Kunst hallescher Ärzte – Ars Medicorum Halensium 2020

„Look for the Silver Lining“, Öl auf Dibond, Andreas Köhler, 2019 (Foto: Künstler)
„Look for the Silver Lining“, Öl auf Dibond, Andreas Köhler, 2019 (Foto: Künstler)


Kalender sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Der moderne Mensch könnte ohne diese Zeiteinteiler, Erinnerer und Planer nicht auskommen. Ein Kalender ist einfach lebensnotwendig. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass er in den unterschiedlichsten Formen auftritt, als elektronischer Kalender, Taschenkalender, Geschäftskalender, Wandkalender, um nur einige zu nennen.

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Sophie Seemann: Verschwundene Krankheiten

Sophie Seemann: Verschwundene Krankheiten
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Kulturverlag Kadmos Berlin 2019, ISBN 978-3- 86599-300-7, gebunden mit Schutzumschlag, Großoktav-Format, 29 Abbildungen, 271 Seiten, 27,85 €

Der Titel stellt meist nur den ersten, verkürzten Hinweis auf den Inhalt oder den Charakter eines Buches dar, soll wohl ein Signal an den Flaneur vor der Bücherauslage sein. Dann aber ist die weiterführende Differenzierung erforderlich. In diesem Falle hieße das: Sind die hier genannten Krankheiten wirklich verschwunden? Hat es sie überhaupt gegeben? Kann man die Diagnosen heute noch rückblickend nachvollziehen?

Die Kinderärztin Sophie Seemann legt eine Liste von zwanzig Krankheitsnamen vor, geordnet nach dem deutschen Alphabet. Darin folgen die Pocken der Phosphornekrose, die Trichinose der Sulfonalvergiftung etc. Diese unter kausalen Aspekten indiskutable Reihung weist auf den subjektiven Charakter des Buches hin. Er drückt sich auch in den einzelnen Beiträgen aus. Einleitend wird von der Autorin den sachlichen Erörterungen in jedem Kapitel ein von ihr formulierter fiktionaler Text, eine erzählende Beschreibung der Krankheitssituation vorangestellt, deren Quelle nicht immer transparent wird. Sie malt damit aber gedanklich ein Bild für die emotionale Einstimmung des Lesers. Das ist allemal eine interessante Verbindung zwischen den Leidenden und der um sie bemühten Heilkunde der ferneren oder näheren Vergangenheit und schafft menschliche Nähe.

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Einladung zum Treffen der älteren Kammermitglieder

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

hiermit laden wir Sie herzlich zum Treffen der älteren Kammermitglieder ein, das die Geschäftsstellen alljährlich in der Adventszeit vorbereiten und durchführen. Immer wieder wird uns bestätigt, dass die Kolleginnen und Kollegen sich darauf freuen und gern alte Bekannte treffen, um in Gesprächen Vergleiche zwischen „damals“ und heute zu ziehen.

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Otto Hostettler: Darknet

Die Schattenwelt des Internets

Otto Hostettler: Darknet - Die Schattenwelt des Internets
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Verlag Frankfurter Allgemeine Buch, Frankfurt am Main 2017, ISBN 978-3-95601-201-3, gebunden im Hardcover, Oktavformat, 207 Seiten, 7 Abbildungen, 2 Grafiken, 6 Tabellen, 29,90 € (Lizenz von NZZ Libro Zürich)

Es hat sie immer schon gegeben, die Angebote und Nachfragen im Dunklen. Man denke nur an die zwielichtigen Schwarzmärkte der unmittelbaren Nachkriegszeit. Und es gibt sie heute mehr denn je in der verborgenen Öffentlichkeit des Internets.

Der Zürcher Journalist Otto Hostettler hat diesem Phänomen seine Aufmerksamkeit gewidmet im Rahmen einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit zum Erwerb des Masters in Economy Crime Investigation an einer Schweizer Hochschule. Den Fokus legte er dabei auf den Handel mit pharmazeutischen Produkten und Drogen und mischte mit in der Kommunikation und den Zahlungsabläufen unter anonymen Geschäftspartnern. Seine Einblicke in die verborgenen Märkte mit ihrem reichhaltigen Waren- und Leistungsangebot legt er diesem Buch zugrunde.

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Leserbrief-Antwort zum Thema „Ärztemangel: Delegation oder Substitution als Alternative“

Antwort auf den Leserbrief von Frau Prof. Dr. phil. Gabriele Meyer im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt 30 (2019) 9, Seite 56/57 zum Thema „Ärztemangel: Delegation oder Substitution als Alternative“ von Dr. med. Jörg Böhme im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt 30 (2019) 7/8, Seite 5

Die Delegierten des Deutschen Ärztetages haben wiederholt über das Thema Delegation versus Substitution diskutiert. Die Delegierten haben entschieden, den Weg der Delegation ärztlicher Leistungen weiter zu verfolgen. Die Substitution ist von dem höchsten Gremium der deutschen Ärzteschaft abgelehnt worden.

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