreck. High Society. Die Überschriften zu den zahlreichen kurzen Kapiteln dieses sehr interessanten Buches lassen schon vermuten, dass hier kein trockenes biologisches Wissenschaftsstroh serviert wird.

Peter Wohlleben, der schreibende Forstmann, legt nach seinem Erfolg mit der viel beachteten Vorgängerpublikation „Das geheime Leben der Bäume“ von 2015 hier nun einen weiteren Beweis schriftstellerischen Könnens und empirischer Begabung vor. Er teilt die umfangreichen Beobachtungen an Tieren seiner Mitwelt mit. Letztere ist vor allem in einem Forsthausanwesen und einem kommunalen Forstbetrieb im linksrheinischen Mittelgebirge angesiedelt, denen er verantwortlich vorsteht.

Da er nach eigener Einschätzung von Kindheit an Tierliebhaber ist, kann er sich auf seine ständigen Mitbewohner bzw. Lebensgesellen beziehen, u. a. Pferde, Ziegen, Kaninchen, Hühner, Hunde. Frau und Kinder ziehen am gleichen Strang. Zudem bringt es seine Berufsausübung im Walde mit sich, dass er, vom Käfer im Laub bis zum Hirsch zwischen den alten Bäumen und ihren jüngeren Nachkommen, ständig Tieren begegnet, sichtbaren oder verborgenen, stillen oder kreischenden, trampelnden und schleichenden. Bei so vielen Begegnungen bleibt die Kontaktaufnahme zwischen Beobachter und Passanten nicht aus. Emotionen werden auf beiden Seiten spürbar. Der Mensch fühlt sich angesprochen und fragt sich, ob die kommunikativen Äußerungen seitens der Tiere nur auf Instinkten beruhten oder doch bewusstes Handeln seien. Er ist sich dabei schon im Klaren darüber, dass die deutliche Trauer, der angebotene Dank, die spürbare Liebe vielleicht nur einseitige Wahrnehmungen sind.

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Wir gratulieren im September

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

01. September Dr. med. Ralf Gröger
Halle (Saale)
01. September Dipl.-Med. Dorothea Wehnert
Halle (Saale)
04. September Dr. med. Wolf-Rüdiger Guschall
Lostau
06. September Dr. med. Angela Bürger
Teuchern
07. September Dr. med. Frank Bölsche
Lostau

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Wir trauern um unsere verstorbenen Kolleginnen und Kollegen

Foto: fotolia/ © Christian Jung
Foto: fotolia/ © Christian Jung

Wilhelm Krutzsch
Bitterfeld-Wolfen
(26.04.1941 – 20.10.2014)

Dr. med. Günter Weber
Haldensleben
(28.03.1920 – 07.05.2015)

Dr. med. Gabriele Triebkorn
Jena
(12.10.1968 – 19.06.2015)

SR Dieter Seidel
Bitterfeld-Wolfen
(30.06.1931 – 23.08.2015)

SR Dr. med. Horst Grochulla
Gardelegen
(10.06.1935 – 20.09.2015)

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Thea Dorn - Die Unglückseligen

Thea Dorn - Die UnglückseligenRoman. Knaus Verlag München 2016, ISBN 978-3-8135-0589-6,
gebunden mit Schutzumschlag, Oktavformat, 552 Seiten, 24,99 €

Unverbürgt, aber auch nicht tot zu kriegen ist der dem Alten Fritz in den Mund gelegte Ausruf: Hunde (Racker), wollt ihr ewig leben! Er soll ihn 1757 in Böhmen angesichts der sich anbahnenden Niederlage in der Schlacht von Kolin seinen zurückweichenden Grenadieren entgegen geschleudert haben!

Ganz anders die Intention der Hauptfigur dieses Romans, der Stammzellforscherin Johanna Mawet. Die leibliche Unsterblichkeit ist das Thema der Schriftstellerin und Philosophin Thea Dorn und ihrer Romanfigur Johanna. Sie macht diese Art der Unvergänglichkeit in ihrem neuesten Werk zum Lebensprojekt der Wissenschaftlerin. Diese hat sich das ehrgeizige Forschungsziel gestellt, alle Körperzellen des Menschen mit bisher nicht vorhandenen Regenerationspotenzen genmanipulatorisch aufzurüsten, die Zellalterung abzuschaffen und so den Weg zur Unsterblichkeit zu ebnen. Da sie in ihrem renommierten Forschungsinstitut am Fuße der deutschen Alpen nicht mit embryonalen Stammzellen arbeiten darf, lässt sie sich zu Forschungsaufenthalten im nordamerikanischen Dark Harbor freistellen. Dort kollidiert ihre Biographie mit einem sie faszinierenden Kerl unbestimmten Alters und seltsam zeitlosen Aussehens in Form des Hilfsarbeiters John William Knight, dem sie sich mehr oder weniger verschreibt. Sie beabsichtigt, ihn zu Ihrem Forschungsobjekt zu machen. Es handelt sich, wie sie bald feststellt, um den 1776 geborenen Pastorensohn und Physiker Johannes Wilhelm Ritter, einst tätig an den Universitäten Jena und München, mit wissenschaftlicher Reputation auf dem Gebiet der Elektrizität, insbesondere des Galvanismus. Ihm ist realiter u. a. die Entdeckung der UV-Strahlung und die Entwicklung des stromspeichernden Akkus zu verdanken. Goethe, Herder, Novalis und die ganze Phalanx der Romantiker gehörten zu seinen Kreisen, von Thea Dorn nicht immer mit der gebührenden Ehrfurcht bedacht.

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