Leserbrief - Die Ärztekammer ist die Standesvertretung aller Ärzte

Leserbrief von Dr. Ilja Karl, Kalbe/M. zum Leserbrief zur Ärztekammerwahl 2016 von Dr. Walter Kraus, Halberstadt, im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt, Heft 6/2016, S. 41

Herr Kraus ist mit seinen Bedenken nicht allein. Die Ärztekammer ist die Standesvertretung von Ärzten und nicht die von Hausärzten, von Niedergelassenen oder nur die von Angestellten.

Hausärzte haben den Hausärzteverband und die KV, Niedergelassene die KV und Angestellte z. B. den Marburger Bund, um ihre Interessen zu vertreten. In der Kammer sollten solche Grenzziehungen keine Rolle spielen.
Ob das Engagement z. B. des Hausärzteverbandes im Wahlkampf zur Wahl der Kammerversammlung sich irgendwann einmal positiv für die Belange der Hausärzte auswirkt, wird sich zeigen. Der Integration ärztlicher Interessenvertretung hat dies sicher nicht genutzt.

Zudem wäre es wünschenswert, wenn sich Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung in der Kammer engagieren würden, geht es doch mindestens bei der Weiterbildung im Kern um deren Belange.

Die nächste Wahl kommt bestimmt. Vielleicht finden sich dann Listen über die Sektoren- und Fachgebietsgrenzen hinweg.

Dr. med. Ilja Karl
Hausarzt
Kalbe /M.

Marc Kayser - Große Freiheit Ost

Cover - Marc Kayser - Große Freiheit OstAuf der B 96 durch ein wildes Stück Deutschland

Verlag Bild und Heimat (in Koop. m. Superillu) Berlin 2015, ISBN 978-3-95958-000-7, Hardcover 21cm x 12,5 cm, 52 Farbfotos, 185 S., € 14,99

Straßen können Stars sein, in den Zentren der Metropolen allemal. Der Broadway in N.Y. und die Champs Elysees in Paris, die Via Veneto in Rom und der Bund in Shanghai sind solche Divas. Die Wolokolamsker Chaussee von Moskau hat es sogar in den Roman und auf die Bühne gebracht. Über Land haben sie nur selten einen Namen: Die Via Appia von Rom nach Brindisi, die Route bleue von Paris nach Nizza und die Mother Road von Chicago quer durch Nordamerika bis nach Santa Monica. Sie klingen nach Grandezza und Geschichte. Das änderte sich mit dem Bau der Autobahnen in Deutschland, die zum Vorbild der zukünftigen Straßenverkehrskonzepte wurden und nach Klassifizierung verlangten mit dem Präfix A bzw. jetzt BAB. Die FVS (Fernverkehrsstraße) der 20er Jahre wurde in der NS-Zeit zur R (Reichsstraße) und nach letzteren 1000 Jahren zur F (Fernverkehrsstraße der DDR) bzw. B (Bundesstraße).

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Wir gratulieren im Juni

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

01. Juni Dr. med. Birgit Kaßner
Merseburg
04. Juni Dr. med. Marie-Luise Kallmayer
Benndorf
06. Juni Dr. med. Gisela Schönfeld
Magdeburg
07. Juni Dr. med. Elke Staschull
Niederndodeleben
08. Juni Dipl.-Med. Sabine Boß
Halle (Saale)

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Leserbrief zur Ärztekammerwahl 2016

Leserbrief von Dr. Walter Kraus, Halberstadt 

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

das Wahlergebnis für die Kammerversammlung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt vom März 2016 wurde im Ärzteblatt ohne eine kritisch betrachtende Analyse mitgeteilt. Wenn man genauer hinsieht, stellt man fest, dass die gewählte Kammerversammlung eigentlich nicht wirklich die Ärzteschaft von Sachsen-Anhalt repräsentiert:

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Hallesche Helden der Heilkunst

Cover Hallesche Helden der HeilkunstBedeutende Ärzte und Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät

Edition Templerkapelle Band 3, hrsg. v. Achim Lipp u. Jürgen Lasch. Universitätsverlag Halle-Wittenberg 2013, 2. Aufl. 2015, ISBN 978-3-86977-062-8, Hardcover m. Schutzumschl., Großoktavformat, reich illustr., 231 S., € 20,60

Stabgereimt und in reinstem Deutsch – fällt dem Betrachter der Buchfront auf!

„Ein Held ist jemand, der sich mit Unerschrockenheit und Mut einer schweren Aufgabe stellt oder eine ungewöhnliche, bewunderungswürdige Tat vollbringt.“ Soweit das Lexikon. Unter diesem Dach ist hier eine Gruppe von Menschen versammelt, auf die die obige Charakterisierung zuzutreffen scheint. Einer beachtlichen Schar von Männern und zwei Frauen wird die Ehre der Nachwelt zuteil, als anerkannte Heldinnen und Helden im Band 3 der Edition Templerkapelle Aufnahme gefunden zu haben. Es handelt sich bei dieser Publikation überwiegend um die Niederschrift der Vorträge eines wissenschaftlich-künstlerischen Symposiums vom 19. Juni 2010 in der Templerkapelle auf Gut Mücheln im Saalekreis, gehalten von akademischen Persönlichkeiten der Alma Mater Halensis. Die Lokalität war Jahrhunderte vorher gebaut worden als frühgotische Hallenkirche des Tempelritterordens. Nach dessen gewaltsamen Niedergang im Mittelalter verliert sich in der weiteren Geschichte die sakrale Nutzung der heute noch oder besser wieder ansehenswerten Architektur, um schließlich profaner landwirtschaftlicher Nutzung zu dienen. Ein solches Schicksal hatten über die Jahrhunderte viele Ordensimmobilien zu teilen, man denke in der Region z. B. nur an das Burchardikloster in Halberstadt, das Zisterzienserinnenkloster in Helfta oder das Benediktinerkloster Huysburg. Nach der Wende wurde diese Templerkapelle mit entsprechender Förderung und privater Initiative – mit Abstrichen – wieder hergestellt und zu einer würdigen Stätte von Kultur.

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