Wir gratulieren im Mai

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

01. Mai Dr. med. Dagmar Köppen
Wernigerode
04. Mai Rudi Elbracht
Naumburg (Saale)
05. Mai Dr. med. Stefanie Gnensch
Magdeburg
06. Mai Dipl.-Med. Bettina Röder-Hezel
Hettstedt
10. Mai Dipl.-Med. Renate Wollenheit-Haase
Werben (Elbe)

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Magie des Augenblicks

Meisterwerke aus der Sammlung Arthur und Hedy
Hahnloser-Bühler im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)

Ich war begeistert, von einer Ausstellung französischer Postimpressionisten im Kunstmuseum Moritzburg zu hören. Gemälde von van Gogh, Cezanne, Matisse waren angekündigt; endlich einmal Bilder sehen, die ich bisher nur aus Kunstbüchern kannte. Doch die AusstelIungseröffnung enttäuschte mich etwas. Ich fand nicht die erwarteten weltberühmten Gemälde, auch die mir bekannten Künstler waren nur mit wenigen Werken vertreten. Die Mehrheit war mir unbekannt.

Doch dieser Zustand währte nicht lange. Offensichtlich hatte ich eine Bildungslücke. Es wurden wunderbare Gemälde gezeigt, sie nicht zu kennen war wohl mein Problem. Zur Entschuldigung: Thomas Bauer-Friedrich, Direktor des Kunstmuseums, hatte in seiner Einführung von der fehlenden Möglichkeit für uns Mitteldeutsche gesprochen, sich in der Vergangenheit mit dieser Epoche der französischen Kunst auseinanderzusetzen, Folge der katastrophalen Kulturpolitik der Nationalsozialisten und der anschließenden engstirnigen Kunstsicht nachfolgender Machthaber, die ihren Bürgern vorschrieben, welche Kunst die rechte sei.

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Quirkologie - Die wissenschaftliche Erforschung unseres Alltags

Richard Wiseman - QuirkologieRichard Wiseman (Aus dem Englischen von Sebastian Vogel)

Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt am Main 2011 (2. Auflage), ISBN 978-3-596-17483-6,
Taschenbuch, 303 Seiten, 12 Abbildungen (schwarz/weiß), 8,95 €

Seltsame Aspekte unseres Alltagserlebens mit wissenschaftlichen Methoden zu untersuchen – darum geht es dem Autor in diesem Buch, dessen Titel selbst seltsam klingt. Um Psychologie geht es, um individuelle und gesellschaftliche Verhaltensweisen scheinbar banalen Charakters, versehen mit einer schrulligen Überschrift, abgeleitet von quirk (engl. f. Macke, Schrulle, Marotte).

Richard Wiseman ist Professor für Public Understanding an der Universität der englischen Grafschaft Hertfordshire nahe London. Er ist ein prominenter Wissensvermittler und startete sein Erwerbsleben als Illusionist, Zauberkünstler also. Er hat das besondere Organisationstalent, Tausende auf der ganzen Welt zu Probanden seiner aufschlussreichen Experimente zu machen. Einige solcher Untersuchungsergebnisse bilden die Substanz seines Buches. Er tut das in den Kapiteln 1 – 6, einer Einleitung und einem Epilog, wortreich und mit publizistischem Geschick. Er spricht über die neue Wissenschaft der Chronopsychologie, über die Psychologie von Lüge und Täuschung, über die Psychologie der Grauzone, über die seltsame Wissenschaft der Entscheidungsfindung, über Untersuchungen zur Psychologie des Humors und über die Psychologie des Helfens und Verhinderns. Unter diesen Überschriften plaudert er munter drauflos. Die im Inhaltsverzeichnis bei den Kapiteln formulierten Hinweise tauchen im Text nicht mehr auf. Die im Text zu lesenden Zwischenüberschriften dagegen sind nicht Gegenstand des Inhaltsverzeichnisses. Man sollte schon hineinsehen, zumal es auch kein Sachregister oder Stichwortverzeichnis gibt. Ganz am Anfang lehrt er Lesende mit einem kleinen Fingerzeichentrick die ganz individuelle Form des Q-Tests. Längere Zitate oder literarische Passagen werden in kursivem Schriftsatz und Blockeinzug hervorgehoben. Das ist hilfreich, da man dann nicht Gefahr läuft, im Schwall des Geschriebenen Wesentliches zu verpassen.

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Wir gratulieren im April

rote Schlaufe

zum 60. Geburtstag

01. April Dr. med. Christine Ochs
Halle (Saale)
05. April Dipl.-Med. Angelika Rietenbach
Glindenberg
06. April Dr. med. Gabriele Richter
Elbingerode (Harz)
06. April Dipl.-Med. Beate Gauch
Aschersleben
06. April Dipl.-Med. Dietlind Kröber
Halle (Saale)

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In Memoriam zum 100. Geburtstag von Dr. Gerhard Heede (1916 – 1994)

Abb. 1: Dr. Gerhard Heede mit seiner Frau Agathe (geb. Ruffing, 1919-1993), April 1988 (mit freundlicher Genehmigung von Familie Honigmann)
Abb. 1: Dr. Gerhard Heede mit seiner Frau Agathe (geb. Ruffing, 1919-1993), April 1988 (mit freundlicher Genehmigung von Familie Honigmann)

Am 3. März 2016 wäre der weit über die Grenzen des Mansfelder Landes bekannte Praktische Arzt Dr. Gerhard Heede aus Hergisdorf bei Eisleben 100 Jahre alt geworden.

Heede wurde 1916 in Petrograd (heute St. Petersburg) geboren und kam mit seiner Familie nach Eisleben, wo er das Abitur ablegte. Ein Studium an der Martin-Luther-Universität in Halle sollte 1938 folgen. Die Wahl zwischen Medizin und Chemie/Physik fiel ihm nicht leicht. Er entschied sich zunächst gegen die Medizin. Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde das Studium jedoch unterbrochen und Gerhard Heede wurde eingezogen. Den Krieg überlebte er glücklicherweise mit einer Schussverletzung an der Hand.

Nach dem Krieg entschloss er sich Humanmedizin zu studieren und schrieb sich hierzu im Wintersemester 1946 in Göttingen ein. Naturwissenschaftlich interessiert war er dort nebenher Gasthörer u. a. bei Otto Hahn, Max Planck, Max v. Laue und Carl Friedrich von Weizsäcker.

Noch vor dem Ende seines Studiums schloss er in der Pharmakologie seine Promotion im Jahr 1951 ab. Das Thema lautete: „Analyse der Beeinflussung der Hautsinnesorgane durch Antihistaminika und Lokalanästhetika“.

Ein Angebot vom Internisten und Radiologen Professor Gerhard Heidelmann, in die Angiologie der Universität Halle zu wechseln, lehnte Heede 1953 ab. Ebenso die damit verbundene universitäre Laufbahn, wie er mir später mehrfach in Gesprächen mitteilte. Stattdessen übernahm er 1955 die Praxis seines Schwiegervaters Dr. Albert Ruffing, eines im Mansfelder Land sehr geachteten Praktischen Arztes, der seit 1908 in Hergisdorf praktizierte.

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