Leserbrief: Ärztekammer ist die Standesvertretung aller Ärzte

Leserbrief zum Thema „Ärztekammer ist die Standesvertretung aller Ärzte“
von Dr. Matthias Krüger, Magdeburg zu den Leserbriefen von Dr. Walter Kraus, Halberstadt, im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt, Heft 6/2016, S. 41 und Dr. Ilja Karl, Kalbe/M., Heft 7-8/2016, S. 46

Kollegen Kraus und Karl ist zuzustimmen. Es gibt eine ganze Reihe von medizinischen Berufs-, Standes- und Fachverbänden, welche sich für die Belange der einzelnen Kolleginnen und Kollegen einsetzen. Grundsätzlich kann man aber nur gewählt werden, wenn man sich zu einer Wahl aufstellen lässt.

Hier ist scheinbar schon die erste Hürde. Ist dies erfolgt, dann entscheidet das ganz normale demokratische Wahlprocedere über die Zusammensetzung der Kammer. Dies ist neben demographischen Faktoren (die Gesellschaft wird immer älter) auch von der damit verbundenen Wahlbeteiligung abhängig. Wer nicht wählt und seinen Favoriten die Stimme gibt, darf sich nicht darüber beklagen, wenn er nicht ausreichend vertreten ist. Eine Art Quote in der Zusammensetzung der Ärztekammer könnte hier ggf. Abhilfe schaffen. Aber, welche Quote denn? Niedergelassen vs. Angestellte, Chirurg vs. Internist, Jung vs. Alt usw. Eine Quote führt nicht weiter!

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Leserbrief: Bundeseinheitlicher Medikationsplan

Leserbrief von Prof. Dr. Frank P. Meyer zum Artikel „Bundeseinheitlicher Medikationsplan nach § 31a SGB V“ im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt, Heft 7-8/2016, S. 47

Sehr geehrte Frau Dr. Heinemann-Meerz,

in den „Aktuellen Themen“ haben Sie dankenswerter Weise einen Text der Bundesärztekammer zum „Bundeseinheitlichen Medikationsplan“ aufgenommen, der an alle Beteiligten hohe Anforderungen stellen wird – so er denn Patienten freundlich und Patienten sicher gestaltet werden sollte.

Wie so oft, steckt auch hier der Teufel im Detail und zwar in der Abbildung 1, in der Rudolf Testmann (57 Jahre) unter anderem ärztlich verordnet Simvastatin und als Selbstmedikation Johanniskraut einnimmt. Da Johanniskraut (Hypericum perforatum) sowohl verschiedene Cytochrom-P 450-Enzyme als auch sogenannte Exportpumpen induziert, wird Simvastatin beschleunigt biotransformiert und ausgeschieden. Da hilft es auch nicht, dass Johanniskraut morgens und Simvastatin abends eingenommen werden soll, da Hypericin eine Halbwertszeit von etwa 24 (bis 48) Stunden hat.

Da Johanniskraut also ein risikoreiches – weil „interaktionsfreudiges“ – Phytopharmakon ist, forderte der Berliner Klinische Pharmakologe Prof. Roots schon im Jahr 2000, Johanniskrautextrakte der Rezeptpflicht zu unterstellen, damit riskante Selbstbehandlungen verhindert werden können.

Unsere Gesundheitspolitiker haben sich damals für die Pharmaindustrie und gegen die Patienten entschieden – quod erat demonstrandum anno 2016.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. med. Frank P. Meyer
Wanzleben-Börde

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Gratulanten,

Glückwünsche des Ministerpräsidenten Haseloffuns erreichten zahlreiche herzliche Glückwünsche, über die wir uns sehr gefreut haben. Es ist schön zu erfahren, dass Sie die Mühe des Schreibens nicht scheuten und dabei sehr einnehmende und warmherzige Formulierungen gefunden haben.

Wir haben auch viele Gratulationen aus dem Bereich Politik und Gesellschaft bekommen. Die freundlichen und persönlichen Worte des Ministerpräsidenten Herrn Dr. Haseloff sind dafür ein Beispiel. Herzlichen Dank dafür.

Dies werden wir zum Anlass nehmen, nicht nur den Ministerpräsidenten, sondern auch die neue Gesundheits- und Sozialministerin Frau Grimm-Benne und viele andere Funktionsträger und Parlamentarier beim Wort zu nehmen.Mit unseren Themen wollen wir ernst genommen werden. Eine gemeinsame strukturierte Bewältigung der vor uns liegenden Aufgaben muss das gemeinsame Ziel sein. Dies ist in der letzten Legislatur schon gut gelungen. Daran müssen wir uns auch zukünftig messen lassen.

Das setzt in jedem Fall Vertrauen voraus, und auch den Willen, neue unbequeme Wege zu gehen.

Mit uns müssen Sie rechnen!

Dr. Simone Heinemann-Meerz
Präsidentin

PD Dr. Uwe Ebmeyer
Vizepräsident

Wir gratulieren im Juli

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

04. Juli Dr. med. Hans Wolffgang
Burg
05. Juli Dipl.-Med. Hiltrud Bannier
Seehausen (Altmark)
06. Juli Dipl.-Med. Marion Müller
Quedlinburg
07. Juli Leonore Lenz
Magdeburg
09. Juli Andreas Pesch
Magdeburg

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Leserbrief - Die Ärztekammer ist die Standesvertretung aller Ärzte

Leserbrief von Dr. Ilja Karl, Kalbe/M. zum Leserbrief zur Ärztekammerwahl 2016 von Dr. Walter Kraus, Halberstadt, im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt, Heft 6/2016, S. 41

Herr Kraus ist mit seinen Bedenken nicht allein. Die Ärztekammer ist die Standesvertretung von Ärzten und nicht die von Hausärzten, von Niedergelassenen oder nur die von Angestellten.

Hausärzte haben den Hausärzteverband und die KV, Niedergelassene die KV und Angestellte z. B. den Marburger Bund, um ihre Interessen zu vertreten. In der Kammer sollten solche Grenzziehungen keine Rolle spielen.
Ob das Engagement z. B. des Hausärzteverbandes im Wahlkampf zur Wahl der Kammerversammlung sich irgendwann einmal positiv für die Belange der Hausärzte auswirkt, wird sich zeigen. Der Integration ärztlicher Interessenvertretung hat dies sicher nicht genutzt.

Zudem wäre es wünschenswert, wenn sich Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung in der Kammer engagieren würden, geht es doch mindestens bei der Weiterbildung im Kern um deren Belange.

Die nächste Wahl kommt bestimmt. Vielleicht finden sich dann Listen über die Sektoren- und Fachgebietsgrenzen hinweg.

Dr. med. Ilja Karl
Hausarzt
Kalbe /M.